IVWPixel Zählpixel
kalaydo.de kalaydo.de Jobs Auto kaufen Immobilien Kleinanzeigen Bei kalaydo.de inserieren In der Rhein-Zeitung und ihren Heimatblättern inserieren Zeitungsanzeige aufgeben kalaydo.de
RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Reise   » News  » Deutschland  » Gesundheit  » Katalog  » Recht  » Traumziele  » Tipps  » Galerie

Mit dem Kanu durch Skandinaviens hohen Norden

Oslo/Stock­holm Beinahe lautlos gleiten die Kanus über den See. Die Sonne strahlt und lässt die Was­serfläche glit­zern.

Langsam zieht das Ufer vorbei. Busch­werk und Farne wachsen im Schat­ten von Erlen und Birken.

In versteckten Buchten treiben Seerosen im Wiegen der Wellen, zwi­schen bemoos­ten Fels­bro­cken türmen sich aus­gebli­chene Äste zu Biber­bur­gen. Gele­gent­lich sieht man einen ihrer Bewoh­ner durchs Wasser gleiten. Der Norden Skan­dina­viens bietet manch­mal Sze­nerien, die aus James Feni­more Coopers «Leder­strumpf»-Epos stammen könnten.

Die Zivi­lisa­tion scheint unend­lich weit weg. Jeder Pad­del­schlag treibt die Boote weiter hinein in eine unberührte Natur. Die Stunden des gleichmäßigen Dahinglei­tens werden nur unter­bro­chen, wenn die Kanus ent­laden und geschul­tert werden müssen. Die Füße suchen dann Halt zwi­schen Wurzeln, Steinen und Hei­dekraut. Die Schul­tern schmer­zen, der Schweiß rinnt, und doch muss danach auch noch das Gepäck über die Landenge getra­gen werden. Die Abkühlung im Wasser des nächsten Sees ist der Mühe Lohn.

Wer keine wirbelnden Stromschnellen und reißenden Strömungen braucht, der paddelt in aller Ruhe über die Seen Nor­wegens, Schwe­dens oder Finn­lands, die so zahl­reich zu finden sind wie Kirchen im Süden Europas. Und dort, wo sich mehrere Gewässer in kurzem Abstand anein­ander­rei­hen, kann man tage­lang die Frei­heit der Trapper genießen. Im Gegen­satz zum Kajak lässt sich ein Kanu recht einfach entern. Nur auf den ersten Blick erscheint es wacke­lig und es erweist sich als überaus ken­ter­fest.

Am besten paddelt es sich zu zweit. Den Rhyth­mus bestimmt der Vor­der­mann, wer im Heck sitzt, passt sich dessen Zügen an. Die Hand­habung der Paddel hat man schnell heraus. Meiden sollten Ungeübte aller­dings die offene Weite großer Was­serflächen: Wenn dort draußen der Wind richtig zupackt, ist schon etwas mehr Können gefragt, um das Kanu auf Kurs zu halten.

Zwischen den Paddlern türmt sich das Rei­segepäck: Zelte, Schlafsäcke, Kocher, Lebens­mit­tel. Denn in Skan­dina­vien gilt das «Jeder­manns­recht» zur freien Nutzung der Natur - Über­nach­tung inklu­sive. Am Abend müssen die Paddler einen geeig­neten Lager­platz finden, wo sie die Zelte auf­schla­gen können. Auf einer Insel oder Land­zunge am besten, die einen baum­freien, fel­sigen Ufer­strei­fen bietet, wo ein Lager­feuer ent­facht werden kann.

Kanufahren hat in allen Ländern des Nordens Tra­dition und überall dort, wo es geeig­nete Gewässer gibt, können auch die dazugehörigen Fahr­zeuge gemie­tet werden. Sport­hotels, Cam­pingplätze und Jugend­her­ber­gen, Ruder­clubs natürlich, aber auch Cafés in Ufernähe - schon ab umge­rech­net etwa 15 Euro am Tag gibt es zahl­rei­che Möglich­kei­ten zur Beschaf­fung des fahr­baren Unter­sat­zes. Der ein­fachste Weg ist dabei der zum nächsten örtli­chen Tou­ris­tenbüro: Oft haben diese selbst ein paar Kanus parat - und wenn nicht, dann wissen sie zumin­dest, wo es welche gibt.

Informationen: Innovation Norway , Post­fach 11 33 17, 20433 Hamburg, Telefon: 0180/ 500 15 48 (für 14 Cent pro Minute); VisitSwe­den, Stor­tor­get 2-4, SE-83130 Öster­sund, Telefon: 069/22 22 34 96; Finnish Tourist Board, P.O. Box 625, Töölönkatu 11, FI-00101 Hel­sinki

Norwegen: www.visit­nor­way.de

Schweden: www.visits­weden.com

Finn­land: www.visit­fin­land.de Von Matt­hias Huth­macher, dpa

dpa-infocom