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Handelsverbot für Hunde- und Katzenfelle

Berlin Der Handel mit Hunde- und Kat­zen­fel­len soll aus Tier­schutzgründen in Deutsch­land ver­boten werden.

Das Bun­des­kabi­nett beschloss am Mitt­woch (13. August) die Ein­zel­hei­ten zur Umset­zung des ent­spre­chen­den EU-Rechts, das Anfang 2009 in Kraft tritt.

Nach Angaben des Deutschen Tier­schutz­bun­des werden Hunde und Katzen in asia­tischen Ländern - vor allem China - unter grau­samen Bedin­gun­gen für den Fell­han­del gefan­gen. «Das ist eine pure Tier­qual», sagte der Geschäftsführer des Tier­schutz­bun­des, Thomas Schröder. Die Felle werden zu Rheu­made­cken oder Ver­zie­run­gen an Jacken, Taschen oder Schlüsselanhängern ver­arbei­tet.

Die Hunde und Katzen werden nach Angaben des Tier­schutz­bun­des mit Sch­lin­gen gefan­gen und erdros­selt, manche Hunde würden ersto­chen und ver­blu­teten. In Asien werden nach Schätzungen der Tierschützer pro Jahr rund zwei Mil­lio­nen Hunde und Katzen nur wegen ihrer Felle und Häute getötet. Bis zu 500 000 Katzen- und 100 000 Hun­defelle aus Asien lan­deten nach Zahlen des Ver­ban­des bisher pro Jahr in Deutsch­land. Offi­zielle Daten lagen hierzu nicht vor. Der Tier­schutz­bund hält das Verbot für nicht aus­rei­chend und fordert die Kenn­zeich­nung aller Pelz­waren nach Tierart und Her­kunft, um Schlupflöcher für den Handel zu ver­mei­den.

Das Verbot umfasst alle Produkte , auch ver­arbei­tete Waren. «Eine Aus­nahme stellen Tierpräparate dar», sagte eine Spre­che­rin des Bun­des­ver­brau­cher­minis­teri­ums. Händlern drohen künftig Sank­tio­nen. Bei Verstoß gegen die EU-Ver­ord­nung drohen nach Angaben des Minis­teri­ums Bußgelder von bis zu 30 000 Euro. Die Bun­des­anstalt für Land­wirt­schaft und Ernährung soll die Kon­trolle für Im- und Exporte über­neh­men. Bun­des­tag und Bun­des­rat müssen dem Gesetz noch zustim­men.

Die Europäische Union (EU) brachte das Verbot in Reak­tion auf besorgte Bürger auf den Weg. Die meisten Pro­dukte aus Katzen- und Hun­defel­len stammen aus Ländern außerhalb der EU, heißt es in der Ver­ord­nung. Es gebe Anzei­chen, dass diese Tiere «auf unmensch­liche Art gehal­ten und getötet werden». Ein frei­wil­liger Ver­hal­tens­kodex von Pelzhändlern habe sich als unzu­rei­chend erwie­sen.

dpa-infocom


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