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Neue Heizungsanlage - Wann Energie-Contracting lohnt

Bonn/Berlin Die Ener­gie­preise steigen unent­wegt. Auf die Kos­ten­explo­sion haben Woh­nungs­eigentümer zwar keinen Ein­fluss.

Mit einer moder­nisier­ten Hei­zungs­anlage tun sie aller­dings nicht nur etwas für den Kli­maschutz, sondern sparen auch noch Geld.

Dabei kann das sogenannte Energie-Con­trac­ting helfen: Durch die Übert­ragung der Wärme­ver­sor­gung an spe­zia­lisierte Dienst­leis­ter sparen Woh­nungs­besit­zer im Ide­alfall auch Zeit und Mühe. Bei den Verträgen ist aber Vor­sicht geboten.

«Beim Energie-Con­trac­ting ist nicht der Haus­eigentümer Besit­zer und Betrei­ber der Heiz­anlage, sondern das Con­trac­ting-Unter­neh­men», erklärt Gabriele Hein­rich vom Ver­brau­cher­schutz­ver­ein Wohnen im Eigen­tum aus Bonn. «In der Regel plant, finan­ziert, errich­tet, führt und wartet er die Heiz­anlage.» So kaufen Eigentümer einer Wohn­anlage die gesamte Wärme bei einem Dienst­leis­ter ein und bezah­len dafür einen soge­nann­ten Wärme­preis.

Energie-Contracting ist laut Heinrich eine Möglich­keit, Sanie­rungs­stau in Hei­zungs­kel­lern zu besei­tigen. Viele ältere Eigentümer­gemein­schaf­ten moder­nisier­ten nur zögerlich oder gar nicht ihre Anlagen. Denn das Geld reicht oft nicht aus. Mit Hilfe des Con­trac­tings eröffneten sich Möglich­kei­ten, wie trotz leerer Gemein­schafts­kasse die Hei­zungs­anlage erneu­ert werden kann.

«Im Bereich des Pri­vat­kun­den ist das Energie-Con­trac­ting bisher kaum ange­kom­men», sagt Thomas Pen­ningh vom Verband Pri­vater Bau­her­ren (VPB) aus Berlin. Während es sich für Ein­fami­lien­haus-Besit­zer selten lohnt, könnten Eigentümer- und Bau­her­ren-Gemein­schaf­ten oder Ver­mie­ter von Mehr­fami­lien-Häusern dagegen pro­fitie­ren.

«Contracting ist immer eine Lösung für die zen­trale Behei­zung eines ganzen Gebäudes. Ein­zelne Woh­nungs­eigentümer können diese Lösung daher nicht nutzen, sondern nur die Eigentümer­gemein­schaft», sagt Ingrid Vogler vom Bun­des­ver­band deut­scher Woh­nungs- und Immo­bili­enun­ter­neh­men (GdW) in Berlin. In der Praxis schließen die Eigentümer einen Con­trac­ting-Vertrag mit einem Ener­gie­anbie­ter - und haben dadurch oft einen finan­ziel­len Vorteil.

Für Mieter kann es aller­dings teurer werden, weil die Kosten, die dem Ver­mie­ter durch den Con­trac­ting-Vertrag ent­ste­hen, umge­legt werden, sagt Pen­ningh. Das heißt, die Rech­nung des Dienst­leis­ters geht an den Ver­mie­ter, der sie voll an den Mieter wei­ter­rei­chen kann.

Wer an einem Contracting interessiert ist, sollte die Fall­stri­cke in manchen Ver­ein­barun­gen nicht außer Acht lassen. «Viele Verträge ent­hal­ten für den Con­trac­ting-Kunden oft unvor­teil­hafte Rege­lun­gen zum Ver­trag­sende, die ihn nach 20 Jahren Ver­trags­lauf­zeit ohne Heiz­anlage ste­hen­las­sen», erläutert Exper­tin Hein­rich. «Auch die soge­nann­ten Preis­gleit­klau­seln, mit der die Con­trac­ting-Unter­neh­men zukünftige Preis­stei­gerun­gen fest­legen, sollte niemand ohne fach­liche Prüfung unter­schrei­ben.»

Vogler rät, sich die Verlänge­rungs­optio­nen und Kündi­gungs­bedin­gun­gen des Ver­tra­ges genau durch­zule­sen. Außerdem schade es nicht, Ver­gleichs­ange­bote ein­zuho­len. Darüber hinaus müsse der Energie- bezie­hungs­weise Wärme­ver­brauch genau aus­gerech­net werden, damit die Kos­tener­mitt­lung am Ende stimmt.

Die Wohneigentümer: www. wohnen-im-eigen­tum.de

Bun­des­ver­band deut­scher Woh­nungs- und Immo­bili­enun­ter­neh­men e.V.: www.gdw.de

Bun­des­minis­terium für Ernährung, Land­wirt­schaft und Ver­brau­cher­schutz: www.bmelv.de

Verband Pri­vater Bau­her­ren e.V.: www.vpb.de Soviel kostet Energie-Con­trac­ting Energie-Con­trac­ting ist nicht kos­ten­los, auch wenn die Anbie­ter gern mit erstaun­lich attrak­tiven Wärme­prei­sen werben. Das sei aber nur der Ein­stiegs­preis, der sich oft schnell deut­lich erhöht, erklärt Gabriele Hein­rich vom Ver­brau­cher­schutz­ver­ein Wohnen im Eigen­tum in Bonn. «Unseren Erfah­run­gen nach liegt der monat­liche Wärme­preis für Con­trac­ting durch­schnitt­lich bei etwa 1,30 Euro pro Qua­drat­meter.» Im Ver­gleich mit den Heiz­kos­ten in Deutsch­land - derzeit im Mittel etwa 1,10 Euro pro Qua­drat­meter und Monat - sei das teurer. «Dafür ent­fal­len für den Haus­eigentümer die Auf­wen­dun­gen für Inves­tition und Instand­hal­tung der Heiz­anlage.» Von Ange­lika Röpcke, dpa

dpa-infocom


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