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2. Gold für Bolt - Hockey-Damen spielen um Bronze

Peking Usain Bolt ist mit einem zweiten Fabel-Weltrekord der Sprint-König dieser Spiele, die deutschen Leichtathleten sind nur noch das olympische Fußvolk.

Der Jamaikaner verbesserte über 200 Meter in 19,30 Sekunden den für unantastbar gehaltenen Weltrekord des Amerikaners Michael Johnson von 1996 um 2/100 Sekunden und lieferte nach seiner Bestmarke über 100 Meter (9,69) einen weiteren magischen Moment. Knapp zwei Stunden vor seinem 22. Geburtstag degradierte Bolt bei den Olympischen Spielen in Peking die keineswegs schwache Konkurrenz zu Mitläufern.

«Das war alles anderes als einfach! «Ich bin geschockt, ich bin regelrecht geschockt. Ich bin so lange hinter dem Weltrekord hergejagt», sagte der 1,96 Meter große Modellathlet. «Das ist eines der größten Talent, das ich jemals gesehen habe», sagte Johnson und fügte anerkennend hinzu: «Superman 2»

Hingegen zerschellten die Medaillenhoffnung von Hammerwurf-Weltmeisterin Betty Heidler am Käfig. Schon nach dem Vorkampf konnte die Mitfavoritin aus Frankfurt am Main ihre Tasche packen. Tim Lobinger (München) scheiterte in der Stabhochsprung-Qualifikation; dem WM-Dritten Danny Ecker (Leverkusen) und Raphael Holzdeppe (Zweibrücken) genügten 5,65 Meter statt der eigentlich geforderten 5,75 für das Finale am 22. August. Die Siebenkampf-Zweite Ludmilla Blonska (Ukraine) wurde positiv auf Anabolika getestet und muss als Wiederholungstäterin mit einer lebenslangen Sperre rechnen.

Kläglich scheiterte Heidler beim Sieg der Weißrussin Oksana Miankowa. «Wenn man so schlecht reinkommt und weiß, es ist Olympia, dann spielen auch die Nerven eine Rolle», sagte sie erstaunlich gefasst wirkend. Die ersten beiden Versuche der 24-Jährigen landeten nicht wie erhofft weit jenseits der 70-Meter-Marke, sondern im Netz und am Metall des Wurfkäfigs.

Um als Achte drei weitere Versuche machen zu dürfen, entschied sich Heidler für einen Sicherheitsversuch durch die sechs Meter breite Öffnung. 70,06 bedeuteten zunächst tatsächlich Platz acht und ein leichtes Lächeln der Erleichterung huschte über ihr Gesicht. Doch bereits die nächste Konkurrentin warf weiter und besiegelte das Desaster der Weltmeisterin, die bei der WM 2005 in Helsinki in der Qualifikation gescheitert war. Olympiasiegerin Miankowa kam auf 76,34 Meter. Silber ging an die Kubanerin Yipsi Moreno (75,20) vor Zhang Wenxiu aus China (74,32).

Anders als bei seinem Triumph über die 100 Meter zog Bolt über die doppelte Distanz bis zur Ziellinie durch und schaffte als erster Sprinter seit Carl Lewis (USA) 1984 in Los Angeles das olympische Kurzstrecken-Double. Insgesamt ist dies seit 1904 neun Leichtathleten gelungen. Mit Jamaikas 4 x 100-Meter-Staffel kann der schnellste Mann der Welt sein drittes olympisches Gold und damit sogar das Sprint-Triple schaffen. Platz zwei ging an Shawn Crawford (USA/19,96), Bronze bekam Walter Dix (USA/19,98), weil Wallace Spearmon (USA) und Churandy Martina (Niederländische Antillen) wegen Verlassens ihrer Bahn disqualifiziert wurden. Ein deutscher Läufer war nicht am Start.

Melaine Walker holte Minuten nach Bolts Coup für Jamaika die vierte Sprint-Goldmedaille. Über die 400 Meter Hürden ließ sie in 52,64 Sekunden Sheena Tosta (USA/53,70) und die Britin Tasha Danvers (53,84) hinter sich.

Als «Riesenverarschung» kritisierte Deutschlands schnellster Sprinter Tobias Unger den olympischen 100-Meter-Lauf mit dem ersten Weltrekord Bolts. «Im Zwischenlauf hat sich Bolt nicht mal warmgelaufen», sagte der 29-jährige Schwabe in einem Interview mit der «Sport Bild». «Der kam in Badehose und Joggingschuhen, hat eine Steigerung und einen Start gemacht, seine Spikes angezogen und ist dann die 100 Meter in 9,92 Sekunden gejoggt.»

Von 59 Athleten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) haben in Peking bisher nur fünf Endkampf-Platzierung erreicht - Hochsprung- Talent Raul Spank (Dresden) war als Fünfter die einzige positive Überraschung. Trotz ihrer Enttäuschung blieb Hammerwerferin Heidler optimistisch: «Ich gehe davon aus, dass wir nicht ohne Medaille nach Hause fahren. Die Stimmung ist eigentlich gut im Team.»

dpa-infocom


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Blog aus Beijing zu den Olympischen Spiele 2008
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