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Grillen mit Hund und ohne Stress

Hamburg/Bonn Endlich Woche­nende, und die Sonne strahlt - also Steaks gekauft, die Kühlbox gepackt, in den Park und den Grill ange­wor­fen. Da will und soll auch der Hund dabei sein.

Aber Vor­sicht: Bei lecke­rem Geruch von Fleisch und Grillwürsten ver­gisst selbst der bravste Vier­bei­ner leicht seine Erzie­hung und tut, was er nicht darf: Er bedient sich. Deshalb beach­ten Halter besser einige Dinge, damit das Grillen für alle zum stress­freien Vergnügen wird.

Auch wenn die Kulleraugen noch so groß sind und der Blick noch so treu­her­zig wird: Hunde sollten auf keinen Fall Grill­fleisch oder auch nur Reste des Gebrut­zel­ten bekom­men. «Grill­fleisch ist meist schon mari­niert und gewürzt, das können Hundemägen nicht ver­tra­gen», sagt Martina Schnell von der Stif­tung für Tier­schutz Vier Pfoten in Hamburg.

«Das Verfüttern von Grill­res­ten mit Kno­chen­antei­len kann sogar lebens­bedroh­lich werden», warnt Tierärztin Tina Hölscher von Aktion Tier in Berlin. Kno­chen­split­ter können Darmwände durch­boh­ren, wodurch Fut­ter­par­tikel in die Bauchhöhle gelan­gen. Das kann dra­mati­sche Entzündungen zur Folge haben. Die meisten Halter denken dabei nur an Hühner­kno­chen. «Die split­tern auf­grund ihres Aufbaus am stärksten. Aber auch andere Knochen sind gefährlich und können brechen.»

Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist die Aujez­kysche Krank­heit. Sie kann über rohes Schwei­nefleisch auf Hunde übert­ragen werden. «Das ist eine ganz fiese Krank­heit mit tollwutähnli­chen Sym­pto­men», sagt Martina Schnell. Für Men­schen ist sie ungefährlich, aber Hunde können daran sterben. Selbst halb­gares Schwei­nefleisch, das der Vier­bei­ner in einem unbe­obach­teten Augen­blick vom Grill zieht und frisst, könne gefährlich sein.

Hat das Tier stark gewürztes oder rohes Fleisch ver­speist oder sich einen Knochen ein­ver­leibt, sollten die Halter «genau beob­ach­ten, ob der Hund viel hechelt und ob es ihm sicht­lich schlech­ter geht», sagt Hölscher. Hat er Ver­stop­fung und Pro­bleme mit dem Abset­zen von Kot, könne ihm pro zehn Kilo Körper­gewicht ein Esslöffel pflanz­liches Öl oder Milch­zucker ver­abreicht werden. Im Zweifel schnappt sich der Halter den Hund aber besser und geht mit ihm zum Tier­arzt. Der kann ihn auch noch zwei Stunden nach dem Fressen zum Erbre­chen bringen.

Aber wie verhindert der Besitzer , dass es über­haupt soweit kommt oder dass der Hund um den Rost und die Kühlbox schleicht, so dass weder er noch die Zwei­bei­ner Spaß haben? Am besten klappt das, indem er vorher zu Hause gefüttert wird, rät Martina Schnell. Wer dazu keine Zeit hat oder auf Nummer sicher gehen will, nimmt die übliche Fut­ter­ration und den Napf mit.

Etwas mehr an Vor­sorge kann aber trotz­dem nicht schaden. Matt­hias Backes, Präsident des Deut­schen Grill-Vereins in Bonn, emp­fiehlt, das Fleisch und die Würste möglichst hoch und somit nicht in Reich­weite des Vier­bei­ners zu lagern.

Reste gehören hundesicher entsorgt - «in robuste Mülleimer, oder man packt sie wieder zurück in die Kühlbox. Dann müsste der Hund erst einen Reißver­schluss bedie­nen, um dran­zukom­men», rät Backes. Die größte Vor­sicht hilft aber nichts, wenn ein gefräßiger Hund sich kur­zer­hand bei anderen Park­besu­chern bedient. Deshalb gilt es, auch die Mülleimer oder Plas­tiktüten nebenan im Auge zu haben.

«In jedem Fall braucht der Hund auch beim Grillen immer reich­lich fri­sches Wasser zum Trinken», sagt Martina Schnell. Beim Brut­zeln im öffent­lichen Park emp­fiehlt Backes, sich vorher zu erkun­digen, ob der Hund dort frei her­umlau­fen darf. Aber selbst wenn das erlaubt ist, emp­fiehlt es sich, eine Leine mit­zuneh­men.

Einen angeleinten Vierbeiner lässt der Halter besser nicht in der prallen Sonne oder im direk­ten Grill­rauch sitzen. «Der dürfte gerade für die feine Hun­den­ase sehr unan­genehm sein», sagt Matt­hias Backes. Beson­ders freut sich der Hund, wenn sein Herr­chen oder Frau­chen nach dem Grillen einen aus­gie­bigen Spa­zier­gang mit ihm macht. «So kommt das Tier noch zu seinem wich­tigen Auslauf», sagt Martina Schnell.

INFO: Vor­sicht mit heißer Kohle und Anzünder

Beim unbe­obach­teten Herumstöbern in Müllei­mern oder -tüten kann der Hund auch auf heiße Kohle stoßen. «Wenn das Tier da mit seinen Pfoten drüber läuft, kann es Ver­bren­nun­gen geben», warnt Martina Schnell von der Orga­nisa­tion Vier Pfoten. Reste von Gril­lanzünder können zu bösen Verätzungen führen. «Gerade wenn der Hund sonst mit leeren Plas­tik­fla­schen spielen darf, sollte man da Acht geben». Zudem tummeln sich am Müll Wespen, die den Hund stechen könnten. Von Miriam Braun, dpa

dpa-infocom


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