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Zusammenleben ohne Trauschein: Absprachen treffen

Erfurt/München Immer mehr Paare leben ohne Trau­schein zusam­men.

Sie haben gemein­same Ver­siche­rungs­poli­cen, schaf­fen gemein­sam Sofa­gar­nitu­ren und Küchen, Schrankwände und ganze Woh­nun­gen an. Und sie haben Kinder zusam­men.

Rechtlich abgesichert ist dieses Leben in «wilder Ehe» nicht. Deshalb kann es sinn­voll sein, einige Punkte schrift­lich zu regeln. «Ein Zusam­men­leben außerhalb der Ehe ist mit zahl­rei­chen recht­lichen Risiken ver­bun­den», sagt Peter Janecek, Geschäftsführer der Notar­kam­mer Thüringen in Erfurt. Hat ein Ehepaar keine Son­der­rege­lun­gen getrof­fen, greift bei Tren­nung und Schei­dung das Gesetz und klärt Fragen zu Erbrecht, Unter­halt oder Ver­siche­run­gen - etwa über den Ver­sor­gungs­aus­gleich. Für Unver­hei­ratete gestal­tet sich das schwie­riger.

Unverheiratete Paare seien des­wegen aber nicht gezwun­gen, im rechts­freien Raum zu leben. Sie können selbst ent­schei­den, was sie ver­trag­lich unter­ein­ander in welchen Grenzen regeln wollen. Das kann zum Bei­spiel die Haus­haltsführung, die Kin­der­betreu­ung, die Wohnung oder den Hausrat betref­fen.

«Die vermögensrechtlichen Fragen sind bei Ehe­leu­ten im Bürger­lichen Gesetz­buch gere­gelt. Bei Nicht­ehe­lichen gelten die Regeln wie zwi­schen Fremden», erläutert Klaus Michael Groll, Präsident des Deut­schen Forums für Erbrecht in München. Wer ohne Trau­schein zusam­men­zieht, sollte deshalb eine Inven­tar­liste zusam­men­stel­len - also auf­schrei­ben, wer was mit in die gemein­samen vier Wände gebracht hat. «Diese Liste sollte fortgeführt werden. Das ist sinn­voll, damit geklärt ist, wer was wann während der Bezie­hung ange­schafft hat», sagt Groll.

«Man braucht das aber nicht zu übert­rei­ben und für jeden Kaffeelöffel zu machen», sagt Rechts­anwältin Karin Vetter aus Rastatt in Baden-Württem­berg. Für teure Gegenstände wie Sofa oder Ste­reo­anlage sei eine Liste aber ange­bracht. Inves­tie­ren beide in einen Fern­seher, sollten sie hand­schrift­lich fest­hal­ten, was mit dem Gerät im Tren­nungs­fall geschieht.

Um Streit ums Geld vorzubeugen , rät Vetter zu einem gemein­samen Konto für Miete, Ver­siche­run­gen und den Einkauf. Was gemein­sam ange­schafft werden soll, wird dann von diesem Konto bezahlt. Ärger gibt es häufig auch, wenn der eine will, dass ihm der Ex-Partner die geleis­tete Gar­ten­arbeit oder die Zeit für die Betreu­ung des gemein­samen Haus­tie­res nachträglich bezahlt, so die Erfah­rung von Groll. Von solchem Anspruchs­den­ken sollten sich Partner laut dem Juris­ten aber ver­abschie­den: «Leis­tun­gen im Haus­halt werden bei Tren­nung nicht vergütet.» Hat die Frau stets sau­ber­gemacht, kann sie später nicht auf einen Aus­gleich hoffen.

Wie die Finan­zen sollten Nicht­ehe­liche auch den Tod eines Part­ners in ihre Über­legun­gen ein­bezie­hen. Janecek emp­fiehlt Rege­lun­gen für den Fall der Erkran­kung, also bei­spiels­weise eine Vor­sor­gevoll­macht oder Pati­enten­verfügung. Für den Todes­fall seien ein Erb­ver­trag oder Ein­zel­tes­tamente sinn­voll. Gibt es gemein­same Kinder, sollte in jedem Fall ein Part­ner­schafts­ver­trag geschlos­sen werden. Von Ange­lika Röpcke, dpa

dpa-infocom


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