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Gegenwind bringt Radfahrer voran

Flensburg - Es ist wohl der Traum aller Radfahrer: Gegenwind als Schubkraft nach vorn.

Ein Professor der Fachhochschule Flensburg hat am Freitag ein sogenanntes Gegenwindfahrrad vorgestellt.

«Der Wind treibt eine Turbine an und die Turbine das Rad», sagte der Erfinder Gustav Winkler. Die Turbine mit einem Durchmesser von rund zwei Metern ist vor das Rad gespannt, das wegen dieser Ausmaße für den öffentlichen Verkehr allerdings untauglich ist. Bereits 1992 hatte Winkler das wohl weltweit erste Gegenwindfahrrad entwickelt. Mit der Weiterentwicklung will ein Team um Winkler im August an internationalen Meisterschaften in den Niederlanden teilnehmen.

«Ich bin schon als Zehnjähriger darauf gekommen, habe es aber erst 45 Jahre später umgesetzt», sagte Winkler. Ein Freund habe ihm vor 16 Jahren eine selbstgebaute Turbine gezeigt. «Ich wusste sofort: Daraus kann man ein Gegenwindfahrrad bauen.» Die Weiterentwicklung hat Winkler mit Maschinenbau-Studenten der Fachhochschule konstruiert.

Mit dem Gegenwindfahrrad tritt das Team vom 20. bis 24. August auf dem Aeolus Race in Den Helder in den Niederlanden gegen fünf andere Hochschulteams aus Europa an. Winkler glaubt an einen Erfolg seiner Konstruktion. «Wir werden gewinnen. Schließlich haben wir 16 Jahre Vorsprung», sagte der Tüftler.

Für die Studenten sei es der Einstieg in größere Projekte wie Windkrafträder, betonte Winkler. «Es ist sehr interessant, gegen den Wind zu fahren. Es ist erstaunlich leichtgängig und funktioniert auch bei wenig Wind», erzählte der Maschinenbaustudent Andreas Borowski. Auf Erleichterung hoffende Radfahrer muss er jedoch enttäuschen. Für den Radweg sei die Entwicklung wegen der großen Turbine zu breit. «Und für die Straße ist es nicht zugelassen.»

dpa-infocom