IVWPixel Zählpixel
kalaydo.de kalaydo.de Jobs Auto kaufen Immobilien Kleinanzeigen Bei kalaydo.de inserieren In der Rhein-Zeitung und ihren Heimatblättern inserieren Zeitungsanzeige aufgeben kalaydo.de
RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Sportsline ·  » 

Mainz 05

Nej Daghfous: "Das ist nicht fair"

Mainz Nach etwas mehr als zwei Jahren scheint die Zeit von Nejmeddin Daghfous beim FSV Mainz abzulaufen.

Trainer Jörn Andersen plant nicht mehr mit ihm, ein Vereinswechsel wäre die logische Konsequenz.

Auf gepackten Koffern sitzt Nejmeddin Daghfous noch nicht. Zwar sagt der Fußballprofi des FSV Mainz 05: "Eigentlich möchte ich schon weg." Doch bislang habe er noch kein Angebot eines anderen Vereins vorliegen, das ihn tatsächlich zum Abschied vom Bruchweg bewegen könnte. "Mein Berater und ich gucken nach der bestmöglichen Lösung", sagt Daghfous, "nach einer Alternative, die für meine Zukunft das Beste ist." Ein Verbleib am Bruchweg, so viel scheint klar, wäre es nicht.

Vor zwei Jahren wechselte Daghfous vom KSV Baunatal nach Mainz. Für die 05-Amateure avancierte er mit 16 Toren und 15 Torvorlagen zum Topscorer - und das, obwohl er nach der Winterpause in einem lang anhaltenden mentalen Tief steckte. Damals machte dem Stürmer die Tatsache zu schaffen, dass er trotz überragender Vorrundenleistungen in der Zweiten Mannschaft nicht mit den Profis ins Winter-Trainingslager durfte.

Im Sommer 2007 standen die Zeichen denn auch auf Abschied; der SV Wehen Wiesbaden vermeldete den damals 20-Jährigen bereits als Zugang. Doch nach einem letzten Gespräch mit Cheftrainer Jürgen Klopp unterschrieb Daghfous für ein weiteres Jahr in Mainz. Der junge Angreifer erhielt die Chance, mit den Profis zu trainieren und sich für Zweitligaeinsätze zu empfehlen. Am Saisonende standen für den von Klopp zum Mittelfeldspieler umfunktionierten Nachwuchsmann 15 Einsätze zu Buche.

"Ich habe sicher nicht überragend gespielt, aber es war eine Leistung, auf der ich aufbauen kann", lautet Daghfous" Selbsteinschätzung. "Und ich bin davon ausgegangen, dass ich auch unter dem neuen Trainer eine Chance bekommen würde. Zum einen, weil ich eine gute Vorbereitung gemacht habe, zum anderen, weil der Trainer selbst mir nach drei Wochen gesagt hat, dass ich super trainiert hätte und er sehr zufrieden mit mir sei."

Tatsächlich hatte Jörn Andersen den schnellen Techniker im Trainingslager sogar noch als einen der Soto-Ersatzkandidaten für die Spielmacherposition im Blick. "Aber dann", sagt Daghfous, "war ich drei Wochen lang verletzt, und in dieser Zeit hat der Trainer eine andere Entscheidung gefällt. Das ist meiner Meinung nach nicht fair." Enttäuscht ist der 21-Jährige, ungerecht behandelt fühlt er sich, "mit einer solchen Entwicklung habe ich nicht gerechnet. Aber jetzt stehe ich nun mal so da und muss sehen, was ich aus dieser Situation mache".

Zwei Optionen gibt es für den Spieler: Entweder er wechselt zu einem anderen Klub, oder er spielt in den kommenden Wochen wieder bei den Amateuren mit. Kickers Offenbach ist wohl an Daghfous interessiert, und grundsätzlich möchte der nicht ausschließen, bei einem Drittligisten tätig zu werden. "Ich möchte sehr gerne in der Zweiten Liga spielen, weil ich weiß, dass ich das kann", sagt Daghfous. "Aber letztlich wäre auch die Dritte Liga nicht schlecht, weil man da eine Plattform hat, auf der man sich präsentieren kann."

Zehn Tage bleiben Nej Daghfous und seinem Berater noch, eine Entscheidung zu treffen; Ende August endet die Wechselfrist. Und was, wenn er bis dahin keinen neuen Verein gefunden haben sollte? Würde er dann mit Lust und Engagement im Regionalligateam mitmischen? "Das ist nicht das, was ich will", betont Daghfous, "aber wenn es so weit kommt, würde ich mich nicht hängen lassen. Das wäre unfair gegenüber den anderen Spielern, und mich würde es auch nicht weiterbringen. Ich werde mich voll reinhängen - egal wo." (Peter H. Eisenhuth)

RZO


Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
Blog aus Beijing zu den Olympischen Spiele 2008
Blog lesen
Wunsch-Trikot