IVWPixel Zählpixel
kalaydo.de kalaydo.de Jobs Auto kaufen Immobilien Kleinanzeigen Bei kalaydo.de inserieren In der Rhein-Zeitung und ihren Heimatblättern inserieren Zeitungsanzeige aufgeben kalaydo.de
RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Tiere       » News         » Tipps zur Tierhaltung

Tierbegräbnis im Wald verboten

Kiel Tier­hal­ter dürfen einen gestor­benen Schützling nicht einfach im Wald bestat­ten.

«Das ist grundsätzlich ver­boten», sagte Prof. Wolf­gang Ewer, Fachan­walt für Ver­wal­tungs­recht aus Kiel.

Aber auch das Begraben im eigenen Garten ist längst nicht überall in Deutsch­land erlaubt. Wer kein unter Umständen gesal­zenes Bußgeld ris­kie­ren will, wendet sich deshalb an die zuständige Behörde in seiner Stadt oder seinem Kreis. Häufig ist das das Veterinär- oder das Ord­nungs­amt. «Sollte dort - bei­spiels­weise am Woche­nende - niemand erreich­bar sein, bietet es sich auch an, die Polizei zu kon­tak­tie­ren.»

Bei der Behörde bekommt der Halter gege­benen­falls nicht nur grünes Licht für die Bestat­tung auf dem Grundstück oder an einem spe­ziel­len Begräbnisort: Der zuständige Mit­arbei­ter kennt auch die Vor­schrif­ten zum Bei­spiel zur Tiefe des Grabes: «In der Regel dürfte zu erwar­ten sein, dass die Behörde eine Tiefe von min­des­tens 50 Zen­time­tern vor­schreibt», sagt der Experte.

Außerdem sei davon auszugehen , dass eine Bestat­tung nur mit einem Min­destab­stand zu öffent­lichen Wegen und Plätzen sowie außerhalb von Was­ser­schutz­gebie­ten erlaubt ist. Auch die Tierart spielt unter Umständen eine Rolle, sagt Prof. Ewer, der auch Vizepräsident des Deut­schen Anwalt­ver­eins ist. Gene­rell geht es darum, sicher­zustel­len, dass durch den bestat­teten Kadaver keine Gefahr für die Gesund­heit von Mensch und Tier ent­steht.

Ist das eigenhändige Bestat­ten - nach Para­graph 3 des Tie­rische Neben­pro­dukte-Besei­tigungs­geset­zes (TierNebG) ver­boten, muss der Halter das tote Tier der «besei­tigungs­pflich­tigen Körper­schaft» melden. Dies sind laut Ewer in der Mehr­zahl der Bundesländer die Kreise bezie­hungs­weise die kreis­freien Städte. Sie sind für das Abholen oder Ent­gegen­neh­men und Besei­tigen der sterb­lichen Über­reste in einer spe­ziel­len Anlage zuständig.

Verstöße sind nach Paragraph 14 TierNebG eine Ord­nungs­wid­rig­keit, wie Prof. Ewer erläutert. Sie könne mit einer Geldbuße in Höhe bis zu 50 000 Euro geahn­det werden. «Je nach Ein­zel­fall kann darüber hinaus auch ein Straf­tat­bestand ver­wirk­licht sein, bei­spiels­weise der der Boden­ver­unrei­nigung oder der der Gewässer­ver­unrei­nigung.» Dann droht im Extrem­fall sogar eine Frei­heits­strafe.

dpa-infocom


Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
Regioticker
Eventkalender
rz lexikon