IVWPixel Zählpixel
kalaydo.de kalaydo.de Jobs Auto kaufen Immobilien Kleinanzeigen Bei kalaydo.de inserieren In der Rhein-Zeitung und ihren Heimatblättern inserieren Zeitungsanzeige aufgeben kalaydo.de
RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Sportsline ·  » 

Die Harmonie der Verbotenen Stadt

Peking Es sind über 300 Steinstufen, doch die Anstrengung bei über 30 Grad im Schatten lohnt sich.

In der Sonne glitzern die güldenen, geschwungenen Dächer und die ganze Dimension der Verbotenen Stadt wird erst richtig klar.

Vom Kohlehügel im Pekinger Jingshan Park aus eröffnet sich der schönste Blick auf diese historische Stätte - und so strömen an diesem Sonnentag dann auch Chinesen und Olympia-Touristen in Massen. «Von hier sieht das Areal noch größer aus und es ist unvorstellbar, wie sich die Bewohner der Verbotenen Stadt einst dort zurechtfinden konnten», meint die Schweizerin Daniela Brunner. Denn die Wege sind weit zwischen dem «Palast der Himmlischen Reinheit», der «Neun-Drachen-Wand» oder der «Halle des kaiserlichen Friedens».

Auch andere wohlklingende Namen sind im Gugong - so der chinesische Name für das über 700 000 Quadratmeter große Areal - zu finden: der «Pavillon der Tausend Herbste», der «Palast der Enthaltsamkeit» oder die «Halle der Militärischen Tapferkeit». «Die Chinesen lieben bildlich-poetische Ausdrücke», erläutert der Sinologe Karl-Heinz Pohl von der Universität Trier. «Diese lassen viel Platz für Assoziationen.»

Bis zur Revolution von 1911 lebten in der Verbotenen Stadt, dessen Bau 1420 vollendet wurde, die chinesischen Kaiser der Dynastien Ming und Qing. Die Lebensgeschichte des letzten chinesischen Kaisers Pu Yi verfilmte Star-Regisseur Bernardo Bertolucci Ende der 1980er Jahre in einem mit Oscars überschütteten Meisterwerk - Drehort: Die zu Kaisers Zeiten für die einfache Bevölkerung nicht zugängliche Verbotene Stadt.

Der im Norden angrenzende Kohlehügel wurde einst aus dem Aushub des Palastgrabens geschaffen. Seinen Namen erhielt er, weil an seinem Fuße Kohle gelagert wurde. Neben einigen Pavillons und Hallen erinnert in dem Park eine Tafel an den Ort, wo sich der letzte Ming-Kaiser an einem Baum erhängt haben soll. Ehrfürchtig lauscht dort gerade eine Touristengruppe aus China ihrem Reiseführer.

«Vor allem für alte Chinesen sind solche Stätten noch immer von großer Bedeutung. Ein Besuch in der Verbotenen Stadt bedeutet ihnen viel, weil sie auf dem Pflaster gehen können, auf dem einst der Kaiser gewandelt ist», sagt Ping Xie, die in Peking geboren wurde und jetzt in den USA lebt. Befragt man die ausländischen Touristen auf dem Kohlehügel, ist ihnen dies eher völlig unwichtig. Für sie ist es hier vor allem eines: Der Abschiedsblick von diesen Olympischen Spielen. Von Imke Hendrich, dpa

dpa-infocom


Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
Blog aus Beijing zu den Olympischen Spiele 2008
Blog lesen
Wunsch-Trikot