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Neue iPhone-Generation bietet mehr als UMTS und GPS

Hamburg Es dürften vor allen die Zau­ber­worte «UMTS» und «GPS» gewesen sein, die zum Ver­kaufs­start (11. Juli) der neuen iPhone-Gene­ration in Deutsch­land die Kunden in Massen in die Geschäfte von T-Mobile getrie­ben haben.

Wie bedie­nungs­freund­lich das Smart­phone von Apple ist, hatte sich bereits seit Monaten unter den Tech­nik­ver­lieb­ten her­umge­spro­chen. «Das iPhone begeis­tert mit seiner durchgängig kon­sis­ten­ten und klaren Bedie­nung. Es bleiben nur selten Fragen offen, es gibt kein Menüwirr­warr wie bei der Kon­kur­renz», schreibt Michael Spehr von der FAZ.

Das neue iPhone 3G unterstützt nun auch die dritte Gene­ration des Mobil­funks (UMTS/HSDPA) und die satel­liten­gestützte GPS-Ortung. Erste Test­berichte legen aber vor allem den Schluss nahe, dass vor allem die nun erhältli­chen Zusatz­pro­gramme das iPhone zur derzeit inter­essan­tes­ten Mobil­funk­platt­form machen.

Nach den Erfah­rungs­berich­ten von einigen Jour­nalis­ten, die das iPhone 3G schon vor dem offi­ziel­len Ver­kaufs­start testen konnten, kommt die von Apple for­mulierte Aussage «doppelt so schnell» - im Ver­gleich zum ersten iPhone - der Wirk­lich­keit sehr nahe. «Vor allem auf­wen­dig gestal­tete Web-Seiten, wie die von Spiegel Online oder die Nach­rich­ten­seite der BBC, pro­fitie­ren deut­lich vom schnel­leren Netz­werk. Erstaun­lich: Ein zum Ver­gleich her­ange­zoge­nes HSDPA-Handy eines anderen Her­stel­lers brauchte teil­weise länger, um die­sel­ben Seiten auf­zubauen», schreibt Matt­hias Kremp von Spiegel Online. Redak­teur Kremp macht für den Geschwin­dig­keits­vor­teil vor allem den iPhone-Browser «Safari» ver­ant­wort­lich, der ohne jede Verzögerung startet, während andere Browser die Seiten erst dann anzei­gen, wenn sie vollständig geladen sind.

Auch bei der Selbstortungsfunktion punktet das iPhone gegenüber der Kon­kur­renz. Es wertet nicht nur die Signale aus, die das GPS-Modul empfängt, sondern berech­net vorab seine ungefähre Posi­tion aus den benach­bar­ten Mobil­funk­mas­ten und WLAN-Netzen in der Umge­bung. Um als voll­wer­tiges Navi­gati­ons­gerät ein­gesetzt zu werden, fehlt es jedoch noch an der not­wen­digen Soft­ware. Die Google Maps im iPhone können zwar präzise den Stand­ort anzei­gen und grobe Rou­ten­emp­feh­lun­gen geben. Für eine Echt­zeit­navi­gation mit präzisen Anwei­sun­gen, wie bei­spiels­weise die Ansage «Nach 50 Meter rechts in den Turmweg ein­bie­gen», müsste es aber eine spe­zielle Anwen­dung geben. Navi­gati­onss­pezia­list Tomtom hatte im Vorfeld des iPhone-3G-Starts bereits ein ent­spre­chen­des Pro­gramm angekündigt. Es scheint aber noch nicht geklärt zu sein, ob diese Soft­ware auch von Apple für das iPhone zuge­las­sen wird.

Die Anwen­dun­gen von Drit­tan­bie­tern ver­treibt Apple über den «App Store», der direkt über das iPhone oder am PC via iTunes zur Verfügung steht. Zum Start standen über 560 Pro­gramme zum Dow­nload bereit, dar­unter fast 200 Spiele, aber auch ein AOL-Chat-Client, ein eBay-Pro­gramm und etliche Pro­duk­tivitätsan­wen­dun­gen. Rund 140 Anwen­dun­gen sind kos­ten­los, die meisten kos­ten­pflich­tigen Pro­gramme sind für unter zehn Euro zu haben.

