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Schlossnächte: Schnarchen in alten Gemäuern

Frank­furt/Main Für manche Men­schen sind Burgen und Schlösser eher düstere Orte.

Für andere sind sie Schauplätze von Märchen, haben Him­mel­bet­ten und einen großen Rosen­gar­ten.

Heutzutage kann sich jeder mal eine Nacht wie Prinz oder Prin­zes­sin fühlen. Denn in vielen Teilen Europas stehen Anwesen, die Gäste­zim­mer ver­mie­ten. «In der Loire-Region gibt es ins­gesamt 800 Schlösser, 100 davon sind öffent­lich zugänglich», sagt Melanie Jeschke vom Maison de la France in Frank­furt. Zum Bien­venue au Châteaux, einer tou­ris­tischen Verei­nigung his­tori­scher Bauten, gehören 26 private Schlösser im Loire-Tal. Einige Anwesen stammen aus dem 15. und 16. Jahr­hun­dert. Der Katalog der Verei­nigung stellt ins­gesamt 128 Schlösser, Herrenhäuser und Landgüter in West-Frank­reich vor, die Bed & Bre­akfast anbie­ten. Über­nach­tun­gen sind laut Jeschke in einigen Häusern schon für weniger als 100 Euro buchbar.

An der deutsch-niederländi­schen Grenze haben sich einige Eigentümer zum Schlösser­ver­ein Culture & Castles zusam­men­getan. Unter dieser Marke bieten ins­gesamt 49 Schlösser, Burgen und Klöster Über­nach­tun­gen an. Die meisten Anwesen liegen in der deutsch-niederländi­schen Grenz­region.

«Mittlerweile haben wir auch ein Haus in Paris und zwei in Belgien», sagt Sandra Kimm-Hama­cher von Culture & Castles in Kalkar am Nie­der­rhein. Die Gäste haben Zutritt zu den Parks und Gärten. Ein Dop­pel­zim­mer mit Frühstück ist in einigen Häusern ab 90 Euro erhältlich. Die jüngeren Häuser stammen aus dem 17. und 18. Jahr­hun­dert, manche wurden schon im 12. oder 14. Jahr­hun­dert erbaut.

In Spanien nächtigen Urlau­ber in noch älterem Gemäuer. Die spa­nische Hotel­kette Para­dores besitzt in ganz Spanien ins­gesamt 91 Häuser, etwa 40 davon sind his­torisch. «Dar­unter gibt es Häuser aus dem 6., 7. und 8. Jahr­hun­dert», sagt Ros­witha Hil­debrand in Düssel­dorf, die die Marke Para­dores in Deutsch­land ver­tritt. Die Kette ist staat­lich geführt, keines der Häuser mehr im pri­vaten Besitz. «Es gibt auch mehrtägige Routen der Para­dores wie die Route de la Plata im Süden», erklärt Leonor Cas­telos vom spa­nischen Frem­den­ver­kehrs­amt in Düssel­dorf. Preis­lich und qua­lita­tiv gibt es große Unter­schiede, denn es gebe auch Anwesen mit fünf Sternen.

Auf den britischen Inseln haben zahl­rei­che Häuser noch private Eigentümer. «In England gibt es aller­dings kaum Schlösser, sondern mehr Herrenhäuser», sagt Wulf Scheu­nert vom Ver­anstal­ter Britain & Ireland Tours. Tou­ris­ten fragten meist nach Häusern in Südeng­land und Schott­land: «Dabei ist das Angebot in Nor­deng­land und in der Mitte breiter, denn dort sind mehr alte Herrenhäuser erhal­ten», erklärt Kerstin Tegt­meyer von der British Travel Company in Frank­furt. Viele Anwesen sind 300 Jahre alt oder älter. Die Preiss­panne liege zwi­schen 100 Euro und 500 Euro pro Zimmer.

Spanien erleben: www.para­dores.de

Informationen (engl./franz.): www.bien­venueauch­ateau.com

Über­nach­tungs­ange­bote: www.culture-castles.com Von Ragah Kamel, dpa

dpa-infocom