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Leckeres aus dem Garten: Hübscher Gaumen-Genuss

Bonn Kiwis, Fel­sen­bir­nen oder Pas­sionsfrüchte aus dem eigenen Garten? Kein Platz, viel zu viel Arbeit, und außerdem passt das nicht zu Blüten­pracht und Buchs­baums­kulp­tur, denken viele. Doch es gibt leckere Garten-Schönheiten, die wenig Platz brau­chen.

Mit Blüten, Düften und schmückendem Blatt­werk machen sie auf sich auf­merk­sam, bevor Beeren und Früchte dem Gaumen unge­wohnte Genüsse bieten. Selbst­gezo­gene Kiwis fallen zwar wesent­lich kleiner aus als Super­markt-Exem­plare. Sta­chel­beergröße errei­chen die Garten-Formen. Dafür besit­zen sie weiche Schalen, die sich ohne wei­teres mit­essen lassen. 'Weiki' oder 'Julia' liefern reichen Frucht­segen an bis zu acht Meter hoch schlin­gen­den Trieben - sofern zu den weib­lichen Exem­pla­ren ein männli­ches gepflanzt wurde.

Actinidia kolomikta eignet sich beson­ders gut dafür. Die männli­chen Exem­plare sind nicht nur sehr gute Pol­len­spen­der. Sie sehen auch spek­takulär aus mit ihren rosa oder weißen Blatt­spit­zen im Frühsommer. Andere wie Acti­nidia arguta oder Acti­nidia poly­gama gefal­len durch gold­gelbe Herbstfärbung oder silb­rig­weißen Austrieb. Dagegen erwei­sen sich die häufig ange­bote­nen selbst­fruch­ten­den Sorten oft als wenig zuverlässig.

Auch das Chi­nesi­sche Spaltkölbchen (Schi­san­dra chi­nen­sis) zählt zu den genießbaren Schönheiten. Vor allem im Herbst zieht es die Blicke auf sich, wenn vor gold­gel­ber Herbstfärbung glänzend rote Trauben dicker «Johan­nis­bee­ren» hängen. Diese Beeren haben es in sich. Der Zunge bieten sie gleich fünf Geschmacks­rich­tun­gen auf einmal: sauer, süß, bitter, salzig und «umami», ein japa­nischer Begriff, der sich am ehesten mit herz­haft über­set­zen lässt. Hier­zulande ist das Spaltkölbchen zuverlässig win­ter­hart, windet sich mit dünnen Trieben bis zu acht Meter hoch und lässt sich gut an Wand­spa­lie­ren oder Per­golen ziehen.

Als eifriger Kletterer erobert die Akebie (Akebia quinata) rasch Höhe. Sie fällt im Mai durch duf­tende Blüten auf. Als Scho­kola­den­pur­pur lässt sich die Farbe der weib­lichen Blüten bezeich­nen, die männli­chen setzen Rosa daneben. In warmen, tro­ckenen Sommern setzt sich das Vergnügen mit den Früchten fort. Sie erin­nern an hell- bis pur­pur­vio­lette Gurken, die bei Reife auf­plat­zen und den Blick auf die Reihe der Samen und das gelee­artige Innere frei­geben. Letz­teres wird am besten pur gelöffelt.

Wärme und Sonne brau­chen die Pas­sions­blu­men, damit sich aus den spek­takulären Blüten Früchte ent­wickeln. Sind sie reif, baumeln sie wie dicke oran­gefar­bene Pflau­men an den langen Ranken, die sich gut um Gartenbögen, Zäune oder Spa­liere leiten lassen. Am vitals­ten wachsen sie aus­gepflanzt, was bei Pas­siflora cae­rulea und etli­chen anderen pro­blem­los möglich ist. Sie sind erstaun­lich win­ter­hart und dürfen auch im Winter draußen bleiben.

Nicht ganz so zuverlässig ist die Freude an den Früchten. Denn sie halten nicht immer, was die appe­tit­liche Farbe ver­spricht. Pas­sions­blu­men sind selbstste­ril. Werden sie nur mit eigenem Pollen bestäubt, weil andere Pflan­zen fehlen, ent­wickeln sich nur wenige Samen­anla­gen. Wer sicher gehen will, pflanzt neben Pas­siflora cae­rulea eine der genauso unemp­find­lichen Sorten 'Chi­nen­sis', 'Con­stance Elliott' oder 'Pierre Pommie'.

Das gleiche gilt für die Blaue Hecken­kir­sche (Loni­cera kam­tscha­tica), auch Mai­beere genannt. Auch von ihr sollten zwei ver­schie­dene Exem­plare gepflanzt werden, zum Bei­spiel der Sorten 'Maistar', 'Mailon' oder 'Blue Velvet'. Blau wie Hei­del­bee­ren, dafür aber doppelt so lang hängen die Beeren paar­weise an den Zweigen. Frost­hart und unemp­find­lich gegenüber Krank­hei­ten erin­nern die 100 bis 150 Zen­time­ter hohen Sträucher auch vom Wuchs her an Hei­del­bee­ren, ver­lan­gen aber keinen sauren Boden.

In Bezug auf die Schönheit ist die Schwarze Apfel­beere (Aronia mela­nocarpa) der Mai­beere über­legen. Auch sie wächst strau­chig und bekommt hand­liche 150 Zen­time­ter Höhe. Das Auge erfreut sich an den schnee­weißen Schirm­ris­pen im Frühjahr, aus denen tief­blaue, kuge­lige Früchte her­anrei­fen. Mehr Pflan­zen für Augen und Mund Auch fol­gende Pflan­zen erfreuen Augen und Magen zugleich:

- Fel­sen­birne (Ame­lan­chier lamar­ckii): Weiße Blüten, kup­fer­rote Herbstfärbung, blaue Beeren - wenn die Vögel nicht schnel­ler sind.

- Essbare Ölweide (Eleagnus mul­tiflora): Sil­brige wei­den­artige Blätter, weißgelbe, duf­tende Blüten, herb­saure Früchte.

- Mahonie (Mahonia aqui­folium): Gold­gelbe Blüten, ledrig glänzende Blätter, blauschwarze Früchte.

- Büffel­beere (She­pher­dia argen­tea): Sehr frühe gelb­liche Blüte, silbrig behaarte Blätter, orange bis tiefrote Früchte. Von Helga Panten, dpa

dpa-infocom


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