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Unsauberkeit bei Katzen liegt oft an Stress

Wetzlar/Ost­fil­dern Katzen sind sehr rein­liche Tiere, und im Nor­mal­fall benut­zen sie ihre Toi­lette.

Es kann aber vor­kom­men, dass sie plötzlich den Teppich oder sogar die Bade­wanne als stilles Örtchen auswählen.

Ursache dafür kann eine Krankheit sein - in vielen Fällen aber auch Stress. Um her­aus­zufin­den, woran es liegt, muss der Halter sein Tier genau beob­ach­ten. Manch­mal steckt etwas ganz Simples dahin­ter: Der Katze behagt ihr stilles Örtchen nicht. «Manche Tiere mögen den Geruch von parfümierter Kat­zen­streu nicht, wieder andere stören sich an einem Deckel auf dem Klo», sagt Katrin Umlauf vom Deut­schen Tier­schutz­bund in Bonn. In solchen Fällen ist schnell Abhilfe geschaf­fen.

Oft werden Katzen aber unsau­ber, weil sie gest­resst sind. Viele nennen das «Pro­test­pin­keln» - zu Unrecht: «Das Ver­hal­ten, das als Protest ein­gestuft wird, hat meist hand­feste Ursa­chen.» Die Katzen wollten ihre Halter nicht einfach ärgern, sondern bauen so ihren Stress ab. «Men­schen in einer ähnli­chen Situa­tio­nen würden viel­leicht an ihren Fingernägeln knab­bern.»

Die Auslöser können ganz unter­schied­lich sein, aber gewisse Muster gibt es: «Meist tritt es nach einer Veränderung der Leben­sumstände auf», sagt Katrin Umlauf. Das kann ein neuer Partner sein oder ein Baby. Viel­leicht hat der Halter in der Wohnung aber auch nur Möbel verrückt. «Manch­mal kann schon eine geschlos­sene Tür, die vorher immer geöffnet war, eine Katze auf­regen.»

Einen spe­ziel­len Fall, aber keine Sel­ten­heit, stellen Katzen dar, die sich bedroht fühlen. Sie wollen durch das Pieseln ihr Revier mar­kie­ren. «In diesem Fall pinkeln Katzen meist an senk­rechte Flächen an pro­minen­ten Stellen in der Wohnung», erläutert Ursula Breuer. Dabei setzen sie meist so geringe Mengen Urin ab, dass die Men­schen erst durch den Geruch darauf auf­merk­sam werden.

Was tun, damit die Katze wieder zuverlässig zu ihrem Kat­zenklo tapert? «Damit das unerwünschte Ver­hal­ten aufhört, genügt es oft, die Verände­run­gen rückgängig zu machen und dem Tier viel Auf­merk­sam­keit und Zuwen­dung zu schen­ken», sagt Katrin Umlauf.

Verände­run­gen rückgängig machen, das geht bei einem umge­stell­ten Schrank, aber frei­lich nicht, wenn der Halter ein Baby bekom­men oder einen neuen Partner hat. Fühlt sich die Katze dann hartnäckig nicht wohl, hilft nach Ursula Breuers Worten letzt­lich nur, ihr ein neues zu Hause zu suchen. Kurz­fris­tig könnten Katzen zwar auch mit Hilfe von Psy­cho­phar­maka behan­delt werden. «Aber man sollte damit nicht ver­suchen, ein Tier für eine bestimmte Situa­tion passend zu machen.»

«Es kommt aber auch vor , dass Tier­hal­ter den Stress­auslöser nicht erken­nen», sagt die Tierärztin Heidi Ber­nauer-Münz aus Wetzlar. Dann kann es sich emp­feh­len, einen zum Tier­the­rapeu­ten aus­gebil­deten Tier­arzt hin­zuzie­hen. Ein Außenste­hen­der erkenne schnel­ler, wo das Problem liegt, berich­tet Ursula Breuer aus ihrem Arbeit­sall­tag.

Sie emp­fiehlt den Gang zum Veterinär ohnehin - denn viel­leicht ist die Ursache des Pro­blems ja doch eine Krank­heit: «Bei Harn­stei­nen oder Ver­stop­fung meiden Katzen manch­mal ihre Toi­lette, weil sie mit diesem Ort Schmer­zen ver­bin­den», erklärt Ursula Breuer.

Unabhängig davon, ob sein Tier krank oder gest­resst ist, muss der Halter eines beach­ten: Er darf den Ort, an dem die Katze sich erleich­tert hat, nicht mit Rei­nigungs­mit­tel sau­ber­machen, das Ammo­niak enthält. «Katzen pinkeln beson­ders gern an Orten, wo es nach Ammo­niak riecht. Das hat dann eher ein­ladende Wirkung», erklärt Breuer. Sie emp­fiehlt deshalb Essig­was­ser.

INFO: Stress führt nicht nur zu Unsau­ber­keit

Unsau­ber­keit ist nicht das einzige Mittel, mit dessen Hilfe Katzen auf Stress rea­gie­ren: «Manche Tiere werden aggres­siv, andere neigen eher zu Depres­sio­nen», sagt Heidi Ber­nauer-Münz, Tierärztin aus Wetzlar. Im zweiten Fall sitzt die Katze nur noch in einer Ecke oder auf einem Schrank und nimmt nicht mehr aktiv am Leben teil. «In schlim­men Fällen von Stress lecken sich Katzen manch­mal so lange, bis sie stel­len­weise kahl sind.» Schimp­fen bringt dann wenig - ganz im Gegen­teil: Es kann das Problem der Exper­tin zufolge sogar noch schlim­mer machen. Von Rebecca Müller, dpa

dpa-infocom


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