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Betty Heidler trifft es hammerhart: Nur Neunte

Peking Aus und vorbei - bevor es überhaupt richtig angefangen hatte.

Weltmeisterin Betty Heidler blieb in Peking im Käfig ihrer unerfüllten Hoffnungen gefangen.

Zweimal donnerte die Hammerwerferin das vier Kilo schwere Gerät ins Netz, nur einmal fand es den Weg durch die sechs Meter breite Öffnung und landete bei enttäuschenden 70,06 Metern. Als Neunte nach drei Durchgängen verpasste Heidler das Finale der acht Besten und musste ihre Tasche packen. «Es ist nicht so, dass die Welt untergeht», meinte sie erstaunlich gelassen und wirkte, als hätte sie es noch gar nicht begriffen.

In ihren Ohren steckten silberne vierblättrige Kleeblätter und auch an dem Halskettchen hing eines - doch das Glück hatte Heidler verlassen. Aber war es wirklich nur Pech? «Wenn man so schlecht reinkommt und weiß, es ist Olympia, dann spielen auch die Nerven eine Rolle», erklärte die 24-Jährige und lieferte gleich einen Widerspruch hinterher: «Vielleicht war ich einen Tick zu sicher.» Ihre Aussage von den deutschen Meisterschaften («Ich brauche einen neuen Kopf») wollte sie jedoch nicht mehr hören und verdrehte die Augen: «Den Satz habe ich schon abgearbeitet.»

Technisch habe sie «schlecht» geworfen - wie schon häufiger in dieser Saison. «Der letzte Versuch war nicht explosiv genug. Das Aus ist nicht ganz so überraschend gekommen», räumte sie ein und setzte an zu einer Grundsatzerklärung: «Der Laie kann sich das gerne mal angucken. Die vier Drehungen sind so hoch kompliziert. Da reicht der kleinste Fehler und es funktioniert nicht mehr.» Richtig rund lief es bei der Weißrussin Oksana Miankowa, die mit 76,34 Metern Olympia-Gold holte. Zweite wurde die Kubanerin Yipsi Moreno (75,20) vor der Chinesin Zhang Wenxiu (74,32).

Als einzige Weltmeisterin im 59-köpfigen deutschen Team war Heidler angereist. Erwartungsvoll betrat sie um 18.47 Uhr den Innenraum des «Vogelnestes». «Jetzt werfe ich mit um die Medaillen», hatte sie nach ihrem souveränen Auftritt in der Qualifikation gesagt. Doch um 20.03 Uhr war ihre Olympia-Mission bereits beendet. Vor vier Jahren in Athen hatte sie sich riesig über Platz vier gefreut, jetzt verließ sie mit geröteten Wangen die Arena. Vom größten Tiefschlag ihrer Karriere wollte die deutsche Rekordhalterin nicht sprechen. «Es ist enttäuschend, aber nicht so schlimm wie in Helsinki.» Bei der WM 2005 war sie bereits in der Qualifikation gescheitert.

dpa-infocom


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Blog aus Beijing zu den Olympischen Spiele 2008
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