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Wie Thomas D den Tsunami überlebte

Hamburg - Der Rapper Thomas D (39) hat den Tsunami in Südostasien im Dezember 2004 hautnah mitbekommen.

Über seine Erlebnisse redete der Musiker lange nicht, mit der Deutschen Presse- Agentur dpa sprach er nun über die Flutkatastrophe.

«Ich war vielleicht 20 Meter vom Strand entfernt, mit meiner Frau und meiner Tochter. Und wurde dann etwa vier Kilometer ins Landesinnere gespült, mit dieser Welle», sagte das Mitglied der Hip-Hop-Gruppe Die Fantastischen Vier. «Da war Sterben sehr einfach und Überleben sehr schwer.» Verarbeitet hat Thomas D seine Erfahrungen auch in dem Lied «An alle Hinterbliebenen». Es ist auf seiner neuen Solo-Platte «Kennzeichen D», die am 12. September in den Handel kommt.

Der Musiker machte damals mit seiner Familie im thailändischen Khao Lak Urlaub. Die Riesenwelle trennte ihn und seine eineinhalbjährige Tochter Lya Sophia von seiner Frau Tina. «Ich dachte, das wäre das letzte Mal, dass ich sie gesehen hab'», erinnert sich Thomas D und erzählt, wie er mit seiner kleinen Tochter inmitten von Kühlschränken, Autos und Holzbrettern durch das Wasser trieb - immer wieder auch unter der Oberfläche. «Und dann dachte ich - wie in so 'ner Riesenzeitlupe - das ist doch eigentlich grotesk: Du gehst nicht gerne in Urlaub, kannst nicht so gut schwimmen, und du bist auch noch ein Schwabe. Das heißt, du bezahlst doch nicht dafür, dass du jetzt im Urlaub ertrinkst.»

Nach diesem «psychedelischen» Moment habe er plötzlich eine unglaubliche Kraft gespürt. Später entdeckte er seine Frau, die wie er und seine Tochter kaum verletzt war. «Wir sind dann in die Berge, damit habe ich von diesen ganzen Toten Gott sei Dank nichts gesehen. Aber es war natürlich allgegenwärtig.» Wenige Tage später wurde die Familie ausgeflogen.

dpa-infocom