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Klimafreundlich Heizen: Für Bauherren bald Pflicht

Berlin Kli­maf­reund­lich­keit ist ab 2009 für Bau­her­ren keine frei­wil­lige Sache mehr.

Darauf weist Chris­tian Stolte von der Deut­schen Energie-Agentur (Dena) in Berlin hin.

Das im Juni vom Bundestag beschlossene «Erneu­erbare-Ener­gien-Wärme­gesetz» (EEWärmeG) ver­pflich­tet dazu, in Neu­bau­ten zu einem gewis­sen Anteil mit erneu­erba­ren Ener­gien zu heizen, erklärt Stolte. Nach dem zum 1. Januar 2009 in Kraft tre­ten­den Gesetz zählen dazu unter anderem Solarwärme, Erdwärme und Bio­masse.

Wer für sein Ein­fami­lien­haus auf Son­nen­ener­gie setzt, muss - um den Rege­lun­gen zu ent­spre­chen - etwa vier bis sechs Qua­drat­meter an Son­nen­kol­lek­toren auf dem Dach ein­pla­nen. «Das reicht, um das Trink­was­ser zu erwärmen. Zumin­dest im Sommer kann man dann alle zusätzli­chen Heiz­sys­teme aus­schal­ten», sagt der Experte für Ener­gie­effi­zienz in Gebäuden. Auf etwa 4000 Euro bezif­fert er die zusätzli­chen Kosten. Mit einer größeren Anlage kann die Sola­rener­gie auch für die Raumwärme genutzt werden. «Das ist natürlich sinn­voll, wird aber nicht gesetz­lich ver­langt.»

Bei Biomasse sind derzeit sogenannte Holz­pel­lets die belieb­teste Vari­ante. Für diese Hei­zungs­art müssen Bau­her­ren einen Kessel instal­lie­ren und einen Lager­raum für die Holz­press­linge ein­pla­nen. Wie bei einer Ölhei­zung läuft dann alles ganz auto­matisch. Die Kosten für eine der­artige Anlage betra­gen zwi­schen 10 000 und 14 000 Euro. Wer sich für Holz als Brenn­stoff ent­schei­det, muss laut Stolte mehr als die Hälfte seines Wärme­bedarfs damit decken.

«Die dritte Möglich­keit ist der Einsatz von Wärme­pum­pen», erklärt der Fach­mann. Diese Vari­ante bietet sich vor allem für gut gedämmte Gebäude mit einem gerin­gen Wärme­bedarf an. Am effi­zien­tes­ten seien Erdwärme­pum­pen. Etwa 16 000 bis 20 000 Euro müssen für eine Erdwärme-Bohrung und die ent­spre­chende Anlage inves­tiert werden.

«Die Anfangsinvestitionen sind bei den erneu­erba­ren Ener­gien meist höher, dafür sind die lau­fen­den Kosten dann günstiger», sagt Chris­tian Stolte. Außerdem machen Sonne, Holz und Co. unabhängiger vom immer teurer werden Öl und Gas.

Das neue Gesetz gilt für alle Gebäude, die vom 1. Januar 2009 an neu errich­tet werden, sofern nicht schon vorher mit dem Bau begon­nen oder ein Bau­antrag gestellt wurde. Verstoßen Bau­her­ren gegen die Rege­lung, drohen Bußgelder von bis zu 50 000 Euro. Aller­dings gibt es Alter­nati­ven zu Solar­anlage oder Wärme­pumpe - etwa dann, wenn das Haus noch besser gedämmt wird, als es ohnehin gesetz­lich vor­geschrie­ben ist. Dazu kommen Aus­nah­mere­gelun­gen, zum Bei­spiel, wenn der Einsatz erneu­erba­rer Ener­gien und ihre Alter­nati­ven tech­nisch nicht möglich sind.

Für die Nachweise sind in der Regel die Bauämter zuständig. Hier müssen spätestens drei Monate nach Fer­tig­stel­lung der Anlage die ent­spre­chen­den Unter­lagen vor­gelegt werden. Je nach ein­gesetz­ter Technik kann der Anla­gen­her­stel­ler oder der Instal­lateur den Nach­weis aus­stel­len.

Deutsche Energie-Agentur: www.dena.de

dpa-infocom


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