IVWPixel Zählpixel
kalaydo.de kalaydo.de Jobs Auto kaufen Immobilien Kleinanzeigen Bei kalaydo.de inserieren In der Rhein-Zeitung und ihren Heimatblättern inserieren Zeitungsanzeige aufgeben kalaydo.de
RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Reise   » News  » Deutschland  » Gesundheit  » Katalog  » Recht  » Traumziele  » Tipps  » Galerie

Kerosinzuschläge: Flugreisen werden teurer

Berlin Als die TUI im Juli ihre Winterkataloge vorstellte, hielt sich Deutschland-Chef Volker Böttcher mit einer Prognose zurück: Es sei «nicht ausgeschlossen», dass auf die Katalogpreise noch Kerosinzuschläge draufgeschlagen werden, sagte er damals.

Nun hat die Wintersaison noch nicht begonnen, die Kataloge für die Zeit bis April 2009 sind gerade erst in die Reisebüros gekommen, doch die Zuschläge sind schon da - nicht nur bei der TUI. Auch FTI, Neckermann und Thomas Cook Reisen haben gerade Zuschläge für Reisen im kommenden Winter eingeführt. Die Rewe-Marken ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg wollen bald nachziehen.

Je nach Veranstalter und Ziel müssen Urlauber bis zu 80 Euro mehr für ihre Reise zahlen, als in den gedruckten Katalogen angegeben ist. Dies gilt nur für neue Buchungen - wer vor dem jeweiligen Stichtag den Reisevertrag geschlossen hat, muss nicht nachzahlen. Betroffen sind Veranstalterreisen mit Ferienfliegern wie Tuifly, Air Berlin und Condor. Für Linienflieger gelten wieder andere Regeln.

Neu ist dieses Verfahren nicht. Auch jetzt im Sommer gibt es die Kerosinzuschläge bereits, zum Teil sind sie für die letzten Wochen der laufenden Saison gerade noch einmal erhöht worden. Auslöser war und ist vor allem die Entwicklung des Ölpreises. Die Katalogpreise werden immer sehr frühzeitig kalkuliert - jetzt für die Wintersaison zum Beispiel «ist das schon im April und Mai geschehen», sagt Mathias Brandes, Thomas-Cook-Sprecher im hessischen Oberursel. Seitdem seien die Flugbenzinpreise deutlich gestiegen. Auch der jüngste Rückgang des Ölpreises wirke sich nicht entlastend aus, «denn zugleich ist der US-Dollar teurer geworden. Diese Entwicklungen heben sich jetzt auf.»

Ähnlich argumentiert der Marktführer: «Seit vier Wochen versuchen die Airlines, ihre gestiegenen Kosten weiterzugeben», sagt TUI-Sprecher Michael Blum in Hannover. Dies sei nun geschehen, und die TUI reiche nun ihrerseits ihre höheren Ausgaben an die Touristen weiter. Dieses Verfahren sei eine «wirtschaftliche Notwendigkeit», argumentiert Blum.

Das sieht allerdings nicht jeder Anbieter so. Wie der Branchendienst «fvw.de» berichtet, will sich Alltours der jüngsten Zuschlagsrunde nicht anschließen, weil die Preiserhöhung den Urlaubern «nicht zuzumuten» und «nicht zu vermitteln» sei. Bei Thomas Cook heißt es immerhin ausdrücklich, es werde zur Wintersaison 2008/09 keine weitere Erhöhung der Kerosinzuschläge mehr geben.

Klaus Laepple, der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV) in Berlin, ist mit solchen Voraussagen allerdings etwas vorsichtiger: «Die Entwicklung der Rohstoff- und Energiepreise ist derzeit nur schwer kalkulierbar», sagt er. «Daher lassen sich auch keine Prognosen abgeben, welchen Einfluss sie langfristig auf die Reisepreise haben werden.» Man hoffe nun aber in der Branche, «dass es zu keinen weiteren gravierenden Preissteigerungen kommen wird».

Branchendienst «fvw.de»: fvw.de

Deutscher Reiseverband (DRV): www.drv. de Kerosinzuschläge der Veranstalter So sehen die aktuellen Kerosinzuschläge der einzelnen Veranstalter für die Wintersaison 2008/09 aus - genannt werden jeweils die über den Katalogpreis hinausgehenden Kosten für einen Hin- und Rückflug mit Ferienfluggesellschaften wie Tuifly, Condor oder Air Berlin:

TUI: Auf Kurz- und Mittelstreckenflüge werden 20 Euro zusätzlich fällig. Bei den Kanaren, den Kapverdischen Inseln, Ägypten, Madeira und Marokko sind es plus 34 Euro, bei Fernreisen plus 80 Euro. Die Zuschläge gelten für alle Buchungen seit dem 15. August.

NECKERMANN/THOMAS COOK REISEN: Kurzstrecken plus 21 Euro, Mittelstrecken wie Kanaren, Türkei und Ägypten plus 32 Euro und Fernziele plus 79 Euro. Die Zuschläge gelten seit dem 18. August.

ITS/JAHN REISEN/TJEAREBORG: Kurzstreckenflüge plus 22 Euro, Mittelstreckenziele plus 33 Euro, Fernreisen plus 80 Euro. Eingeführt werden sollen diese Zuschläge «in wenigen Tagen», so das Unternehmen.

FTI: Bei Kurzstrecken werden 12 bis 17 Euro mehr fällig, bei den Mittelstrecken 22 bis 28 Euro sowie bei Langstreckenflügen 72 bis 79 Euro. Gültig sind die Sätze für alle Buchungen seit dem 15. August. Von Christian Röwekamp, dpa

dpa-infocom