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Azubis haften vom ersten Tag an für Schäden

Heidelberg (dpa/tmn) - Azubis haften von Anfang an für ihre Fehler - und müssen in schweren Fällen mit einer Kündigung rechnen.

«Auszubildende unterliegen dem Direktionsrecht des Chefs», sagte Michael Eckert, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Heidelberg.

«An die festgelegten Regeln muss sich der Lehrling halten.» Kommt er ständig zu spät, hält sich nicht an Abmachungen oder beschädigt fahrlässig eine Maschine im Betrieb, kann im schlimmsten Fall eine Kündigung folgen. «Vorher muss es allerdings immer eine Abmahnung geben», sagte das Vorstandsmitglied des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

Verursacht der Azubi einen finanziellen Schaden, könne er dafür haftbar gemacht werden, erläuterte der Arbeitsrechtsexperte. Handelt er vorsätzlich, kann er sogar verpflichtet werden, den gesamten Betrag zu bezahlen. Bei schwerer Fahrlässigkeit, wenn es also trotz großen Schadens zumindest keine Absicht war, muss er nur einen Teil der Schadenssumme übernehmen. «Die Höhe des Anteils richtet sich dann nach dem Verdienst». Bei leichter Fahrlässigkeit, also Fehlern, die im Prinzip jedem passieren können, hafte der Auszubildende üblicherweise nicht.

Bei der Kündigung gelten für Auszubildende etwas andere Regeln als für ausgelernte Angestellte: Während der Probezeit von vier Monaten könne Azubis jederzeit kündigen - und gekündigt werden. Danach gilt eine Kündigungsfrist von vier Wochen - oder es müssen «wichtige Gründe» dafür vorliegen, den Betrieb schneller wieder zu verlassen. Unzufriedenheit mit dem Meister zählt nicht dazu. Laut Gesetz akzeptabel ist dagegen die Begründung, die Berufsausbildung komplett aufgeben oder einen anderen Beruf lernen zu wollen.

Im Betriebsrat findet man Azubis in der Regel nicht. «Sie können ihn nur wählen», so der Anwalt. Für Lehrlinge gibt es in vielen Betrieben aber eine eigene Ausbildungsvertretung, die ihre Rechte und Interessen wahrnimmt. Bei Problemen ist sie für die Azubis ein wichtiger erster Ansprechpartner.

dpa-infocom


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