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Heidel: Andersen findet den Weg

Mainz Der recht souverän erarbeitet 2:1-Auswärtssieg beim TSV 1860 München hat die allgemeine Skepsis, die nach dem 3:3 gegen den FCK in Mainz Einzug gehalten hatte, vertrieben.

Der Sieg in der Allianz Arena hat neue Vorfreude geweckt auf das Heimspiel des FSV Mainz 05 am Freitag gegen den VfL Osnabrück.

Wie doch ein einziges Spiel die öffentliche Wahrnehmung verändern kann. Vor dem 2:1 (2:0)-Erfolg des FSV Mainz 05 in der Allianz Arena hatte sich eine gewisse Skepsis wie eine dunkle Gewitterfront über den Bruchweg gelegt. Die miserable zweite Halbzeit, das 3:3 gegen den 1. FC Kaiserslautren, erzeugte in Mainz eine Atmosphäre, die auch so manchen der Verantwortlichen im stillen Kämmerlein mit seinen Zweifeln ringen ließ. Die Leistung beim TSV 1860 München hat vieles davon weg gewischt. Die Vorstellung der Mannschaft, abgesehen von der schwierigen Viertelstunde nach der Pause, hat das Vertrauen in Jörn Andersen und dessen Profis allenthalben gestärkt. Andersens taktisch-personelle Rochaden zeigten ganz unerwartet neue Perspektiven auf.

"Wir waren natürlich heilfroh über diesen Auswärtserfolg", bestätigte Christian Heidel die entstandene, neue Gefühlslage. Der 05-Manager, war unmittelbar nach der Partie von München nach Bukarest geflogen, hatte sich dort das Lokalderby Rapid gegen Dinamo angeschaut, ("eine reine Informationsgeschichte. Es gab keine Verhandlungen") und warnte nach der Rückkehr gleich vor unangebrachter Euphorie.

"Hätten wir nicht gewonnen, dann wäre natürlich die gedrückte Stimmung noch stärker zum Vorschein gekommen", sagte der 42-Jährige. "Festzuhalten bleibt, die Mannschaft hat das alles prima umgesetzt. Die Leistung hat von A bis Z gepasst. Das war sehr souverän. Auch nach den zehn Druckminuten der 60er haben wir das Geschehen wieder völlig kontrolliert." Wichtig dabei: Die Handschrift des Trainers war erkennbar. "Andersen kennt die Mannschaft natürlich nicht so lange wie wir alle." Der Trainer habe seine Lehren aus dem Eröffnungsspiel gezogen, habe umgestellt, auch taktisch. "Er wird seinen Weg mit dieser Mannschaft finden, sagte Heidel, "dafür muss er seine Erfahrungen machen." Das individuelle Leistungsvermögen der 05er, diesmal gepaart mit einem Mittelfeld, das fast auf einer Linie agierte und defensiv sicher arbeitete, ist eine Basis, mit der die 05er überall zurecht kommen können. "Wenn man dann noch so starke und schnelle Außen hat, dann hat man ein geeignetes Konzept für viele Situationen", so der 05-Manager.

Heidel registrierte außerdem mit Freude die neuen personellen Perspektiven. Mit Markus Feulner hat der Trainer im eigenen Kader einen weiteren zentralen Mittelfeldspieler gewonnen. Miroslav Karhan drängt"s in die Zentrale. In München fiel der Ausfall von Milorad Pekovic dank der guten Vorstellung dieses Duos so gut wie nicht ins Gewicht. Pekovic hat sich eine Knieprellung zugezogen, erhält zwei tage Trainingspause, soll aber dann wieder einsteigen. Sollte das nicht gelingen, hat Andersen für die Freitagpartie gegen den VfL Osnabrück neue Variationsmöglichkeiten. Die Rückkehr von Tim Hoogland auf dessen Posten als rechter Verteidiger und der damit verbundene Wechsel des sehr starken Florian Heller ins rechte Mittelfeld bietet weitere Optionen, auf die der Trainer bisher nicht zurückgreifen konnte. "Das ist sehr angenehm, Das sind schon neue Optionen, aber wir kriegen noch mehr davon", sagte Heidel.

Am Freitag steht Aristide Bancé nach seiner abgelaufenen Zwei-Spiele-Sperre wieder zur Verfügung. Im nächsten Auswärtsspiel in Rostock (14. September) darf Elkin Soto wieder mitmachen. Srdjan Baljak, Felix Borja und Dragan Bogavac präsentieren sich in guter und aufsteigender Verfassung. Die Abwehr stabilisiert sich. Im Zusammenwirken mit diesem Auswärtssieg bei den 60ern entstand so nullkommanix ein komplett anderes 05-Gefühl als noch vor wenigen Tagen.

"Wir kriegen jetzt den von uns gewollten höheren Konkurrenzdruck. Jeder muss künftig immer ans Limit gehen, weil der Kollege ganz nah dran", sagte Heidel. "Ich bin aber erst dann richtig zufrieden, wenn wir im Heimspiel gegen die Osnabrücker nachlegen." Und das, so der 42-Jährige sollte sich niemand als leichtes Spiel, als Selbstläufer vorstellen. Das Team von Claus-Dieter Wollitz wird am Bruchweg ein sehr unangenehmer Gegner sein, unangenehmer wahrscheinlich als die derzeit recht orientierungslosen Münchner Löwen.

"Die Mannschaft muss am Freitag mit derselben Konsequenz arbeiten. In München wollte das Team etwas beweisen, weil die Spieler natürlich die Skepsis gespürt haben", betonte Heidel. "Jetzt haben wir eine andere Situation. Nun kommt die größere Erwartungshaltung."

Jörg Schneider

Einen genauen Termin für das Zweitrundenspiel im DFB-Pokal gegen den 1. FC Köln gibt es noch nicht. Heute will Christian Heidel mit dem Bundesligisten kontakt aufnehmen. Die Partie wird entweder am Dienstag, 23. September oder einen Tag später im Bruchwegstadion ausgetragen.

RZO


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