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Skibbe vor Bukarest-Rückspiel unter Druck

Istanbul In der Liga hat Michael Skibbe mit dem türkischen Fußball-Meister Galatasaray Istanbul einen Traumstart hingelegt, doch in der Champions-League-Qualifikation steht er mit seinem neuen Club bereits auf der Kippe.

«Wir haben uns durch das 2:2 keine gute Ausgangsposition verschafft, aber die jüngsten Leistungen stimmen mich zuversichtlich», sagt Skibbe mit Blick auf das Rückspiel bei Steaua Bukarest. Nach dem enttäuschenden Unentschieden daheim gegen den rumänischen Vize-Champion hatte Skibbe gegen Pokalsieger Kayserispor in Duisburg den nationalen Supercup geholt. Mit dem 4:1-Heimerfolg gegen Denizlispor feierte er einen Einstand nach Maß in die türkische Süper Lig.

«Das war ein guter Start, obwohl wir in Bukarest noch eine Schippe drauflegen müssen», zitiert das Fachmagazin «Kicker» den Angreifer Harry Kewell. Der vom FC Liverpool verpflichtete Australier hatte sich ebenso wie der Ex-Schalker Lincoln und der deutsche U-21- Nationalspieler Baris Özbek in die Torschützenliste eingetragen.

«In Bukarest können wir gewinnen. Das ist für uns ein ganz wichtiges Spiel», meint Skibbe vor seiner ersten Bewährungsprobe als «Gala»-Coach. Der vor rund drei Monaten bei Bayer Leverkusen geschasste 43-Jährige steht gehörig unter Druck: Die nicht gerade als zimperlich bekannten türkischen Medien hatten ihm nach dem Hinspiel bereits «Angsthasen-Fußball» vorgeworfen. Die zehn Millionen Euro für die Teilnahme an der Gruppenphase der Königsklasse sind bei den Gelb- Roten und ihrem kostspieligen Kader eigentlich fest eingeplant. Erst am Dienstag wurde die Verpflichtung von Tschechiens Nationalstürmer Milan Baros bekanntgegeben. Der EM-Torschützenkönig von 2004, der zuletzt vom französischen Meister Olympique Lyon an den Premier- League-Club FC Portsmouth ausgeliehen war, wird gegen Bukarest aber noch fehlen. Er soll erst am Donnerstag zur Mannschaft stoßen.

Um die Champions-League-Teilnahme zittern muss auch Stadtrivale Fenerbahce mit seinem neuen Coach Luis Aragones. Der erfolgsverwöhnte spanische Europameister-Trainer war mit «Fener» im Hinspiel bei Partizan Belgrad nicht über ein 2:2 hinausgekommen, den Liga-Auftakt verpatzte das Team mit der 0:1-Pleite bei Gaziantepspor sogar. «Wir waren sehr weit von unserer Normalform entfernt», schimpfte Aragones. Der brasilianische Spielmacher Alex fordert nun eine Trotzreaktion gegen Belgrad: «Da müssen wir unser wahres Gesicht zeigen.»

Auch aus England gibt es in dem derzeitigen Premier-League-Zweiten FC Liverpool noch einen Wackelkandidaten für die Königsklasse. Anders als der FC Arsenal, der nach dem 2:0 bei Twente Enschede nur noch vor einer Pflichtübung steht, hatte sich der Champions-League-Sieger von 2005 im Hinspiel bei Standard Lüttich mit einem 0:0 begnügen müssen. «Ich weiß, dass man von uns erwartet, dass wir uns durchsetzten», sagt Liverpools Verteidiger Jamie Carragher, «aber es ist nicht so, als würden wir da gegen eine Mickey-Mouse-Truppe spielen». Von Inga Radel, dpa

dpa-infocom


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