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Pakistans Präsident Musharraf kündigt Rücktritt an

Islamabad - Der umstrittene pakistanische Präsident Pervez Musharraf tritt von seinem Amt zurück.

Das kündigte der 65-Jährige am Montag in einer aus dem Präsidentenpalast in Islamabad übertragenen Fernsehansprache an.

Mit dem freiwilligen Rückzug kommt Musharraf einem Verfahren zur Amtsenthebung zuvor, das die Regierung seit knapp zwei Wochen gegen das Staatsoberhaupt betreibt. Musharraf ließ offen, wann er den Rücktritt formal vollziehen wird. «Ich lege meine Zukunft in die Hände der Nation», sagte er in der Ansprache.

Der ehemalige Armeechef hatte sich 1999 unblutig an die Macht geputscht. Zum Rücktritt habe er sich entschlossen, um Pakistan vor einer tiefen innenpolitischen Krise zu bewahren. Gleichzeitig verteidigte Musharraf seine Politik während der fast neun Jahre an der Macht. Vor allem wirtschaftlich habe das Land in dieser Zeit erhebliche Fortschritte gemacht. Er habe immer im Interesse des Landes gehandelt, sagte Musharraf. Persönliches habe für ihn niemals eine Rolle gespielt. «Mein Handeln war von einer einzigen Philosophie gesteuert - Pakistan zuerst.»

Musharraf sagte, die gegen ihn vorgebrachten Anschuldigungen entbehrten jeder Grundlage. Gleichwohl würden ein Amtsenthebungsverfahren und eine Konfrontation zwischen Regierung und Präsident dem Land in der gegenwärtigen Situation schaden. «Ich möchte das Land vor einer weiteren Krise bewahren», erklärte Musharraf. Ob er nach dem Rücktritt, wie von pakistanischen Medien berichtet, ins Exil nach Saudi-Arabien oder in ein anderes Land gehen wird, ist weiterhin unklar.

dpa-infocom