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Unwetter

Sechs Tote durch Tropensturm «Fay»

Washington US-Präsident George W. Bush hat wegen des Tropensturms «Fay» den Notstand im Bundesstaat Florida ausgerufen.

Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich unterdessen auf sechs, wie der US-Fernsehsender CNN am Freitag berichtete.

Die meisten seien ertrunken oder durch Verkehrsunfälle ums Leben gekommen. Die Einwohner befürchten, dass mit den Fluten nun Alligatoren und Schlangen in die Wohngebiete eindringen.

Truppen der Nationalgarde und zivile Hilfskräfte suchten am Freitag mit Kanus, Luftbooten und Militärfahrzeugen nach Bewohnern, die ihre Häuser verlassen mussten. Das Rote Kreuz verteilte warme Mahlzeiten und Getränke an die Menschen in den überfluteten Gegenden. Insgesamt schätzen die Behörden die Schäden auf etwa 25 Millionen Dollar (17 Millionen Euro).

Der Tropensturm «Fay», der bereits am Montag in Key West zum ersten Mal auf Land traf und dann immer weiter nordwestlich durch den Bundesstaat Florida zog, traf am Donnerstag zum dritten Mal auf die Küstenregion Floridas. Im Bezirk St. Lucie zwischen West Palm Beach und Melbourne mussten laut CNN nach den heftigen Regenfällen fast 800 Häuser in besonders niedrig liegenden Küstenabschnitten geräumt werden.

Im Süden von Haiti war zu Beginn der Woche nach heftigen Regenfällen durch den Tropensturm «Fay» ein mit mehr als 70 Fahrgästen besetzter Lastwagen von den Wassermassen eines Flusses erfasst worden. Nur 25 Menschen überlebten das Unglück. Weitere sieben Menschen fielen durch Erdrutsche und Überschwemmungen dem Unwetter zum Opfer. Meteorologen erwarten, dass sich der Tropensturm bis Sonntag beruhigen wird und sich die Regenfälle abschwächen.

dpa-infocom