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Deutsche Springreiter gehen leer aus

Hongkong Überschattet vom größten Doping-Fall der olympischen Reitsport-Geschichte gingen Meredith Michaels-Beerbaum auf Shutterfly und Ludger Beerbaum auf All Inclusive im olympischen Einzel-Finale der Springreiter in Hongkong als Vierte beziehungsweise Siebter leer aus.

Während der siegreiche Kanadier Eric Lamaze auf Hickstead scheinbar unbeschwert feierte, war der ertappte und suspendierte Christian Ahlmann (Marl) bereits auf dem Rückflug. Silber ging an den Schweden Rolf-Goran Bengtsson mit Ninja, der sich erst im Stechen Lamaze geschlagen geben musste. Bronze gewann die Amerikanerin Bezzie Maden, die mit Authentic nur um 12 Hundertstelsekunden schneller als Michaels-Beerbaum im entscheidenden Umlauf war. «Schade, dass ich keine Medaille mit nach Hause bringen kann. Ich habe ein Super-Stechen gehabt, ein Zehntel ist sehr, sehr wenig», sagte die Weltranglisten-Erste.

Vier positive Proben und zwei sportliche Flops: Erschrocken von den schlechten Nachrichten ritten die zu den Favoriten zählenden Beerbaum und Schwägerin Michaels-Beerbaum im ersten Durchgang schwach und sorgten noch einmal für lange Gesichter bei den deutschen Pferdesport-Fans. Immerhin gab es einen versöhnlichen Abschluss, als beide im zweiten Umlauf fehlerfrei blieben und noch das Stechen um Bronze erreichten. Dort hatten sie dann Pech.

«Ich war schockiert», sagte Michaels-Beerbaum zum Fall Ahlmann: «Das war sehr belastend, aber ich habe versucht, mich auf den Sport zu konzentrieren.» Das gelang zunächst nicht besonders gut, denn mit Shutterfly unterlief der gebürtigen Kalifornierin schon in der ersten Runde ein leichter Fehler in der dreifachen Kombination. Sie habe erst am Tag des Springens von den vier Fällen erfahren, erklärte sie: «Ich habe probiert, mich damit nicht zu beschäftigen und auf meine Leistung zu konzentrieren.»

Am gleichen Hindernis wie Michaels-Beerbaum scheiterte im ersten Umlauf auch ihr Schwager, allerdings hatte Ludger Beerbaum beim Ritt mit All Inclusive ein anderes Problem: «Ich bin mit einem Knopf in der Mähne hängengeblieben und konnte mich nicht mehr richtig ausbalancieren.» Mit Mühe verhinderte er Schlimmeres und verbuchte vier Strafpunkte.

«Schockiert» sei auch er von der Nachricht gewesen, dass zu den vier positiven Proben Ahlmanns Cöster gehörte: «Ich habe gedacht, das kann doch nicht wahr sein.» Der viermalige Olympiasieger gestand: «Die Zeit war zu kurz für tiefere Gedanken, aber ganz ausschalten kann man das nicht.» Den Druck habe er indes mehr gehabt, «weil ich vor drei Tagen so schlecht war.» Mit der Mannschaft gab es nur Rang fünf. Zum Glück könnte man fast sagen. Denn eine Medaille hätten bei einer nachträglichen Disqualifizierung von Ahlmann zurückgegeben werden müssen.

dpa-infocom


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