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Bewerbung 2.0 - Das Netz für sich arbeiten lassen

Hamburg/Koblenz Neu­kun­den bei ihrer Kar­rie­rebe­ratung begrüßt Svenja Hofert sehr direkt: «Sie sind Mit­glied im Ten­nis­club Wedel und bei Attac». Dann staunen die meisten Bewer­ber, manche sind regel­recht ver­legen.

Woher denn die Kennt­nis über ihre Mit­glied­schaft in dem glo­bali­sie­rungs­kri­tischen Netz­werk stamme? Dabei ist die Kar­rie­rebe­rate­rin aus Hamburg nur den Weg gegan­gen, den auch viele Per­sona­ler ein­schla­gen: Sie hat den Namen in Such­maschi­nen ein­gege­ben, Profile in Netz­wer­ken stu­diert, in öffent­lichen Foren mit­gele­sen und ist schnell fündig gewor­den. Das Inter­net verrät viel Persönliches, was bei der Stel­len­suche nicht immer von Nutzen ist.

«Gerade junge Bewerber machen sich nicht klar, dass sie für Jahre Spuren hin­ter­las­sen, wenn sie Par­tyfo­tos oder das privat gedrehte Video hoch­laden», sagt Hofert. Dabei gebe es schon längst Web­sei­ten, die nichts anderes tun, als Profile sicht­bar zu machen und Ima­gepunkte für eine posi­tive Webpräsenz zu ver­geben. Die deutsch­spra­chige Per­sonen­such­maschine yasni.de zum Bei­spiel bewer­tet in einem «VIP-Rank» die Glaubwürdig­keit der gefun­denen Person. «Das heißt nicht, dass die Attac-Mit­glied­schaft geheim gehal­ten werden muss, aber wer das öffent­lich macht, sollte auf ent­spre­chende Fragen im Bewer­bungs­gespräch vor­berei­tet sein.»

Das Suchen und Gefun­den werden ist Folge des Inter­nets zum Mit­machen: Aus dem ein­dimen­sio­nalen Web 1.0 ist das inter­aktive Web 2.0 gewor­den. Statt auf eine Stel­len­anzeige zu rea­gie­ren, werden aus Bewer­bern Selbst­dar­stel­ler im Inter­net. Im Ide­alfall merkt das auch der inter­essierte Arbeit­geber: «Die Per­sonal­rekru­tie­rung durch Emp­feh­lun­gen und Profile bringt eine ganz neue Dimen­sion in die Job­suche», so Svenja Hofert.

Gern werden dafür Begriffe wie Arbeits­markt 2.0 ver­wen­det. Einige Bewer­ber ver­suchen poten­zielle Arbeit­geber im Inter­net auch mit Bewer­bungs­videos, einer eigenen Home­page oder einem Blog auf sich auf­merk­sam zu machen. Prof. Chri­stoph Beck, Dozent für Per­sonal­wesen an der Fach­hoch­schule Koblenz rät zur Cross­media­lität. «Ich kann mich nicht nur auf ein Medium ver­las­sen.» Zwar suchten die Bewer­ber meist zunächst im Inter­net nach Stellen. Kar­rie­remes­sen, Anzei­gen in Print­medien und persönliche Emp­feh­lun­gen besäßen aber immer noch eine sehr große Bedeu­tung bei der Job­suche.

Bevor sich Bewer­ber Gedan­ken machen, über welches Medium sie Arbeit­geber errei­chen, müssen sie sich über ihre eigenen Wünsche und Fähig­kei­ten im Klaren sein. Die Suche ist laut Beck häufig zu ange­bot­sori­entiert: Nicht suchen, was der Markt hergibt, sondern schauen, was man bieten kann - dafür sind soziale Netz­werke wie­derum eine gute Schule. Schließlich muss jedes Mit­glied seine Kom­peten­zen und sein Angebot auf den Punkt bringen.

Auch Nutzer von Netzwerken sollten auf kor­rekte Formen achten: «Kon­takt­auf­nah­men ohne Anrede und Grußformeln, Mails die nicht beant­wor­tet werden, all das nimmt zu», klagt der Mar­keting­experte Raik Win­kel­mann aus Hamburg. Selbst kleine Beiträge sollten sowohl sprach­lich als auch inhalt­lich korrekt sein. Von Deike Uhten­woldt, dpa

dpa-infocom


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