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Nicht da und doch präsent: Nintendo setzt den Trend

Leipzig Obwohl der Konsolenhersteller Nintendo die Games Convention schwänzt, ist er auf der Computerspiele-Messe in Leipzig überall präsent.

Denn die Software-Anbieter präsentieren an ihren Ständen einen ganzen Schwung neuer Titel für die Wii-Konsole der Japaner - die Spiele für Partys oder zwischendurch sind einer der großen Trends. Auch Microsoft und Sony, beide mit riesigen Ständen am Ort, haben ständig den erfolgreichen Rivalen im Blick. Denn Nintendo hat vorgemacht, wie man Frauen, Kinder und Ältere in Scharen vor die Konsole lockt und damit neues Umsatzpotenzial erschließt.

Mit ihren Hochleistungskonsolen hatten Microsoft und Sony lange das Image, vor allem Futter für vergnügungshungrige «Powergamer» zu liefern. Auf Autorennen, Action- oder Ballerspiele wollen beide auch künftig nicht verzichten. «Wir dürfen unsere Kern-Zielgruppe nicht aufgeben», sagt Stephan Brechtmann, Deutschland-Chef von Microsoft Entertainment. Klar ist aber: Wollen beide Firmen vom rasanten Wachstum des Konsolenmarktes stärker profitieren, müssen sie mehr Frauen, Mädchen und Senioren an Xbox 360 und PlayStation 3 locken.

Nintendo habe erfolgreich auf neue Zielgruppen gesetzt, gibt David Reeves zu, Chef von Sony Computer Entertainment Europe. Diesem Vorbild folgen die mit der PlayStation 2 einst so erfolgsverwöhnten Japaner. «Mädchen zwischen 10 und 17 Jahren sind für uns definitiv eine Zielgruppe», nennt Reeves ein Bespiel. Mädchen greifen besonders häufig zu mobilen Konsolen wie der Nintendo DS oder - seltener - der PlayStation Portable (PSP) aus dem Hause Sony. Auf die Wahl zwischen Gelegenheitsspielern und Powergamern will Reeves sich aber nicht festlegen lassen. «Es gibt verschiedene Pfade für unterschiedliche Gruppen.» Sony will alle Wege ausbauen.

Dass Nintendo der Vorreiter bei Casual Games ist, lässt Reeves bei allem Respekt so nicht stehen: Mit dem Karaokespiel «Sing Star» habe Sony schon lange einen Titel, mit dem sich auch viele Frauen vergnügen. Allein in Deutschland hat das Unternehmen sechs Millionen Spiele abgesetzt. Dank neuer Ausgaben - etwa mit türkischen Liedern oder Hits aus dem Hause Disney - dürfte die Zahl weiter steigen.

«Wir erreichen bislang die gestandenen Spieler schon sehr gut», sagt Brechtmann. «Jetzt wollen wir in die Breite gehen.» Ein Besuch am Messestand zeigt, dass auch Microsoft nun auf Musik setzt. Die Besucher singen beim Karaokespiel «Lips» und lassen bei «Guitar Hero» und «Rock Band» E-Gitarre und Schlagzeug krachen. «Vielen Menschen ist das Spielen miteinander wichtig, dafür sind Musikspiele wie "Lips" prädestiniert», sagt Brechtmann.

Damit nicht genug: Für Kinder gibt es eine Neuauflage von «Viva Piñata», reifere Spieler sollen sich mit Rätseln vergnügen. Und für die Party ist «You're in the Movies» gedacht - dort wird gemeinsam geschauspielert. Zudem kündigte Microsoft an, die Benutzeroberfläche der Konsole zu vereinfachen.

Die Konkurrenz schläft allerdings nicht. Denn auch Nintendo hat mit Spielen wie «Legend of Zelda» und den «Super Mario»-Titeln einiges für Hardcore-Gamer im Angebot. «Jeder Anbieter versucht, alles abzudecken», ist Sony-Manager Reeves überzeugt. Immerhin haben Microsoft und Sony mit ihren Multimedia-Maschinen bei den Vielspielern die Nase vorn. Von Christof Kerkmann, dpa

dpa-infocom


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