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Für Garteneinsteiger: Sedum braucht kaum Pflege

Berlin Sie blühen gelb oder rot, rosa oder weiß, bilden wun­derschöne Tep­piche oder impo­sante Stauden, machen sich gut im Kübel oder im Beet. Sie gedei­hen auch und gerade auf magerem Boden und brau­chen kaum Pflege.

Auf einen kurzen Nenner gebracht: Fetthen­nen (Sedum) sind ideale Pflan­zen für Ein­stei­ger und alle, die wenig Zeit für die Gar­ten­arbeit haben. Die Gattung Sedum gehört zur Familie der Dick­blatt­gewächse. «Die meisten Arten sind Blatt-Suk­kulen­ten: Sie spei­chern Saft in den Blättern und können so Tro­cken­peri­oden über­dau­ern», erklärt Ste­pha­nie Gasper vom Bota­nischen Garten Berlin-Dahlem. «Außerdem gibt es ein­zelne Arten, die Saft in ver­dick­ten Rhi­zomen spei­chern.» Damit muss sich der Gärtner keine Gedan­ken über die Pflege während des Som­mer­urlaubs machen. Und tägliches Gießen entfällt eben­falls.

Fast alle Sedum-Pflanzen bevorzugen sonnige, eher tro­ckene Lagen. Der ideale Platz ist deshalb im Stein­gar­ten, auf der Tro­cken­mauer oder bei der Dach­begrünung. Stimmt die Boden­zusam­men­set­zung, dann sind die Hungerkünstler auch im Stau­den­beet, der Rabatte oder dem Trog vor dem Haus­ein­gang gut auf­geho­ben.

Zuviel Feuch­tig­keit mögen Sedum-Pflan­zen auch von oben nicht: Unter einer Schicht feuch­ter Blätter bei­spiels­weise fangen sie leicht an zu faulen. Das Herbst­laub benach­bar­ter Gehölze muss also rasch abgeräumt werden. Das war es jedoch auch schon mit den pfle­geri­schen Maßnahmen. «Wenn der Stand­ort stimmt, haben Krank­hei­ten und Schädlinge bei Sedum keine Chance», sagt Thomas Wagner vom Bun­des­ver­band Deut­scher Gar­ten­freunde (BDG) in Berlin.

Ihre Genügsamkeit und die Eignung für magere Stand­orte sind die wich­tigs­ten Gründe, warum Gar­ten­besit­zer Sedum pflan­zen. «Die wenigs­ten habe genau eine Sorte im Blick», erzählt Chris­tian Baltin, Inhaber der gleich­nami­gen Stau­dengärtnerei in Wolfs­burg. Dabei bieten die 500 Arten der Sedum-Gattung mit hun­der­ten Sorten genug Auswahl. Eine erste Ori­entie­rung kann die Wuchshöhe bieten: Grob werden Boden­decker mit einer Höhe von wenigen Zen­time­tern sowie Stauden mit einer Höhe von bis zu 60 Zen­time­tern unter­schie­den.

Unter den Boden­deckern ist der Scharfe Mau­erpfef­fer (Sedum acre) wohl der bekann­teste, gefolgt von Sedum flo­rife­rum 'Wei­hen­ste­pha­ner Gold'. Kaum bekannt sind aus­gefal­lene Sorten wie Sedum album 'Coral Carpet'. Dieser Boden­decker hat bei Wärme grüne Blätter. Bei Tro­cken­heit oder Kälte färben sich diese leuch­tend rot.

Unter den hoch wachsenden Stauden sind die tele­phium-Sorten am wei­tes­ten ver­brei­tet. Zum Bei­spiel 'Herbst­freude' mit seinen großen, rostro­ten Blüten­tel­lern. Oder 'Matrona' mit seinen lilagrünen Blättern, lila über­lau­fenen Trieben und zier­lichen, zart­rosa­far­benen Blütens­ter­nen.

Die pfle­geleichte Pracht lässt sich auch vom Laien gut ver­meh­ren. «Stauden werden im Frühjahr einfach geteilt», erklärt Gar­ten­freund Wagner. Bei kleinblättrigen Pflan­zen bietet sich die Ver­meh­rung durch Blatt­steck­linge an: Sie bewur­zeln sehr leicht und schnell. «Einjährige Arten kann man säen», ergänzt Gasper. «Viele von ihnen säen sich auch selbst aus.» Dafür hat sich die Natur einen tollen Mecha­nis­mus ein­fal­len lassen: Die Kapseln platzen auf, wenn sie mit Wasser in Kontakt kommen und die Samen eine Chance haben zu keimen. Von Eva Neumann, dpa

dpa-infocom


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