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Ausbildungsmarkt: Bessere Chancen für Altbewerber

Berlin Für sogenannte Altbewerber sind die Chancen eine Lehrstelle zu finden gestiegen.

«Sie werden nicht völlig verschwinden, aber die Neuzugänge werden weniger, und der Bestand schmilzt», so Markus Kiss vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK).

Als Altbewerber gelten Lehrstellensuchende, die bereits 2007 oder noch früher die Schule verlassen haben. Nach den Daten der Bundesagentur für Arbeit lag ihre Zahl Ende Juli um 20 Prozent niedriger als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Gleichzeitig geht die Zahl der Schulabgänger zurück, die der abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist gestiegen. Die Chancen für Altbewerber, in diesem Jahr eine Lehrstelle zu finden, seien daher so gut wie schon lange nicht mehr.

Sie lassen sich Kiss zufolge noch erhöhen, wenn die Stellensuchenden entsprechend flexibel sind. «Viele haben das Spektrum der Berufe, nach denen sie suchen, schon erweitert», so der DIHK-Ausbildungsexperte. Wenn das keinen Erfolg hatte, sei es vernünftig, sich in eine Richtung zu orientieren, in der man es noch nicht versucht hat. «Es gibt schließlich noch offene Stellen, und manche Branchen wie das Hotel- und Gaststättengewerbe suchen ausdrücklich Auszubildende.»

Eine weitere Chance bietet sich in der sogenannten Nachvermittlung ab Oktober. Die Arbeitsagenturen bemühen sich dann in Zusammenarbeit mit den Industrie- und Handelskammern, Bewerbern, die bis dahin leer ausgegangen sind, noch zu einem Ausbildungsplatz zu verhelfen. Ist das nicht möglich, wird üblicherweise eine Einstiegsqualifizierung angeboten. «Dabei machen die Jugendlichen ein Praktikum in einem Betrieb, das meist zwischen einem halben und einem Jahr dauert», erläutert Markus Kiss. Für die Altbewerber ist das eine Möglichkeit, auf diesem Weg noch an eine Lehrstelle zu kommen: «Mehr als 60 Prozent der Teilnehmer findet so einen Ausbildungsplatz.»

Noch keine erkennbaren Auswirkungen hat nach Einschätzung des DIHK der neue Ausbildungsbonus. So können Betriebe, die einen Altbewerber einstellen, nun eine Prämie von bis zu 6000 Euro erhalten. Nach den Erwartungen der Bundesregierung sollen so rund 100 000 Altbewerber einen Ausbildungsplatz bekommen. Derzeit sei es aber noch zu früh, um zu beurteilen, inwieweit das Modell funktioniert, sagte Kiss.

Altbewerber sind nicht automatisch die schlechteren Lehrstellensuchenden: Nach einer Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Bonn haben sie vergleichbare Schulabschlüsse und auch ungefähr die gleichen Noten in Fächern wie Deutsch und Mathe. Allein die Tatsache, schon länger auf der Suche zu sein, verringere aber ihre Chancen. Seit Anfang der 90er Jahre war die Zahl der Altbewerber kontinuierlich gestiegen. Von den 734 300 Lehrstellensuchenden in 2007 waren rund 385 000 Altbewerber.

dpa-infocom


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