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Tomorrow Focus will erst 2010 Dividende zahlen

München Die Aktionäre der Burda-Internet-Tochter Tomorrow Focus müssen noch knapp drei Jahre auf ihre erste Dividende warten. «Für 2008 und 2009 ist keine Ausschüttung geplant.

Stattdessen werden wir bis Ende 2009 unsere Bankverbindlichkeiten deutlich reduzieren», sagte Vorstandschef Stefan Winners der dpa in München. Tomorrow Focus werde den Umsatz in den kommenden Jahren zwar im zweistelligen Prozentbereich steigern und auch ordentliche Renditen einfahren, zunächst müssten aber die Verbindlichkeiten aus den Übernahmen der vergangenen Jahre abgebaut werden. Ende Juni lagen die Schulden des Unternehmens bei rund 80 Millionen Euro.

Allein im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen rund 60 Millionen Euro in Zukäufe gesteckt, darunter das Schweizer Reiseportal HolidayCheck AG und die Online-Partnervermittlung Elite Partner. In diesem Jahr seien zwar erst rund 5 Millionen Euro in neue Beteiligungen geflossen, bis Jahresende seien aber nochmals 5 bis 10 Millionen Euro für Übernahmen eingeplant. «Wir wollen bis Jahresende noch zwei Zukäufe im Vermarktungsbereich machen», sagte Winners. 2009 will Tomorrow Focus dann auch noch die verbleibenden 20 Prozent an Holiday Check übernehmen.

Insbesondere mit solchen überwiegend provisions- und gebührenfinanzierten Plattformen wie HolidayCheck, Elite Partners oder auch dem «Playboy» verdiene das Unternehmen derzeit sein Geld, sagte Winners. «Ohne den Bereich E-Commerce wäre Tomorrow Focus an der Börse nicht überlebensfähig.» Das klassische Geschäft mit werbefinanzierten Seiten im Internet gerate dagegen immer mehr unter Druck. Dort kämpfe eine rasant wachsende Zahl von Anbietern um die Werbebudgets der Unternehmen. Vor allem vor dem Hintergrund der abkühlenden Konjunktur und einer drohenden Rezession im kommenden Jahr erwarte er daher eine massive Konsolidierungswelle am Markt. «Ich rechne damit, dass in den nächsten zwei Jahren mindestens die Hälfte der Start-Up-Internetunternehmen, die ausschließlich auf Werbung setzen, verschwinden werden.»

Eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr wollte Winners nicht abgeben. «Ob wir beim EBITDA über den Analystenschätzungen herauskommen, hängt davon ab, ob das werbefinanzierte Portalgeschäft im vierten Quartal deutlich zulegt gegenüber Vorjahr oder nicht.» Analysten gehen für das Unternehmen in diesem Jahr im Schnitt von einem Umsatz von rund 83 Millionen Euro sowie einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von gut 12 Millionen Euro aus. Nach derzeitigem Stand bewege sich das Unternehmen im Rahmen dieser Vorhersagen. Derzeit kontrolliert der Burda Verlag 58 Prozent der Stimmrechte bei Tomorrow Focus. Weitere 7 Prozent liegen in Händen des Managements, der Rest ist in Streubesitz.

Gespräch: Michael Friedrich, dpa

dpa-infocom


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