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Intel entwickelt Stromübertragung ohne Kabel

San Francisco Intel arbeitet daran, eine Technologie zur kabellosen Stromübertragung in den Alltag zu bringen.

Damit könnten zum Beispiel Notebooks oder Handys ohne Anschluss an eine Steckdose aufgeladen werden.

Das erläuterte Intel-Technologiechef Justin Rattner beim hauseigenen Entwicklerforum IDF in San Francisco. Bis zur endgültigen Marktreife dürfte es allerdings noch mehr als fünf Jahre dauern, räumte er ein. Rattner zeigte am Donnerstag eine Lampe mit 60-Watt-Glühbirne, die ohne Stromkabel zum Leuchten gebracht wurde.

Die Intel-Pläne basieren auf bereits im vergangenen Jahr vorgestellten Forschungen am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Die Wissenschaftler hatten damals bereits mit dem Glühbirnen-Experiment für Aufsehen gesorgt. Sie nutzen das Phänomen magnetisch gekoppelter Resonanz: Zwischen zwei Objekten, die in einem Magnetfeld in derselben Frequenz schwingen, kann Energie übertragen werden. Der Empfänger könnte eines Tages zum Beispiel in Notebooks integriert werden. Bei der Weiterentwicklung ist es den Intel-Forschern inzwischen gelungen, den Energieverlust bei der Übertragung auf nur noch 25 Prozent zu reduzieren. Die Entfernung zwischen dem Generator und dem Energieempfänger kann je nach Energiebedarf einen halben oder auch mehrere Meter betragen.

Die Komponenten wie Sendestation und Antenne seien nun deutlich kleiner geworden. «Wäre es nicht fantastisch, wenn man unterwegs nicht wissen müsste, wo man die nächste Steckdose findet, sondern Strom einfach zur Verfügung hat», sagte Rattner.

Derzeit kann man zum Beispiel bereits mit Hilfe elektromagnetischer Induktion die Akkus einiger Zahnbürsten ohne elektrische Kontakte aufladen. Der Akku muss dabei aber immer noch in der Ladestation stecken.

Intel nennt seine Entwicklung WREL (Wireless Resonant Energy Link). Die MIT-Forscher erfanden für ihr Verfahren das Kunstwort WiTricity (von Wireless Electricity). Sie sollen laut Medienberichten inzwischen zum Teil Effizienzgrade von bis zu 90 Prozent erreicht haben.

Rattner erzählte in San Francisco auch von frühen Forschungen zu Elektrogeräten, die aus Millionen winziger Roboter bestehen und dadurch ihre Form verändern können. So könnte ein und das selbe Gerät zum Beispiel die Form eines Telefons annehmen und sich für die Internet-Nutzung zu einem größeren Bildschirm mit Tastatur entfalten, erläuterte er.

dpa-infocom


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