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Heilende Düfte: Aromatherapie berührt die Seele

Bonn Der Duft von Lavendel erinnert viele Menschen an einen Sommerurlaub in Südfrankreich.

Zimt und Koriander dagegen sind untrennbar mit Weihnachten verbunden.

Düfte können stören, beruhigen oder aufmuntern, denn sie wecken Assoziationen und Erinnerungen. Und dieser Zusammenhang lässt sich umkehren: Gezielt eingesetzt, wirken Düfte positiv auf das Befinden - ein Effekt, der sich schon mit wenigen Tropfen eines ätherischen Öls erreichen lässt. Die Aromatherapie macht sich das zunutze.

Traditionell werden Aroma-Öle für Massagen, zur Inhalation, für Bäder und Kompressen angewendet - oder sie werden eingenommen, sagt Dagmar Schulenberg vom Fachverband Deutscher Heilpraktiker in Bonn. Zwar sei das Heilen mit Düften schon im alten Ägypten und im altindischen Ayurveda verbreitet gewesen. Die moderne Variante habe ihren Ursprung aber im Frankreich des frühen 20. Jahrhunderts.

Im Lauf der Zeit entstand auf Basis der Öle eine Behandlungsmethode, die ganzheitlich orientierte Mediziner wie der Internist und Biochemiker Hans-Ulrich Jabs aus Nottuln (Nordrhein-Westfalen) gern einsetzen. In einem Altenheim wendet er zum Beispiel Wannenbäder mit Aromaölen zur Entspannung und Beruhigung bei Erregungszuständen von Alzheimer-Patienten an. Bei Menschen mit Kopfschmerzen haben manche Gerüche schmerzdämpfende und entzündungshemmende Effekte, und auch in die Krebsbehandlung hat die Aromatherapie Eingang gefunden.

Die ätherischen Öle reizen bestimmte Nervenrezeptoren in der Nasenschleimhaut. «Die verschiedenen Substanzen der Öle wirken über das limbische System direkt auf Gehirnstrukturen und beeinflussen dadurch nicht nur das Wohlbefinden, sondern wirken auch auf das Gefäßsystem entspannend», erklärt Jabs. Bei Massagen gelangen die Wirkstoffe zusätzlich über die Haut in die Blutbahn.

Mit einigen Vorsichtsmaßnahmen eignen sich die Essenzen für den Hausgebrauch. Wenn Iris Hammelmann sich zum Beispiel konzentrieren will, gibt sie einige Tropfen Rosmarinöl zusammen in eine Duftlampe. «Zitrone und Orange nehme ich, wenn ich genervt bin», sagt die Autorin aus Pansdorf (Schleswig-Holstein), die ein Buch über Aromatherapie geschrieben hat. Die Zitrusfrüchte gelten als stimmungsaufhellend. Schmerzt der Kopf wieder, tupft sie sich Pfefferminzöl auf die Schläfen.

Vor dem Kauf empfiehlt Hammelmann zu überlegen: Welche Düfte liegen mir? Welchen Effekt will ich erreichen? Wie Jabs rät auch sie unbedingt zu natürlichen Essenzen von hoher Qualität: «Sie sollten aus biologisch kontrolliertem Anbau stammen, also keine Pestizide enthalten.»

Bei der Anwendung gilt: Weniger ist mehr. Und pur sollte ein Aroma-Öl ohnehin nicht angewendet werden, sagt Schulenberg. Hat man zu viel erwischt, seien Kreislaufstörungen und allergische Reaktionen möglich.

Literatur: Iris Hammelmann: Aroma-Therapie kurz & bündig, Haug, ISBN-13: 978-3-830-42262-4, 7,95 Euro; Barbara Krähmer/Gerti Samel: Die heilende Energie der ätherischen Öle, Suedwest Verlag, ISBN-13: 978-3-517-06838-1, 12,95 Euro Welche Essenz wofür? Wer die Angaben zur Höchstdosierung beachtet, kann Aromaessenzen gefahrlos zu Hause anwenden, sagt die Heilpraktikerin Dagmar Schulenberg. Zum Beispiel ist es möglich, die Öle selbst in Bodylotion oder Gesichtscreme einzubringen. Fenchel, Jasmin und Lavendel fördern dann die Durchblutung und Zellteilung der Haut. Rose wird gern gegen Cellulite eingesetzt, Sandelholz gegen Akne. Patschuli dient der Hautstraffung, römische Kamille und Lavendel beugen Sonnenbrand vor. Zum Entschlacken werden Rose, Ingwer und Grapefruit in Tee gegeben. Von Nina C. Zimmermann, dpa

dpa-infocom


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