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Musik

Why? live in Köln bei der c/o pop

amburg Die kalifornische Band Why? holte im Rahmen des Musikfestivals c/o pop ihren lang erwarteten und mehrfach verschobenen Live-Auftritt im Kölner Gebäude 9 nach.

Dass es sich bei Why? nicht um eine Durchschnitts-Band handelt, wurde spätestens bei der fast schon unübersichtlichen Instrumentverteilung offensichtlich. Der Drummer spielte nicht nur Schlagzeug, sondern häufig parallel Xylophon, sang fast bei jedem Stück und holte auch einmal den Bass raus. Der Sänger spielte während des gesamten Auftritts über Schlagzeug und war auch an den Keyboards zu finden. Der Keyboarder hingegen spielte auf seinen Tasteninstrumenten, sang dabei genau so häufig wie der Schlagzeuger und half häufig mit der Gitarre aus. Der Bassist hatte dagegen einen fast langweiligen Job, da er sein Instrument nie tauschte und auch nicht sang.

Unübersichtlich wie die Instrumentverteilung waren auch die Vergleiche, die sich während des Why?-Konzerts immer wieder aufdrängten. Der häufig dreistimmige Gesang erinnerte in seiner Ironie und Distanziertheit nicht selten an die US-amerikanische Band Cake. Sofern der Sänger bei manchen Stücken mehr rappte als sang, waren die Hip Hopper von De La Soul nicht weit entfernt.

Wenn der Schlagzeuger das Xylophon bearbeitete, schaute in manchen Momenten die Instrumentalband Tortoise um die Ecke. Die aus diesen Referenzen entstehende Musik spielt sich irgendwo zwischen selbstironischem Hip- Hop und Indie- sowie Postrock ab, klang dabei allerdings überraschend organisch und wurde von den professionellen Musikern fehlerfrei auf den Punkt gebracht.

Nach dem regulären Set von Why? , der von dem weitgehend aus Fans bestehenden Publikum begeistert aufgenommen wurde, folgten zwei Zugaben, bevor die Band nach insgesamt knapp 90 Minuten die Bühne endgültig verließ. Zurück blieb ein begeistertes Publikum, dessen Erwartungen mehr als erfüllt wurden, und das bei noch folgenden Festivaltagen der c/o pop auf ähnlich sympathische und qualitative hochwertige Konzerte und Partys hoffen durfte.

www.myspace.com/whyanticon

www.tomlab.de/

dpa-infocom