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Tattoos entfernen: Am besten mit dem Laser

Berlin Eigent­lich sollte die Tätowie­rung für immer bleiben, doch plötzlich wird sie lästig.

Mal ist das Motiv out, mal steckt ein beruf­licher Auf­stieg dahin­ter, oder die neue Part­nerin will nicht mehr ständig den Namen der Ex-Freun­din auf seiner Schul­ter sehen.

«Wenn sich die Lebensumstände verändern, will manch einer die eintätowier­ten Symbole oder Namen wieder los­wer­den», bestätigt Ursula Albrecht, Chefärztin der Der­mato­logie am Vivan­tes-Kli­nikum Berlin-Spandau. Und mitt­ler­weile gibt es zuverlässige Metho­den dafür.

«Die effek­tivste Vor­gehens­weise ist das Lasern, bei der es auch nur selten zu Nar­ben­bil­dun­gen kommt», erklärt die Der­mato­login Maja Hofmann, Laser-Exper­tin an der Ber­liner Charité. «Dabei werden die Farb­pig­mente, die in die Haut gesto­chen wurden, ver­sprengt.» Die Dauer einer solchen The­rapie hängt vor allem von der Größe der Tätowie­rung ab und wie auf­wen­dig diese einst gesto­chen wurde. «Für Profitätowie­run­gen, die oft mehr Pig­mente und mehr Farben haben, muss man daher ungefähr 12 bis 15 Sit­zun­gen ein­pla­nen», sagt Hofmann. «Die nicht so tief gesto­che­nen und meist ein­far­bigen Lai­entat­toos lassen sich dagegen in fünf bis sieben Sit­zun­gen weg­lasern.»

Die Laserbehandlung ist teuer. «Der Preis für eine Sitzung hängt dabei von der Größe der Tätowie­rung ab, meist kostet sie aber zwi­schen 50 und 200 Euro», schätzt Hofmann. Rechnet man alles zusam­men, kann die Tattoo-Ent­fer­nung schnell einige tausend Euro kosten. Das muss der Patient meist aus eigener Tasche finan­zie­ren. «Die Kran­ken­kas­sen sind da rabiat und zahlen die Behand­lung nicht, weil sie den Stand­punkt haben, dass es sich um eine kos­meti­sche Sache handelt», erklärt Der­mato­login Albrecht.

Die zeit­auf­wen­dige Behand­lung verläuft nicht gänzlich schmerz­frei. «Der Schmerz wird aller­dings unter­schied­lich emp­fun­den, je nach Emp­find­lich­keit und Körper­stelle», erläutert der Haut­arzt Harald Bresser aus München. «Man kann ihn in etwa ver­glei­chen mit dem Schnip­pen eines Gum­miban­des gegen die Haut.» Während manche Pati­enten das weniger unan­genehm als das Tätowie­ren selbst fänden, würden andere beim Lasern deut­lich leiden. «Bei Bedarf arbei­tet der Arzt mit einer schmerz­lin­dern­den Creme, einer örtli­chen Betäubung oder einem Schmerz­mit­tel», sagt der Experte.

Für die Zeit nach der Behandlung gilt es eben­falls, einiges zu beach­ten: «Die behan­del­ten Areale dürfen meist drei Tage lang nur sehr vor­sich­tig gewa­schen werden», erklärt Bresser. «Danach kann sich der Patient an den betrof­fenen Stellen wieder mit warmem Wasser waschen und duschen, bevor er sie zum Trock­nen vor­sich­tig abtupft.» Krusten oder Blasen dürfen nicht abge­kratzt oder ent­fernt werden. Sechs bis zwölf Wochen nach der Laser­the­rapie sei die neue Haut zudem noch son­nen­emp­find­licher und müsse daher geschützt werden.

Der Laser ist aller­dings nicht die einzige Möglich­keit, Tätowie­run­gen zu besei­tigen. «Sie können auch ope­rativ ent­fernt werden, wenn Form und Größe nicht zu aus­ladend sind», sagt Haut­arzt Bresser. «Unter örtli­cher Betäubung wird die farbige Haut dann einfach her­aus­geschnit­ten.» Je nach Größe wird die Stelle ansch­ließend mit Haut-Trans­plan­taten oder durch Ver­schie­bun­gen von Hauta­rea­len bedeckt. «Dieser Ein­griff emp­fiehlt sich aber nur für längliche, nicht zu große Tattoos», sagt Albrecht. Ein klarer Vorteil dieser Methode sei die endgültige Besei­tigung durch einen ein­mali­gen Ein­griff. Aller­dings ist das auch immer mit einer Narbe ver­bun­den. Von Aliki Nas­sou­fis, dpa

dpa-infocom


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