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Mehr als weinselige Romantik: Mosel-Aktivurlaub

Traben-Trar­bach Wein­selig in der Reben­laube sitzen, eine roman­tische Fluss­fahrt unter­neh­men, ein Glas lieb­lichen Ries­ling trinken: Ein Ausflug an die Mosel hat für viele ein leicht ange­staub­tes Image.

Und es gibt sie tatsächlich noch, diese Ecken mit den überfüllten Busparkplätzen und grölenden Rei­segrup­pen. Aber die Mosel hat deut­lich mehr zu bieten: In dem teils atem­berau­bend schönen Flus­stal zwi­schen Eifel und Hunsrück gibt es viele Sportmöglich­kei­ten wie Wandern, Kanu- oder Rad­fah­ren. Beson­ders die Steil­lagen, in denen die Winzer in schweißtrei­ben­der Arbeit ihre Reben kul­tivie­ren, prägen das Bild der Mosel.

In den engen Biegungen des Flusses geht es vom Ufer an manchen Stellen mit mehr als 60 Grad Neigung in die Höhe, etwa am 380 Meter hohen Calmont bei Bremm oder am Erdener Trepp­chen. Wer tritt­sicher und eini­germaßen schwin­del­frei ist, kann sich hier auf Wan­der­pfa­den selbst ein Bild davon machen, wie hart Wein­bergs­arbeit ist - und wie schön ein selbst erar­bei­teter Blick auf das Mosel­tal.

Der Klet­ter­wan­der­weg in Erden startet an einer alten Römer­kel­ter -stei­ner­ner Beweis für die mehr als 2000 Jahre alte Wein­bau­tra­dition der Region. Dann wird es anstren­gend: Teils über Stufen und Leitern, teils auf schmale Pfade direkt zwi­schen Ries­lin­gre­ben geht es hinauf auf den Wein­berg. Ab und an kreuzt mitten im Hang ein Schie­nen­lauf - er gehört zu kleinen Bahnen, mit denen Dünger und Werk­zeug auf den Wein­berg gefah­ren werden. Der Pfad ist zwar gut gesi­chert, dennoch sollten sich nur Wan­derer mit einer soliden Grund­kon­dition und festem Schuh­werk an das «Aben­teuer Steil­lage» wagen - dies gilt auch für den Klet­ter­steig am Calmont, einem der steils­ten Wein­berge Europas.

Etwas gemächlicher geht es am Ufer zu. Auf flachen und breiten Rad­wegen lassen sich bequem mehrere Moselstädtchen an einem Nach­mit­tag erkun­den. Die Routen ver­lau­fen meist direkt am Fluss und nur selten par­allel zur Straße. Fern-Radler können auf dem Mosel­rad­weg von Koblenz bis ins französische Metz rund 310 Kilo­meter fahren. Daneben gibt es weitere Stre­cken - etwa den Saar­rad­weg, die Rad­route Nahe-Hunsrück-Mosel oder den Sau­ertal­rad­weg. Wer noch näher ans Wasser möchte, kann ins Kanu steigen. Unter anderem in Schoden an der Saar, einem Zufluss zur Mosel, werden Boote ver­lie­hen. Nach einer kurzen Ein­wei­sung kommen auch Ungeübte mit den Kanus und Paddeln klar, Kentern ist nahezu unmöglich.

Nur mit Mus­kel­kraft geht es dann von Schoden aus über einen Altarm der Saar -ohne Schiffs­ver­kehr, aber mit vielen Gele­gen­hei­ten zum Beo­bach­ten der Natur. Kor­morane und Fisch­rei­her ziehen am Himmel vorbei, im teils dichten Ufergebüsch brüten Blesshühner, und im seich­ten Wasser wachsen im Sommer Teich­rosen inmit­ten des Fluss­bet­tes. Auf einen Wein sollten aller­dings auch Aktiv-Urlau­ber an der Mosel kei­nes­wegs ver­zich­ten. Mehr als 5000 Weingüter bewirt­schaf­ten im Anbau­gebiet, zu dem auch die Flusstäler der Saar und der Ruwer zählen, knapp 9000 Hektar Rebfläche. Wich­tigste Reb­sor­ten sind nach dem domi­nie­ren­den Ries­ling noch Rivaner, Elbling, Kerner und - für Rotwein-Lieb­haber - Spätbur­gun­der. An einem milden Som­mer­abend schmeckt der dann draußen, unter einer Reben­laube, am besten.

Informationen: Mosel­land­tou­ris­tik, Kor­del­weg 1, 54470 Bern­kas­tel-Kues, Telefon: 06531/973 30

Weinkulturland: www.mosel­land­tou­ris­tik.de

Saar-Ober­mosel-Tou­ris­tik: www.saar-ober­mosel-tou­ris­tik.de

Themen-, Kultur- und Erleb­nis­wege: www.mosel-erleb­nis-route.de

Erdener Treppchen/ Prälat: www. klettersteig-mosel.de

Herz der Calmont Region: www.bremm-mosel.de

Rad­fah­ren: www.mosel-radweg.de

Sau­ertal­rad­weg: www.trier-unter­wegs.de/artikel/sau­ertal­rad­weg.html Von Andrea Löbbecke, dpa

dpa-infocom