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«Park der Gärten»: Fühlen und Anfassen erlaubt

Bad Zwi­sche­nahn Blühende Zier­pflan­zen, ver­schie­dene Kräuter, Gehölze, Bäume, Sträucher und dazwi­schen kleine Oasen zum Ver­wei­len - im «Park der Gärten» im niedersächsi­schen Bad Zwi­sche­nahn werden alle Sinne ange­spro­chen.

«Hier ist Tasten erlaubt, sogar erwünscht», sagt Park­lei­ter Bern­hard Kühne. Auch die Rasenflächen dürfen betre­ten werden. Liegestühle und Sitz­grup­pen stehen für den Besu­cher bereit. «Man darf hier auch Pick­nick machen.» Mehr als 40 ver­schie­dene Themengärten sind auf dem 14 Hektar Parkgelände ange­legt. «Vom Zeit­geist im Garten bis zur Kul­tur­geschichte ist alles ver­tre­ten», sagt Kühne.

Auch ein 700 Quadratmeter großer Blin­den­gar­ten mit hoch­geleg­ten Beeten und Erklärungen in Braille-Schrift gehört dazu. Eine Attrak­tion nicht nur für Seh­behin­derte ist der Blin­den­brun­nen, der über Sen­sor­tas­ten in Bron­zefi­guren ver­schie­dene Was­ser­fontänen in die Höhe schießt oder gur­gelnde Geräusche von sich gibt. Während Blinde mit Hilfe der Braille-Schrift Erklärungen bekom­men, müssen Sehende die Sen­sor­punkte suchen. «Es geht kaum jemand vorbei, der nicht Kontakt mit ihm auf­nimmt», weiß Kühne. «Der Brunnen macht sich auch selbst bemerk­bar und fängt an zu stöhnen oder zischen.»

Der Park ent­stand zur Lan­des­gar­ten­schau 2002 auf einem alten Militärgelände. Das war damals ein Flug­platz für Rake­ten­flie­ger und es mussten zunächst viele Alt­las­ten ent­sorgt werden. Im März 2003 öffnete als Nach­fol­ger der Park der Gärten. Seitdem werden rund 100 000 Besu­cher pro Jahr gezählt. In diesem Jahr rechnet Kühne mit einem deut­lichen Plus. «Wir sind mit der Hälfte der Saison aus­gespro­chen zufrie­den.» Der Park sei ein Glücksfall für die Region und werde immer mehr zu einer tou­ris­tischen Säule.

Der stellvertretende Bürgermeister von Bad Zwi­sche­nahn, Rolf Oel­jeschläger, bestätigt diese Einschätzung. Der Park habe über­regio­nalen Cha­rak­ter bekom­men und sei bei Tou­ris­ten fester Besuchs­bestand­teil gewor­den, sagt Oel­jeschläger. «Jetzt, wo er da ist, kann man sich nicht vor­stel­len, dass es ohne ihn ging.» Er selbst habe ein Jah­res­karte. «Sogar meine Kinder kommen mit.» Der Park schreibe zwar keine schwar­zen Zahlen, «aber dann müssen sich eben mehrere die rosa Zahlen teilen», meint der Poli­tiker.

Das Jah­res­bud­get beträgt laut Kühne eine Million Euro. Davon tragen die Gesell­schaf­ter - die Land­wirt­schafts­kam­mer Nie­der­sach­sen, der Land­kreis Ammer­land und die Gemeinde Bad Zwi­sche­nahn - rund 300 000 Euro. Der Rest müsse mit dem Verkauf von Ein­tritts­kar­ten finan­ziert werden, sagt Kühne. «Wir sind eine kos­ten­deckende Ein­rich­tung.»

15 Mitarbeiter sind mit der Pflege der Anlagen beschäftigt, zu der auch eine Fläche der Lehr- und Ver­suchs­anstalt für Gar­ten­bau gehört. «Wir haben 8500 ver­schie­dene, eti­ket­tierte Pflan­zen im Park und damit eine der größten Pflan­zen­samm­lun­gen in Deutsch­land», sagt Chef-Gärtner Björn Ehsen. Und jede Saison gibt es für den Besu­cher Neues zu ent­decken. In diesem Jahr ist es bei­spiels­weise der «Medi­ter­rane Garten» mit einem plätschern­den Brunnen und den typi­schen medi­ter­ranen Pflan­zen wie Laven­del, Kat­zen­minze und Sil­ber­raute. «Neben dem Trend wollen wir auch die Umset­zung zeigen», sagt Kühne.

Die ein­zel­nen, jeweils etwa 400 Qua­drat­meter großen Themengärten sind an Garten- und Land­schaft­bau­betriebe der Region ver­pach­tet. Sie wählen das Thema und richten die «Par­zelle» ent­spre­chend her. Die Pflege über­neh­men die Mit­arbei­ter des Parks. Für frei­wer­dende Flächen gebe es genug Inter­essen­ten, ver­sichert Ehsen. «Das Ammer­land ist das Zentrum des Gar­ten­baus in Nie­der­sach­sen und wir sind das Schau­fens­ter des Gar­ten­baus.»

Internet: www.park-der-gaerten.de Von Vera Jansen, dpa

dpa-infocom


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