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Mainz 05

Bungert: Die 5 war total daneben

Mainz Nur noch bis Ende dieser Woche hat Christian Heidel Zeit, einen weiteren Innenverteidiger für den FSV Mainz 05 aufzutreiben.

Am Montag endet die Transferperiode eins. Die beiden bisherigen Spiele haben allerdings gezeigt, dass sich der Zweitligist auch auf den 21-Jährigen Niko Bungert absolut verlassen kann.

Beim Blick ins Fachmagazin , der montäglichen Pflichtlektüre für die Fußballprofis des FSV Mainz 05 neben der MRZ, dürfte Niko Bungert das Frühstücksbrötchen mit der Nuss-Nugatkreme beinahe im Hals stecken geblieben sein. Der "Kicker" bewertete die Leistung des 21-jährigen Innenverteidigers beim 2:1-Auswärtssieg der 05er in der Allianz Arena mit mangelhaft. Note 5. Zum Vergleich: Mathieu Beda, Bungerts Pendant in der Abwehr des TSV 1860, ständiger Schwachpunkt und beim 1:0 durch Miroslav Karhan von Srdjan Baljak nahezu vorgeführt, erhielt nur die 4,5.

"Natürlich ist es schwer für jemanden, 22 Leute ständig im Blick zu haben und akkurat zu beurteilen", sagte Bungert mit einem Anflug von Verständnis, "aber eine fünf, so glaube ich, ist doch total daneben." Er sei natürlich überrascht gewesen über diese "unglückliche Benotung". Mehr aber auch nicht. "Ich muss mir meine Bestätigung nicht aus den Medien holen. Ich kann mich ganz gut selbst einschätzten."

Die persönliche wie auch die überwiegende Meinung der Kritiker tendierte eher dahin, dem jungen Abwehrmann der 05er eine gute Note zu geben. Schon zum Saisonauftakt gegen den 1. FC Kaiserslautern (3:3) leistete sich der Ex-Offenbacher nur das Missverständnis mit Torhüter Dimo Wache, das zu einem der Gegentore führte. In München spielte Bungert absolut fehlerlos hinten drin, überzeugte mit starkem Kopfballspiel und wirkte im Zusammenspiel mit Nikolce Noveski derart sicher wie es vor der Saison kaum jemand vom Neuzugang erwartet hätte. "Ein paar Fehlpässe zu viel", fügte Bungert selbstkritisch an. Über 50 Zweitligaspiele beim OFC hat der U 21-Nationalspieler absolviert und zeigt keinerlei Anpassungsschwierigkeiten im stärker besetzten Mainzer Deckungsverbund. Im Gegnteil. "Ich bin bisher sehr zufrieden. Ich habe alle Spiele gemacht, damit habe ich sicher nicht gerechnet, als ich nach Mainz ging, aber ich habe alles dafür getan." Insofern sei seine jetzige Situation eine schöne Bestätigung für seine Arbeit in der Vorbereitung.

Nichtsdestotrotz befindet sich der Manager weiterhin auf der Jagd nach einem zusätzlichen Innenverteidigung. Dafür grast Christian Heidel offenbar halb Europa ab, war zuletzt auf Infotour in Bukarest. Am Montag läuft die Transferperiode eins ab. Heidel muss bis dahin entweder einen Mann präsentieren oder darauf hoffen, dass Bungert und Noveski weder verletzt noch gesperrt ausfallen, denn ein Comeback von Bo Svensson ist noch nicht absehbar.

Den dadurch entstehenden Konkurrenzkampf fürchtet Bungert nicht. "Das liegt nicht in meiner Hand. Das Management muss entscheiden, ob Bedarf besteht. Diese Überlegungen gibt es jetzt seit zwei Monaten", so der Spieler, "wenn ich da jedes Mal durchdrehen würde, wenn ich lese, der Verein holt noch einen Innenverteidiger, dann könnte ich keine Nacht mehr schlafen. Wenn noch jemand kommt, setzte ich mich damit auseinander."

Eine vernünftige Einstellung. Und zunächst steht am Bruchweg sowieso das nächste Zweitligaspiel im Vordergrund. Am Freitag (18 Uhr) kommt der VfL Osnabrück nach Mainz. Für die Profis ein schweres Spiel, aber auch die Gelegenheit, den Sieg bei den 60ern und den gelungenen Saisonstart zu bestätigen.

Für die Abwehrleute gibt"s bis dahin ohnehin genug zu tun. Jörn Andersen bemängelte die Unsicherheit seiner Defensive bei den gegnerischen Standards. Die 05er gestatteten den Löwen relativ freie Kopfbälle im Strafraum. Der Münchner Anschlusstreffer resultierte aus einem Freistoß. "Theoretisch ist das eigentlich kein Problem", sagt Bungert. "In der Praxis aber wohl schon. Manchmal verliert man sich im Gewühl vor dem Tor. Das sollte nicht passieren." Eine Konzentrationsfrage? "Vielleicht sind wir ja jetzt für das Osnabrück-Spiel endgültig wach gerüttelt", hofft der 05-Verteidiger. (Jörg Schneider)

RZO


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