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Krankenversicherung für Tiere nur selten sinnvoll

Berlin Manche Hunde- oder Kat­zen­besit­zer umsor­gen ihre Vier­bei­ner wie kleine Kinder und sind beson­ders bedrückt, wenn es ihnen schlecht geht.

Wie für die Men­schen gibt es inzwi­schen auch für die Haus­tiere Kran­ken­ver­siche­run­gen.

Angesichts neuer Angebote warnen Ver­brau­cherschützer aller­dings davor, vor­schnell eine solche Police abzu­sch­ließen. Nur in Aus­nah­mefällen sei das sinn­voll. Der Bran­chenführer Allianz wirbt jetzt damit, als einzige Ver­siche­rung auch homöopa­thi­sche Behand­lun­gen für Tiere zu erstat­ten. Aller­dings rekla­mie­ren auch die Kon­kur­ren­ten Agila und Uel­zener für sich, solche The­rapien der Alter­nativ­medi­zin zu bezah­len, wenn zuge­las­sene Tierärzte sie vor­neh­men.

Davon abge­sehen ist es für Hunde- und Kat­zen­hal­ter nicht leicht ein­zuschätzen, ob der Abschluss einer Kran­ken­ver­siche­rung für Katze, Hund oder Pferd ratsam ist. Allianz-Vor­stand Karl-Walter Gut­ber­let erin­nert daran, dass die Behand­lung einer schwe­ren Lun­gen­entzündung oder die Ope­ration eines kom­pli­zier­ten Bein­bruchs mehrere hundert Euro kosten kann. In Deutsch­land sieht er daher Nach­hol­bedarf. Nur ein Prozent der Tiere sei hier­zulande kran­ken­ver­sichert. Deshalb rechne er «mit einer hohen Nach­frage der Tier­hal­ter».

Bei rund 13 Millionen Hunden und Katzen in Deutsch­land hat das Geschäft zumin­dest Poten­zial. Bislang seien solchen Ver­siche­run­gen für die Unter­neh­men aber «nicht der Renner» gewesen, sagt Rechts­bera­ter Rüdiger Stri­chau von der Ver­brau­cher­zen­trale Berlin. Deshalb gebe es auch nur eine Hand voll Anbie­ter. «Wenn jemand ein wert­vol­les Tier besitzt, einen Ras­sen­hund oder ein Pferd, da kann sich das schon rechnen.»

Sonst sei er eher skep­tisch, sagte Stri­chau. Für eine Kom­plett­ver­siche­rung seien 30 bis 40 Euro pro Monat zu zahlen. «Viele alte Men­schen im Ruhe­stand sind damit finan­ziell über­for­dert.» Häufig werde auch eine Selbst­betei­ligung fällig, bei der Allianz zum Bei­spiel 20 Prozent, für ältere Tiere müsse man mehr zahlen oder sie würden ab einer bestimm­ten Alters­grenze gar nicht mehr ver­sichert. Für Tier­arzt­kos­ten legen die Asse­kuran­zen zumeist Ober­gren­zen fest.

Versicherungstechnisch ist Hund nicht gleich Hund: So unter­teilt die Agila Haus­tier­ver­siche­rung, die nach eigenen Angaben mehr als 75 000 Kunden hat, die Hun­deras­sen in drei Gruppen. Für rein­ras­sige Tiere wie Möpse, Boxer oder Dal­mati­ner, die als anfälliger für bestimm­ten Leiden gelten, würden höhere Beiträge fällig als für Misch­linge, sagt Yasmin Kraft aus der Agila-Mar­ketin­gab­tei­lung.

Als günsti­gere Vari­ante lässt sich bei Agila und anderen auch nur das Risiko einer Ope­ration ver­sichern. Das kostet dann rund die Hälfte. Ver­brau­cherschützer Stri­chau rät, im Inter­net die Seiten von Ver­siche­rungs­mak­lern mit Ver­gleichs­rech­nern für Tier­kran­ken­ver­siche­run­gen auf­zusu­chen. So könne man das für den Ein­zel­fall günstigste Angebot finden. Ob man sein Tier ver­sichere oder nicht, sei letzt­lich «eine Frage der emo­tio­nalen Bindung». Für manchen Zwei­bei­ner sei sein Haus­tier eben sein «Ein und Alles». Von Bernd Röder, dpa

dpa-infocom


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