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Weserradweg: Tour in vier Bundesländer

Hann.Münden/Bremen Weite Felder, Wiesen und Alleen, idyl­lische Dörfer und Altstädte mit Fach­werkhäusern - der Weser­rad­weg zwi­schen Cux­haven und Hann.Münden ist eine Ent­deckungs­tour durch die Natur und His­torie.

Den Fluss­lauf entlang führt die Reise auf mehr als 500 Kilo­metern auf dem Fahrrad durch Natur­schutz­gebiete und in die his­tori­schen Innenstädte von Bremen, Hameln, Minden, Höxter oder Hann.Münden, wo Werra und Fulda zur Weser zusam­men­fließen. Schlösser,

Klöster, Museen und reich verziertes Fach­werk gehören ebenso zur Tour in vier Bundesländer wie die Legen­den und Mythen vom Rattenfänger von Hameln, dem Lügen­baron von Münch­hau­sen oder Dr. Eisen­barth.

«Es ist eine Ein­stei­ger­route», sagt der Tou­ris­mus­refe­rent des All­gemei­nen Deut­schen Fahrrad-Clubs (ADFC), Wolf­gang Richter. «Von der Topo­gra­phie her ist sie nicht so anspruchs­voll und lange Abschnitte sind auto­frei.» Schätzungen zufolge nutzen jährlich rund 150 000 Rad­fah­rer das umfang­rei­che, aus­geschil­derte Wege­sys­tem. «Der Weser­rad­weg gehört zu den belieb­tes­ten Routen in Deutsch­land.»

Asphalt, Schotter, Kopfstein und Wald­wege - der Weser­rad­weg führt in Nie­der­sach­sen, Nord­rhein-West­falen, Hessen und Bremen an Gutshöfen, Koppeln, Weiden und Uferböschun­gen vorbei durch Vogel­schutz­gebiete in kleine und große Städte. Immer wieder bieten Schau­tafeln die Möglich­keit, sich über die Beson­der­hei­ten der Land­schaft und zum Bei­spiel der hei­mischen Vögel wie Milane, Fisch­adler, Was­serral­len oder Zwerg­tau­cher. Die Stre­cken­abschnitte lassen sich mit einer Rad­wan­der­karte belie­big planen.

In manchen Orten besteht auch die Möglich­keit, Rad und Gepäck abzu­geben, um eine Besich­tigungs­tour zu Fuß zu starten. Roland und his­tori­sches Rathaus in Bremen, Wel­fen­schloss in Hann.Münden, Rattenfänger­haus in Hameln, Schloss und dir 822 gegründete Abtei Corvey bei Höxter zeugen auf der Route von der facet­ten­rei­chen Geschichte der ganzen Region. Neben Kultur und Besich­tigungs­tou­ren durch die Städte gibt es aber auch Aus­flugs­fahr­ten auf der Weser oder Möglich­kei­ten zu Touren mit einem Kanu oder einem Ruder­boot. «Man kann viele andere Sachen machen, aber die Leute bleiben dann doch meis­tens auf dem Fahr­rad­sattel», sagt ADFC-Refe­rent Richter.

Unterkünfte gibt es vom Campingplatz über Jugend­her­ber­gen, Pen­sio­nen, Hotels oder privat ver­mie­teten Zimmern in allen Preis­klas­sen. Zur Feri­enzeit sollten nach den Worten von Richter Rei­segrup­pen aller­dings schon von unter­wegs aus ver­suchen, gegen Mittag eine Unter­kunft tele­fonisch zu buchen.

Ausgebuchte Unterkünfte können schnell dazu führen, dass man 20 bis 30 Kilo­meter zusätzlich in die Pedale treten muss. Infor­matio­nen zu Über­nach­tungsmöglich­kei­ten gibt es in den Rad­wan­der­kar­ten. Eine andere Möglich­keit sind die Tou­ris­mus­infor­matio­nen in den ein­zel­nen Städten. Aber auch Ein­hei­mische auf der Straße oder in Geschäften können manch­mal wei­ter­hel­fen und geben auch sonst nützliche Tipps über die Tücken der Strecke. Rei­sever­anstal­ter bieten zudem auch kom­plett durch­orga­nisierte Fahrten mit gebuch­ten Zimmern und Gepäcktrans­port an.

Bei schlechtem Wetter können ganze Stre­cken­abschnitte auch mal mit der Bahn oder auf dem Fluss mit einem Schiff zurückge­legt werden. Ärger­lich ist nur, wenn während der Tour die Beschil­derung der Strecke fehlt, Rad­fah­rer zu kilo­meter­lan­gen Umwegen gezwun­gen werden. «Das Problem der Pflege und Wartung haben alle Routen», sagt Richter. Weg­wei­ser werden demo­liert oder abge­schraubt. «Es gibt halt Leute, die sich gerne mal ein Sou­venir mit­neh­men.»

Allgemeiner Deut­scher Fahrrad-Club: www.adfc.de Von Oliver Pietsch­mann, dpa

dpa-infocom