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Die Schokoladenseite finden: Tipps für Porträtfotos

Ofters­heim/Hamburg Es ist eine grau­sige Vor­stel­lung: in alte Foto­alben zu schauen und fest­stel­len zu müssen, dass man auf den Bildern dämlich aus­sieht. Hätte doch bloß jemand mal ein schönes Porträt gemacht!

Dabei ist es nicht schwer, Men­schen so fest­zuhal­ten, dass sie wirken wie sie selbst und nicht wie ein entrücktes Wesen. Wich­tiger als die Technik sind der Blick des Foto­gra­fen und seine Ein­stel­lung zur abzu­lich­ten­den Person: «Man darf das Model nicht als Sache sehen», warnt Calvin Hol­lywood, Foto­graf aus Ofters­heim in Baden-Württem­berg. «Ganz viel mit der Person reden - und nicht hinter der Technik ver­ste­cken», rät auch die Foto­gra­fin Sabine Petri-Wolff aus Hamburg. Profis sagen zu den Models oft Sachen wie «Ja, das hast gut gemacht». Laien schmun­zeln darüber, doch die Bestätigung sei wichtig.

Bei einem Porträt, das nur das Gesicht zeigt, kommt es beson­ders auf Augen, Mund und Nase an - «in dieser Rei­hen­folge», sagt Con­stanze Clauß vom Pho­toin­dus­trie-Verband in Frank­furt/Main. So sollte auf den Augen kein Schat­ten liegen. Und ein geschlos­sener Mund wirkt oft ver­knif­fen.

Die nötige Tiefe bekommt das Bild, wenn das Model eher von der Seite foto­gra­fiert wird. Dabei gilt seit­lich ein­fal­len­des Licht als vor­teil­haft: Es erzeugt eben­falls einen gewis­sen räumli­chen Ein­druck. Aller­dings darf dann die Nase keinen Schat­ten werfen.

Interessante Effekte bringt Gegenlicht - etwa einen Licht­kranz, der die Haare besser zu Geltung kommen lässt, so Con­stanze Clauß. Der Foto­graf muss aber auf­pas­sen, dass das Gesicht nicht zu dunkel wird und gege­benen­falls mit Blitz oder Auf­hel­ler arbei­ten. Wichtig ist auch ein Weißabgleich, um unge­wollte Farb­verfälschung zu ver­mei­den.

Auch der Hin­ter­grund ist wichtig: «Er darf nicht zu unruhig sein», sagt Sabine Petri-Wolff. Sitzt die Person im prächtigen Garten, muss der Betrach­ter sie auf dem Foto erst aus­fin­dig machen. Am besten wird daher so foto­gra­fiert, dass der Hin­ter­grund unscharf ist. Petri-Wolff rät, dabei eine Brenn­weite größer als 50 Mil­lime­ter zu ver­wen­den.

Die Technik spielt somit doch eine gewisse Rolle. Porträts lassen sich auch mit Kom­pakt­kame­ras machen. «Erst­klas­sig werden sie damit in der Regel aber nicht», sagt Con­stanze Clauß. Bridge­kame­ras mit großem Zoom, vor allem aber Spie­gel­reflex­kame­ras bieten mehr Möglich­kei­ten.

In Sachen Bild­kom­posi­tion rät Petri-Wolff, darauf zu achten, dass die Person sich nicht in der Bild­mitte befin­det. Das emp­fin­det der Betrach­ter meist als unschön. Der Span­nungs­punkt sollte etwas abseits des geo­metri­schen Mit­tel­punk­tes liegen - Stich­wort: Gol­dener Schnitt.

Wird der Mensch mit dem gesamten Körper abge­lich­tet, wird er am besten in Aktion gezeigt. Dabei gilt es, Körper­span­nung zu erzeu­gen. Genau darauf zielt die berühmte Frage nach dem Vögelchen ab. Bei Kindern lässt sich dazu etwa ein Spiel­zeug ein­bezie­hen.

Für ein gutes Porträt genügt es nicht, zwei- oder dreimal auf den Auslöser zu drücken. Calvin Hol­lywood foto­gra­fiert das Model zunächst aus ver­schie­denen Per­spek­tiven mit unter­schied­lichen Ein­stel­lun­gen. «Wir sehen uns dann gemein­sam die ersten Auf­nah­men an. Das Model erzählt mir, welche Bilder es beson­ders mag, und ich weiß, wie die Fotos wirken.» Daraus ergeben sich Ideen für das weitere Vor­gehen. Von Sven Appel, dpa

dpa-infocom


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