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Viele Wege führen zur neuen Wohnung

Berlin Der eine guckt in den Immo­bili­enteil der Tages­zei­tung, der andere reißt Zettel an der Straßenla­terne ab.

Es gibt viele Möglich­kei­ten, nach einer neuen Wohnung zu suchen. Aber nicht jeder Weg ist für jeden Woh­nungs­suchen­den der rich­tige.

Klar ist, dass das Internet für Woh­nungs­suchende immer wich­tiger wird. «Mehr als jeder zweite Miet­ver­trags­schluss wird mitt­ler­weile mit Hilfe des Inter­nets ange­bahnt», sagt Ulrich Ropertz vom Deut­schen Mie­ter­bund (DMB) in Berlin. Nicht nur, dass das Inter­net jeder­zeit verfügbar und ständig aktua­lisier­bar ist. Dank detail­lier­ter Such­mas­ken auf diver­sen Immo­bili­ensei­ten kann der Inter­essent auch ganz gezielt nach seiner Traum­woh­nung suchen, so Ropertz: Kri­terien wie die gewünschte Lage, der bevor­zugte Schnitt, die persönliche Preis­vor­stel­lung und sogar Extrawünsche wie Aufzug, Balkon oder Hei­zungs­art können ange­geben werden. Der Com­puter spuckt dann nur noch die Ange­bote aus, die über­haupt in Frage kommen. Der Rest wird von vorn­her­ein aus­gesiebt.

Dazu kommen - je nach Anbie­ter - eine ganze Reihe von Zusatz­infor­matio­nen. «Zu jedem Angebot gibt es bei uns Fotos, Grund­risse oder Videos», erzählt bei­spiels­weise Ergin Iyi­likci vom Unter­neh­men Immo­bili­ens­cout in Berlin. Auf diese Weise kann man sich nicht nur ein genaues Bild von der Wohnung machen, ohne hin­fah­ren zu müssen, sondern dank Luft­bil­dern und Karten auch gleich die gesamte Umge­bung in Augen­schein nehmen: Der nächste Bäcker ist damit ebenso aus­zuma­chen wie Weg­stre­cken zu U-Bahn, Bus oder Schule.

«Trotzdem haben aber auch die Anzeigen in den örtli­chen Tages- und Wochenblättern ihren Wert», sagt Michael Kopff vom Mie­ter­ver­ein zu Hamburg. «Nach wie vor finden viele Ver­mie­ter nicht den Weg ins Inter­net, sondern inse­rie­ren in der Zeitung.» Beson­ders Ange­bote im ländli­chen Bereich werden häufig eher in der Zeitung plat­ziert als im Netz, ergänzt Eva Rein­hold-Postina vom Verband Pri­vater Bau­her­ren (VPB) in Berlin.

Aber auch eine eigene Such­anzeige in Netz oder Zeitung kann sich lohnen - vor allem dann, wenn man ganz kon­krete Vor­stel­lun­gen von seinem neuen Heim hat oder selbst noch Zusatz­lei­tun­gen wie Gar­ten­arbeit oder Haus­wart­leis­tun­gen anbie­tet. «Auf engen Woh­nungsmärkten muss jede Chance genutzt werden», rät Ulrich Ropertz.

Abzuraten sei hingegen von sogenannten Ser­vice­fir­men, die Adres­sen gegen Gebühr nennen, sagt Kopff. «Oft ist man dort nur sein Geld los, bekommt aber nie ein vernünftiges Angebot.» Der Mie­ter­ver­ein rät dann eher dazu, einen Haus­mak­ler ein­zuschal­ten. Der kas­siert zwar auch - aber nur, wenn er erfolg­reich eine Wohnung ver­mit­teln konnte. Auch beim Kauf einer Immo­bilie sei der Makler eine gute Adresse, so Rein­hold-Postina. «Über die Cour­tage lässt sich heute ver­han­deln. Die kann man sich ja auch mit dem Verkäufer teilen.»

Kostenfrei, dafür unter Umständen lang­wie­riger und mit ein wenig Mühe ver­bun­den, ist Mund­pro­paganda. Geziel­tes Umhören im Kol­legen- und Freun­des­kreis, Hand­zet­tel mit persönlichem Anschrei­ben im Brief­kas­ten der Häuser im gewünschten Wohn­vier­tel oder Zettel an Straßenla­ter­nen oder im Super­markt haben schon so manchem zu einem neuen Dach über dem Kopf ver­hol­fen.

Doch auch hier kommt es ein wenig darauf an, wer auf diese Weise wo eine Wohnung sucht, schränkt Maxi Schwarz, Geschäftsführerin des Immo­bilien-Inter­net­por­tals wohnung-jetzt.de mit Sitz in München, ein. «Stu­den­ten, die ein WG-Zimmer suchen, oder jungen Fami­lien, die in der Nach­bar­schaft leben, kann das Medium Straßenla­terne viel­leicht behilf­lich sein.» Wer etwas Geho­bene­res sucht oder anbie­tet, sei dagegen bei anderen Adres­sen besser auf­geho­ben. Schließlich offen­bare man sich und seine Verhältnisse mit solch einem Zettel am schwar­zen Brett doch auch sehr, gibt Eva Rein­hold-Postina zu beden­ken.

Trotzdem: Umhören bei Bekann­ten, Nach­barn und Anwoh­nern schadet nie. Denn egal ob zur Miete oder zum Kauf, laut der VPB-Exper­tin lehrt die Erfah­rung: «Gute Immo­bilien gehen fast immer unter der Hand weg und kommen nur selten auf den Markt.»

Portal Immobilienscout 24: www. immobilienscout24.de

Portal Wohnung Jetzt: www.wohnung-jetzt.de Von Melanie Brandl, dpa

dpa-infocom


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