Neben den beiden neuen Hard­ware-Funk­tio­nen (UMTS und GPS) verfügt das iPhone nun über die runder­neu­erte Soft­ware 2.0, die auch kos­ten­los für die erste iPhone-Gene­ration sowie als kos­ten­pflich­tiges Upgrade (acht Euro) für den iPod touch ange­boten wird. Das erneu­erte Betriebs­sys­tem macht das iPhone vor allem für Geschäfts­anwen­der inter­essant. So hat Apple die Micro­soft-Tech­nolo­gie «Active Sync» lizen­siert, um das iPhone an die all­gegenwärtigen Exchange-Server des Soft­ware-Riesen ankop­peln zu können. «Die Ein­rich­tung ist kin­der­leicht, und das Gebo­tene über­zeugt. In vielen Punkten ist das Apple-System leis­tungsfähiger als ein Mail for Exchange von Nokia oder das Active Sync auf Windows-Mobile-Geräten», schreibt FAZ-Tester Spehr.

An der Bild­schirm-Tasta­tur des iPhone schei­den sich wei­ter­hin die Geister: Spehr emp­fin­det das Schrei­ben auf der vir­tuel­len Tasta­tur als «beschwer­lich und gewöhnungs­bedürftig» und lobt im glei­chen Atemzug die Hard­ware-Tasta­tur des Black­berry. Andere Anwen­der weisen hin­gegen darauf hin, dass die Soft­ware-Tasta­tur des iPhone sich kon­tinu­ier­lich an den Benut­zer anpasse und nach einer gewis­sen Eingewöhnungs­phase auch dem Black­berry über­legen sei.

Kritisch gehen die Tester mit der Akku­lauf­zeit des neuen iPhones um. Walt Moss­berg vom Wall Street Journal hatte anfangs Mühe, mit einer vollen Akku­ladung über­haupt einen Arbeits­tag lang aus­zukom­men. Erst als er gelernt hatte, einige Ener­gie­spar­funk­tio­nen des iPhone aus­zunut­zen, zeigte sich das Apple-Handy weniger strom­hung­rig. Moss­berg und Edward Baig von USA Today emp­feh­len in diesem Zusam­men­hang, die 3G-Funk­tion aus­zuschal­ten, wenn man sie abseh­bar ohnehin nicht braucht.

Baigs Test­fazit lautet: «Apples iPhone 3G ist nicht perfekt, aber dicht daran». Spiegel-Mann Kremp meint dagegen, das iPhone 3G sei «bei weitem nicht so revo­lutionär wie sein Vorgänger, sondern nur ein evo­lutionärer Schritt nach vorn. Die Ergänzung von 3G-Netz­anbin­dung und GPS stopft die gröbsten Fehl­stel­len des Erst­lings. Die echten Neue­run­gen stecken dagegen in der Soft­ware - und die bekom­men auch die Besit­zer von iPhones der ersten Gene­ration kos­ten­los aufs Handy gespielt.» FAZ-Autor Spehr lobt «Charme, Cha­rak­ter und Auss­trah­lung» des iPhone und attes­tiert ihm «gute Voraus­set­zun­gen für eine erfolg­rei­che Zukunft».

Auf der Wunschliste der meisten Tester an Apple stehen eine längere Akku­lauf­zeit und ein aus­tausch­barer Akku sowie eine bessere Kamera mit Video-Funk­tion. Außerdem ver­mis­sen die Exper­ten eine «Copy&Paste»-Funk­tion zur Über­nahme von Infos aus der Mail in andere Anwen­dun­gen. Wei­ter­hin werden häufig die Tarife von T-Mobile als zu teuer kri­tisiert. Denn obwohl der Kauf­preis für das iPhone selbst deut­lich gesun­ken ist, sum­mie­ren sich die Gesamt­kos­ten auf die gesamte Ver­trags­lauf­zeit zu erkleck­lichen Beträgen zusam­men.

Im Gegen­satz zu früher wird es beim iPhone 3G nicht einfach möglich sein, mit einem starken Euro-Kurs im Rücken für wenig Geld ein Gerät in den USA zu kaufen und dann mit Hilfe einer soge­nann­ten Jail­break-Soft­ware in Deutsch­land ein­zuset­zen. Apple und AT&T rücken in den USA das neue iPhone nur noch mit einem akti­vier­ten Vertrag raus, so dass der Preis in unwirt­schaft­liche Höhen steigt. Damit dürfte auch mas­sen­hafte Nach­schub über den Atlan­tik für den deut­schen Graumarkt auf eBay weit­gehend ver­sie­gen. Von Chri­stoph Dern­bach, dpa

dpa-infocom


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