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Sat.1 startet Telenovela «Anna und die Liebe»

Hamburg - Die kreativen Köpfe des Berliner Privatsenders Sat.1 erinnern sich noch heute gern an die Telenovela «Verliebt in Berlin» mit Alexandra Neldel in der Hauptrolle als hässliches Entlein. Für die neue Telenovela «Anna und die Liebe» konnte Jeanette Biedermann gewonnen werden.

Vor rund drei Jahren verhalf die nach lateinamerikanischem Vorbild gestrickte Vorabendsoap «Verliebt in Berlin» Sat.1 zu einem Aufschwung, der die Vormachtstellung des Konkurrenten RTL mit seiner Serie «Gute Zeiten, schlechte Zeiten» am Vorabend in Gefahr brachte. Doch als die Hauptfigur Lisa Plenske (Neldel) endlich unter der Haube war, ging es mit den Quoten bergab. Zusätzlich entpuppte sich die vor zwei Jahren gestartete Serie «Schmetterlinge im Bauch» als Flop.

Mittlerweile hat sich Sat.1 von der bitteren Talfahrt beider Telenovelas erholt und sich wieder ein neues Ziel gesetzt. 252 Folgen hat der Sender ganz optimistisch von der neuen seriellen Produktion «Anna und die Liebe» bei der ebenfalls zur ProSiebenSat.1 Media AG gehörenden Produktionsfirma Producers at Work bestellt, um sie von diesem Montag (19 Uhr) an werktäglich auszustrahlen. Producers at Work, vor wenigen Jahren hoffnungsfroh gestartet, hatte unter anderem mit «Schmetterlinge im Bauch», «Mitten im Achten» beim österreichischen ORF und «R.I.S.» (auch Sat.1) ein paar deftige Rückschläge zu verkraften.

Erfolgsgarant für Sat.1 soll die 27-jährige Schauspielerin Jeanette Biedermann sein, die ihre Karriere bei der Konkurrenz («Gute Zeiten, schlechte Zeiten») begann und sich inzwischen auch als Sängerin einen Namen machte. Vergleiche mit «Verliebt in Berlin» seien zulässig, erklärt sie. «Aber es gibt einen deutlichen Unterschied: Die Hauptfigur damals entsprang dem Märchen "Das hässliche Entlein" - meine Rolle ist als Cinderella angelegt.» In der Serie heißt Biedermann Anna mit Vornamen und spielt eine junge Frau, die von ihrer Umgebung ignoriert wird und auch selbst nicht viel tut, um auf andere zuzugehen.

«50 Prozent der Menschen leiden an Sozialphobie», weiß Biedermann zu erklären. «Sie sind zu schüchtern, sie trauen sich viele Dinge nicht zu. Und darum geht es in meiner Geschichte.» Anna ist der Spross einer ganz normalen Familie. Sie hat eine naive Mutter und einen bösen Stiefvater und hilft immer noch im mütterlichen Restaurant aus. Ihr großer Wunsch aber wäre der Einstieg in eine Werbeagentur. Zu einer Werbekampagne entwickelt sie einen Entwurf, mit dem sich aber ihre umtriebige Schwester bewirbt und glatt bei der Agentur eine Anstellung bekommt. Immerhin bekommt Anna einen Job als Putzhilfe in der Firma - und verliebt sich in den Juniorchef.

Das größte Problem für die neue Serie dürfte die schwierige Konkurrenzsituation sein. Denn um 19.05 Uhr läuft werktäglich bei RTL die Soap «Alles was zählt», die sich nach anfänglichen Problemen in die Herzen der Zuschauer gespielt hat, zumindest so vieler Zuschauer, dass es für einen Marktanteil von mittlerweile rund 19 Prozent bei den für die Privatsender wichtigen jüngeren Menschen zwischen 14 und 49 Jahren reicht. «Es gibt genug Menschen, die verschiedene Sachen im Fernsehen sehen wollen», sagt Biedermann. «Die Konkurrenz sehe ich locker. Wir werden uns nicht bekriegen müssen.»

Für Biedermann, die sich vor kurzem von ihrem Freund, dem Gitarristen Jörg Weisselberg, getrennt hat, wird der Herbst zur Nagelprobe, denn nicht nur im Fernsehen möchte sie endlich wieder Erfolg haben, sondern auch als Musikerin: Im September oder Oktober soll eine neue Single veröffentlicht werden, im Dezember ein neues Album. Die letzten CDs verkauften sich vor rund zweieinhalb Jahren schlechter als erwartet. «Das letzte Album war nicht sehr kommerziell angelegt», sagt Biedermann. «Da konnte ich mit Platz 14 schon sehr zufrieden sein.» Von Carsten Rave, dpa

dpa-infocom