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Musik

Eric Clapton «beamte» Fans in eine andere Welt

Wiesbaden (dpa) ­ Viele Worte machte er nicht. Doch dafür bot er Musik auf allerhöchstem Niveau: Blues- und Rocklegende Eric Clapton begeisterte beim Abschlusskonzert seiner Deutschlandtour am Dienstagabend in Wiesbaden die etwa 15 000 Fans auf dem fast ausverkauften Kurhausvorplatz.

Gebannt verfolgten die Gäste die virtuosen Künste des 63-Jährigen und seiner musikalischen Begleiter. Der Brite, der vor 45 Jahren seine Karriere startete, verwöhnte das Publikum zwei Stunden lang mit Blues und jeder Menge Hits.

Das Konzert geriet zu einem abwechslungsreichen Spaziergang durch die Pop-Geschichte, die Clapton zu beachtlichen Teilen mitgeschrieben hat. Er spielte die Hits seiner eigenen Bands von «The Cream» über «Blind Faith» und «Plastic Ono Band» bis hin zu «Derek and the Dominos», Titel seiner in den 70er Jahren begonnenen Solo-Karriere und Cover-Versionen wie etwa des Jimi-Hendrix-Songs «Little Wing».

«Slowhand», wie ihn seine Verehrer nennen, absolvierte sein Programm optisch und musikalisch lässig. In T-Shirt und Jeans kam er auf die Bühne und spielte seine Gitarre wie beiläufig. Über Großbildleinwände konnten die Fans seine Fingerfertigkeit bewundern. Viele ließen sich aber lieber mit geschlossenen Augen von der Musik davon tragen. «Der beamt dich in eine andere Welt, unglaublich», wiederholte eine Konzertbesucherin mehrmals im Verlauf des Abends.

Zwar wurden jeder Song und manche Solopassage kräftig bejubelt, typische Konzertstimmung kam trotzdem nicht auf. Das lag sicher zum einen an den sehr dicht angeordneten Stuhlreihen, die kaum Bewegung zuließen, zum anderen aber auch an der mehr auf Zuhören und stilles Genießen angelegten Musik. Psychedelische Lichteffekte verstärkten die andächtig intensive Atmosphäre.

Immer wieder gab Clapton den Mitgliedern seiner brillanten Band Gelegenheit, ihr Können zu beweisen. Meisterleistungen vollbrachten nicht nur die Musiker, sondern auch die Techniker. Sie sorgten für einen kristallklaren Sound bis in die letzte Reihe. Mit einer einzigen Zugabe («Crossroads») und mehreren Verbeugungen verabschiedete sich ein introvertiert wirkender Clapton von Wiesbaden und Deutschland.

www.ericclapton.com Von Max Blosche, dpa

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