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Musikspielzeug von McDonald's Gefahr für Kindergehör

Aachen Ein Musikspielzeug von McDonald's als Gratisbeigabe für Kinder ist nach Testergebnissen der Aachener Hochschule RWTH zu laut und könnte das kindliche Gehör schädigen.

«Die gemessenen Dezibelwerte sind erschreckend hoch», sagte Gottfried Behler vom Akustischen Institut der Rheinisch-Westfälischen Hochschule am Freitag (22. August) auf Anfrage und bestätigte damit einen Bericht der «Rheinischen Post». McDonald's solle die bunten Geräte, die wie Handys aussehen und Musik-Hits spielen, aus dem Verkehr ziehen. Dagegen sagte ein Sprecher der Fast-Food-Kette der dpa, die «Mega Music»-Spielzeuge seien «unter härtest möglichen Bedingungen» von einem renommierten Labor getestet und als unbedenklich eingestuft worden.

Die Sicherheit der Kinder stehe aber an erster Stelle, betonte McDonald's-Sprecher Alexander Schramm. Das Unternehmen sehe daher dringenden Klärungsbedarf und habe bereits Kontakt zu dem Aachener Institut aufgenommen. Dort waren bei den Plastikgeräten - direkt ans Ohr gehalten - ein Dauerpegel von mehr als 100 Dezibel und einzelne Spitzenwerte von sogar bis zu 112 Dezibel gemessen worden, wie Wissenschaftler Behler sagte. Laut deutscher Spielgeräteverordnung dürfe aber bei «ohrnahen Geräten» ein Pegel von 90 nicht überschritten werden. Bei den von McDonald's beauftragten Tests lagen die Werte dagegen bei 64 bis 79 Dezibel - in einer Nähe zum Ohr von rund 2,5 Zentimetern, erklärte Schramm.

Der RWTH-Mitarbeiter riet Eltern zur Vorsicht: «Die getesteten Geräte sind eine potenzielle Gefahr für das Gehör der Kinder.» In Richtung McDonald's verlangte er: «Wer sich verantwortlich fühlt für das, was er verteilt, der sollte ein derartiges Spielzeug aus dem Verkehr ziehen». Da die, als Beigabe zu einem Menü, ausgehändigten Spielzeuge wie Handys aussehen, laden sie Behler zufolge Kinder dazu ein, sich die Musik direkt am Ohr anzuhören. Die Lautstärke lasse sich nicht regulieren.

Schramm sagte, «Mega Music» werde in Deutschland seit dem 8. August abgegeben und seitdem gebe es keinerlei negative Rückmeldungen von Verbrauchern. Die Tests der RWTH würden aber dennoch ernst genommen. Es solle nun genau verglichen und geprüft werden, wie in Aachen getestet wurde und wie es zu den unterschiedlichen Dezibel-Werten kam. Er verwies auch auf einen beigelegten Zettel in der Spielzeug-Verpackung, der Kindern empfehle, das Gerät nicht direkt ans Ohr zu halten.

Nach Einschätzung des Aachener Akustik-Instituts sind die Spielzeuge dann «verträglich», wenn sie auf ausreichenden Abstand gehalten werden. Es sei aber fraglich, «ob Kindern ein sachgemäßer Gebrauch der Spielzeuge so einfach vermittelbar ist und ob sie oder ihre Eltern den beigefügten Zettel überhaupt lesen», meinte Behler.

dpa-infocom


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