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Olympiahelfer: Ordnung muss sein

Peking Der alte Mann mit der orange-gelben Weste nimmt seine Aufgabe sehr ernst.

In der Hand eine kleine Fahne, um den Hals die Trillerpfeife.

Streng blickt er auf die Menschenmassen, die sich über die breite Straße zum Platz des Himmlischen Friedens in Peking schieben. Pfiff! Heftig schwenkt der Alte die Fahne und sofort gehorchen alle Passanten. Ob auf den mürrisch dreinblickenden Ordner oder auf die Ampel, die an gleicher Stelle auf Rot umgesprungen ist, sei dahin gestellt. Im Reich der Mitte leben 1,3 Milliarden Menschen und möglichst alle sollen eine Arbeit haben. Auch, wenn diese dem gemeinen Europäer zuweilen noch so sinnlos erscheint.

Eifrige Ordner trifft man fast an jeder Ecke Pekings: Sie lenken und maßregeln Fußgänger, Fahrradfahrer, Kunden in Einkaufszentren oder die Menschenmassen vor Bussen. «Alle in eine Linie», brüllt auch an dem belebten U-Bahn-Umsteigebahnhof Dongdan eine Ordnungskraft im orangefarbenen T-Shirt und schiebt nicht immer ganz sanft die Fahrgäste in Reih und Glied. Auf dem Pflaster des Bahnsteigs finden sich zwar überall Pfeile, die klar anzeigen, wo man zu stehen hat, wenn man in die U-Bahn einsteigen will. Dennoch wird auch hier zusätzlich auf «Manpower» gesetzt.

An den olympischen Wettkampfstätten beherrschen ebenfalls Ordnungskräfte - hier als Olympia-Freiwillige - das Bild. Meist treten sie in wahren Horden auf. Zum Einweisen an den Zugängen zu den Tribünen stehen nicht selten gleich mehr als eine Handvoll Eifrige bereit. Sicher ist sicher. Es könnte sich ja mal ein Besucher den Anweisungen widersetzen. Während diese Freiwilligen fast immer ein Lächeln parat haben, blicken die meisten Ordner an Kreuzungen der Stadt permanent verkniffen. So auch unser Alter am Platz des Himmlischen Friedens. Grimmig schaut er auf die Passanten. Ampel auf Rot. Pfiff! Von Imke Hendrich, dpa

dpa-infocom


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Blog aus Beijing zu den Olympischen Spiele 2008
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