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Neue Erfahrung für US-Amerikaner Taylor

Koblenz Vom Pazifikstrand in Los Angeles ans Deutsche Eck: So liest sich salopp ausgedrückt der Lebenslauf von Matthew Taylor, der bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz sein Glück versucht.

Und der neue Angreifer hat sogar schon mit einem der ganz Großen aus der Welt des Fußballs zusammengespielt.

Es scheint im Selbstverständnis eines Amerikaners wohl tief verwurzelt zu sein, auch an Tagen, an denen gar nichts gelingt, ein stetiges Lächeln auf den Lippen zu haben. Wie er da so steht, dieser Matthew Taylor, gewinnt man jedenfalls nicht den Eindruck, dass man mit einem Mann spricht, an dem gerade ein Fußballspiel völlig vorbeigelaufen ist. "Es war schwierig heute", sagt Taylor nach dem 0:0 seines neuen Vereins TuS Koblenz beim FSV Frankfurt und strahlt dabei, als spräche er gerade über ein vorausgegangenes Beachvolleyball-Spiel am kalifornischen Sandstrand.

Denn genau dort kommt er her, jener Mann, der für die Koblenzer künftig die nötigen Tore im Abstiegskampf erzielen soll - aus Los Angeles, der sinnbildlichen Metropole für den "American way of life". Am vergangenen Freitagabend hatte bereits das Deutsche Sport-Fernsehen (DSF) öffentlichkeitswirksam mit "Hollywood in Koblenz" auf Taylor aufmerksam gemacht, und in der Tat glückte dem 26-Jährigen beim Auftaktspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen ja ein Einstand nach Maß: Ein Hammer, der aus rund 16 Metern seinen Weg genau ins Toreck fand, sorgte zur Saisonpremiere bereits ein wenig für großes Kino - Taylor benötigte nicht viel Zeit, um inmitten der neuen Kulisse heimisch zu werden. "Perfekter Start, perfektes Tor, perfekter Sieg" - so umschreibt der US-Amerikaner seine Anfänge in Koblenz, denen nun Leistungen auf konstantem Niveau folgen sollen und müssen.

"Ich will zu einem Faktor in einem funktionierenden Team werden", sagt Taylor - das klingt schon sehr nach der Diktion von Uwe Rapolder, auf den der US-Amerikaner große Stücke hält. "Die Mannschaft wird vom Trainer sehr gut organisiert und strukturiert", so Taylor, für den der Stellenwert des taktischen Momentes bei seiner ersten Station in Europa neu sein dürfte. Auch ansonsten sind die Unterschiede zur amerikanischen Profiliga Major League Soccer (MLS) für Matt Taylor unverkennbar: "Es ist ein technisch orientierter Spielstil, in den USA wird eher körperbetont agiert." Wenn jemand das über die Zweite Bundesliga sagt, kann man sich etwa vorstellen, wie lustig es im Land des American Football und Eishockeys auch auf dem Fußballplatz zugeht. Wobei dort aufgrund der anderen Ligenstruktur nicht gerade jedes Mal eine echte Herausforderung auf Fußballer wartet. "Dass es in Deutschland aufgrund der Auf- und Abstiegsregelung wirklich in jedem Spiel um etwas geht, ist neu für mich", sagt der aus Ohio stammende Offensivmann.

Nach dem "anständigen Start" seiner Mannschaft will sich Taylor nun in Deutschland und im Kreise seiner neuen Mitspieler akklimatisieren und gerade auf dem Spielfeld an den Passwegen und der Abstimmung mit den Kollegen arbeiten. Abseits des Fußballfeldes geht es für Taylor nun darum, schnellstmöglich das Hotel zu verlassen, eine Wohnung sowie ein soziales Umfeld zu finden.

Einen Bekannten höchster Prominenz hat er dabei schon einmal: Dass Taylor im Jahr 2003 während seiner Zeit an der Concordia University im Südosten von Los Angeles mit dem Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann zusammenspielte, ist in der Tat kein Gerücht. "Er ist ein lieber Kerl", sagt der frühere Nationalcoach über die gemeinsame Zeit beim Verein Orange County Blue Star. Sollten die Koblenzer Anhänger in den kommenden Monaten zum gleichen Schluss kommen, dann hat Matthew Taylor jedenfalls beste Chancen, in die Fußstapfen des einstigen Publikumslieblings, seines Landsmannes Joshua Grenier, zu treten. Christoph Oster

RZO


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