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Stadt und Klub fehlt das Geld

TuS: Nachwuchs ist ohne Kabine

Koblenz Bei TuS Koblenz ist der Nachwuchs in Not. Sportlich gilt die Jugendabteilung als die beste in der Region, aber abseits des Platzes spitzen sich die Probleme zu.

Die baufällige Umkleidekabine am Kunstrasenplatz Oberwerth ist vom Fußballverband Rheinland gesperrt worden.

Schon seit Jahren hat das unscheinbare Gebäude am Eingang des Stadions Oberwerth wenig mit einer angemessenen Umkleidekabine zu tun. Eigentlich ist dies die Bleibe für insgesamt 13 Jugendmannschaften sowie der U23-Elf von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz, aber damit ist es nun zumindest offiziell erst einmal vorbei.

Weil das Haus in einem desolaten Zustand ist, hat der Verband gehandelt und dem Klub in einem Schreiben mitgeteilt, dass das Gebäude vorerst nicht mehr genutzt werden darf - zum "gesundheitlichen Schutz der Gastmannschaften und der Schiedsrichter". Eine Entscheidung, die sich wohl schon länger abgezeichnet hatte, nachdem der Kabinentrakt zunehmend verfällt und die nötigen Renovierungsarbeiten längst überfällig sind. Was nichts daran ändert, dass sich die ohnehin schlechten Rahmenbedingungen der TuS weiter verschärfen.

"Wir haben sogar Verständnis für die Entscheidung des Verbands", sagt Hans Dill, Vorstand Sport bei der TuS, "es ist in der Tat unzumutbar, sich dort umzuziehen". Zusammen mit Jugend-Vorstand Joachim Benner hofft er nun, dass eine tragfähige Lösung gefunden wird, die vor allem den Nachwuchsfußballern sowie den Schiedsrichtern hilft. Gerade für die Unparteiischen ist der Weg aufs Oberwerth längst kein Vergnügen mehr. Der Schiedsrichterraum liegt dort im Heizungskeller, für ein Dreier-Gespann ist schon gar kein Platz mehr. Die Folge: Geldstrafen für die TuS sind an der Tagesordnung. Und auch die sanitären Anlagen lassen zu wünschen übrig: Das Wasser ist kalt, die Kacheln fallen von der Wand, vereinzelt ist Schimmel sichtbar. "Man schämt sich fast ein bisschen", gibt Dill zu, der noch gar nicht daran denken will, wie es ist, wenn der Winter naht. "Im Moment können sich die Kinder noch am Platz umziehen, aber das wird bald nicht mehr gehen."

Doch was tun? "Das Haus ist bereits in einem derart schlechten Zustand, dass es nicht damit getan ist, ein bisschen Farbe an die Wand zu streichen", sagt Dill, "eigentlich müsste das Ganze von Grund auf saniert werden." Doch das kostet viel Geld, zumal das Areal in der Wasserschutzzone II liegt und die Baumaßnahmen mit besonderen Auflagen verbunden sind. Der Stadtsäckel ist leer, das Portemonnaie der TuS ebenfalls. "Wir sind natürlich bereit, uns zu beteiligen und unseren Beitrag zu leisten", erklärt Dill das Dilemma, "aber alleine können wir es nicht stemmen."

Die Probleme sind natürlich auch im Rathaus bekannt. Allein, der Stadt sind ein Stück weit die Hände gebunden. Im Rahmen des so genannten Goldenen Plans werden Zuschüsse für die Vereine nach einer Prioritätenliste verteilt, die TuS muss sich da erst einmal hinten anstellen. "Vor 2010 wird da wohl nichts gehen", weiß Dill.

Bleibt eine Anfrage in Mainz, wo Verein und Stadt derzeit versuchen, wegen der Dringlichkeit zusätzliche Landesmittel zu bekommen. Ob es die gibt, ist offen. Was mit dem maroden Häuschen passiert, ebenfalls. "Vielleicht könnte man mit Containern übergangsweise Abhilfe schaffen", schlägt Benner vor. Vereinzelt hilft Nachbar-Klub Rot-Weiß Koblenz mit seinen Räumlichkeiten aus, aber auch das geht nur in Ausnahmefällen. In einem Gespräch mit allen Beteiligten soll nun das Problem erneut besprochen werden - eine grundlegende Lösung ist indes nicht in Sicht. (Sven Sabock)

RZO


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