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Unterwegs im Burgen-Land: Die Pfalz

Neustadt/Wein­straße (dpa/tmn) - Der berühmteste Besu­cher von Burg Trifels war ganz sicher vor allem darüber froh, sie wieder ver­las­sen zu dürfen: Eng­lands König Richard Löwenherz saß dort im Jahr 1193 als Gefan­gener.

Wer das Gemäuer im Süden der Pfalz heute besucht, tut das frei­wil­lig. Und er muss nicht weit fahren, um im Pfälzer Wald oder an der Wein­straße weitere Ruinen, Burgen und Schlösser zu ent­decken.

Man kann sich heute noch lebhaft vor­stel­len, dass seine Bewa­cher Richard Löwenherz genau im Auge hatten, als sie ihn zur Burg führten: Diese glänzt auf dem höchsten von drei kegelförmigen Bergen ober­halb des Städtchens Ann­wei­ler in der Sonne. Von dort aus geht es in engen Ser­pen­tinen durch mehr oder weniger dichten Wald hinauf. Da wäre es ein Leich­tes für den Gefan­genen gewesen, in einem unbe­obach­teten Augen­blick durchs Unter­holz zu türmen. Oben ange­kom­men, gibt es in dem Gemäuer aller­dings nicht so richtig viel zu sehen. Dafür ist die Aus­sicht umso spek­takulärer.

Im Ver­gleich zu Burg Trifels in sehr kurzer Zeit fer­tig­gestellt war die Villa Lud­wigshöhe ober­halb von Eden­koben an der Wein­straße. Ihr Bauherr war König Ludwig I. von Bayern, wozu die Pfalz damals gehörte. Als der Bau 1852 vollen­det war, war Ludwig zwar kein König mehr. Trotz­dem kam er bis zu seinem Tod regelmäßig an die Wein­straße. Das ist leicht nach­zuvoll­zie­hen: Die Prunkräume sind an hei­teren Tagen son­nen­durch­flu­tet. Wer es nicht besser weiß, könnte meinen, er sei in Italien. Auch der Blick von der dop­pelstöckigen Loggia mit ihren antik anmu­ten­den Säulen über die Wein­straße ist herr­lich.

Wer es noch besser haben will , muss sich ledig­lich ein paar Meter von der Villa ent­fernt in die Seil­bahn setzen und zur Riet­burg hinauf gondeln. Sie ist schon seit dem Dreißigjährigen Krieg eine Ruine, hat aber drei Vorzüge: Erstens reicht die Aus­sicht bei schönem Wetter bis zum Schwarz­wald auf der anderen Seite des Rheins. Zwei­tens lässt sich von hier aus zu Wan­derun­gen starten. Und zum Dritten gibt es eine bewirt­schaf­tete Ter­rasse mit Pfälzer Spe­zia­litäten. 

Nur ein paar Kilo­meter von der Villa und der Riet­burg ent­fernt ist jener Ort, an dem 1832 die Massen gegen die Obrig­keit auf­begehr­ten und den Stein in Rich­tung deut­scher Demo­kra­tie ent­schei­dend ins Rollen brach­ten: das Ham­bacher Schloss. In diesem wird zwar noch bis 2009 hier und da moder­nisiert. Wer aber nur ein biss­chen für Geschichte übrig hat, lässt sich davon nicht stören. Denn hier gibt es Fas­zinie­ren­des zu sehen, etwa das Wirts­haus­schild «Zum König von Preußen» mit den Ein­schusslöchern.

Wer von Neustadt aus, auf dessen Gemar­kung das Ham­bacher Schloss steht, in den Pfälzer Wald hineinfährt, kann quasi eine Reise ins tiefe Mit­tel­alter unter­neh­men. Über den Dächern von Lam­brecht thront Burg Fran­ken­stein. Von einer kleinen Kirche aus sind es rund zehn Minuten zu Fuß bis zu der Ruine. Aller­hand Trepp­chen, dicke Mauern und fins­tere Nischen gibt es hier.

All das lässt sich auch weiter nördlich im Tal hinter Bad Dürkheim erleben, aller­dings zwei Nummern größer. Die Ruine Har­den­burg, zu der eben­falls ein rut­schi­ger Weg führt, ist eine beein­dru­ckende Anlage. Das gilt das ganze Jahr über und nicht bloß Ende Sep­tem­ber, wenn dort ein großes Mit­tel­alter­fest gefei­ert wird.

Informationen: Pfalz-Touristik , Martin-Luther-Straße 69, 67433 Neu­stadt, Telefon: 06321/391 60, E-Mail: info@pfalz-tou­ris­tik.de

Rund um die Pfalz: www.pfalz-tou­ris­tik.de

Burgen: www.burgen-rlp.de Von Florian Oertel, dpa

dpa-infocom