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Talent Vettel frech-forsch und vielversprechend

Valencia Erfrischend frech, forsch und vielversprechend: Sebastian Vettel gilt als eines der größten Talente in der Formel 1 und hat dies in Valencia eindrucksvoll bestätigt.

«Ich bin sehr stolz auf das, was wir an diesem Wochenende geleistet haben», sagte der Jungspund nach seinem sechsten Platz beim Großen Preis von Europa und zuvor in der Qualifikation. «Drei Punkte mit nach Hause zu nehmen ist fantastisch.» Dies müsse auch das Ziel für die nächsten Rennen sein.

«Ich trau ihm den Titel zu. Er wird einer der Großen», lobte Toro-Rosso-Teamchef Gerhard Berger seinen Schützling in den höchsten Tönen. Rekord-Weltmeister Michael Schumacher bescheinigte seinem Landsmann nach der Qualifikation «eine gigantische Leistung». Der dreimalige Champion Niki Lauda zog «voller Hochachtung mein Kapperl» und stufte die Vorstellung des 21-Jährigen aus Heppenheim als «absolut atemberaubend» ein.

Vettel freut sich über so viel fachmännisches Lob, bleibt aber im Gegensatz zu manch anderer Nachwuchskraft mit beiden Füßen auf dem Boden. «Ich muss noch viel an mir arbeiten», sagte der Abiturient (Schnitt: 2,8). «Das wird ein langer, schwerer und harter Weg.» Der 21-Jährige sieht in fast allen Bereichen Verbesserungspotenzial: Sei es seine Fitness («Auch wenn ich keinen Schrittmacher benötige»), die Abstimmung des Autos oder Rennroutine. «Es gibt noch jede Menge, was mir zu einem Top-Fahrer fehlt», urteilte er selbstkritisch.

Aber trotz seiner erst 20 Rennen zählt Vettel in der Königsklasse zu den aussichtsreichsten Kronprinzen. Als Ersatz des in Kanada schwer verunglückten BMW-Sauber-Piloten Robert Kubica überzeugte der Formel-1-Frischling beim Großen Preis der USA am 17. Juni 2007 als Achter mit einem WM-Punkt auf Anhieb. Vier Rennen später setzte Toro Rosso anstelle des enttäuschenden Scott Speed (USA) in Ungarn Vettel ins Cockpit. Dieser rechtfertigte die Beförderung zum Stammpiloten mit dem sensationellen vierten Platz in Shanghai.

Vettels fünfter Rang im Mai beim Klassiker in Monaco und nun seine brillanten Leistungen in Valencia waren weitere Höhepunkte der noch jungen Karriere. Auf dem eminent schnellen, neuen spanischen Stadtkurs fuhr er am Freitagvormittag die Bestzeit. In der dreigeteilten Qualifikation am Samstag war Vettel in der zweiten K.o.-Runde Schnellster und am Ende sensationeller Sechster.

«Well done», würdigte auch Routinier David Coulthard die Leistung. Im nächsten Jahr wird «Jungbulle» Vettel den sich zurückziehenden Schotten im A-Rennstall Red Bull ersetzen. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt ganz nach oben. «Ich weiß genau, was ich will, habe aber keinen genauen Zeitplan», versicherte Vettel, der trotz seines sympathischen Hangs zu Späßen immer dann abgeklärt und ernsthaft reagiert, wenn es die Situation erfordert. «Ich will Rennen gewinnen, um die WM kämpfen und eines Tages Weltmeister werden.»

Berger, einst selbst zehnmaliger Gewinner in 210 Grand Prix, rechnet noch «mit ein, zwei Jahren», bis Vettel so weit ist: «Sebastian fehlt nicht mehr viel. Er ist schon ein Top-Mann.» Dass er den Champion in spé 2008 ans Mutterteam verliert, trägt der Österreicher mit Fassung: «Wir bekommen von Red Bull so viel, dass es gut ist, wenn wir etwas zurückgeben können.» Von Elmar Dreher, dpa

dpa-infocom


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