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Massa und Hamilton beginnen mit Psycho-Spielchen

Valencia Felipe Massa gegen Lewis Hamilton: Im spannenden Titelrennen deutet alles auf einen Zweikampf zwischen dem Brasilianer und dem Briten hin.

Während Massa nach seinem souveränen Sieg und Kimi Räikkönens spektakulärem Motorplatzer in Valencia faktisch die neue Nummer 1 bei Ferrari ist, stand Hamiltons Top-Status bei McLaren-Mercedes nie infrage. Folgerichtig schossen sich die beiden Hauptprotagonisten vor dem letzten Saisondrittel der Formel-1-Weltmeisterschaft mit Psycho-Spielchen schon aufeinander ein.

«Konstanz ist der Schlüssel für das Championat», konstatierte Jubilar Massa nach seinem insgesamt neunten Triumph im 100. Grand Prix. Der durch Nackenschmerzen gehandicapte Hamilton konterte in Anspielung auf die jüngsten Triebwerksschäden der Roten: «Wie man gesehen hat, ist Zuverlässigkeit der Schlüssel. Ankommen und Punkte sammeln muss das Ziel sein. Ich mache mir keine Sorgen über die Zuverlässigkeit unseres Autos.» Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug hieb verbal in die gleiche Kerbe: «Zuverlässigkeit und Speed sind entscheidend für die WM.»

Bei Ferrari herrschte dagegen nach dem zweiten Motorschaden hintereinander höchste Alarmstufe. «Das ist ein ernsthaftes Problem», räumte Stefano Domenicali äußerst besorgt ein. «Wir müssen alles in unserer Macht tun, um die Ursachen herauszufinden und dieses Zuverlässigkeitsproblem für die kommenden Rennen zu lösen.» Vor drei Wochen in Budapest brachte ein kaputter Pleuel Massa drei Runden vor Schluss um den scheinbar sicheren Sieg. Beim Großen Preis von Europa traf es nun den finnischen Titelverteidiger. «Da kann man nicht mehr so gut schlafen, zumal es in der WM so eng zugeht», sagte Domenicali.

Räikkönen (57) ist nach dem herben Rückschlag mit nunmehr 13 Punkten Rückstand auf WM-Spitzenreiter Hamilton (70) und sieben Zählern weniger als Massa (64) - zumindest vorerst - aus dem Rennen. Sein letzter Sieg beim Großen Preis von Spanien liegt vier Monate zurück. Domenicali stärkte seinem schwächelnden Schützling dennoch demonstrativ den Rücken: «Wir unterstützen jeden im Team. Es gibt keinerlei Zweifel an Kimis Leistungsfähigkeit.» Dabei hatte dieser durch sein verfrühtes Lospreschen beim zweiten Boxenstopp, wobei sich ein zu Boden gestürzter Mechaniker einen Zeh brach, deutlich Nerven gezeigt. «Ich glaube nicht, dass ich trotz des negativen Ergebnisses nun aus dem Titelrennen bin», sagte Räikkönen trotzig.

Massa konnte den Frust seines Teamkollegen aus eigener leidvoller Erfahrung nachvollziehen. «Nach dem Desaster von Budapest ist dieser Sieg doppelt toll», sagte der 26-Jährige. Nachdem sich Räikkönens vage Hoffnungen auf einen Podestplatz zwölf Runden vor Schluss buchstäblich in Rauch aufgelöst hatten, schwitzte der Brasilianer Blut und Wasser. «Das war wirklich hart. Ich habe immer daran gedacht, was mir in Ungarn passiert ist, und inständig gehofft, dass ich mein Auto heil ins Ziel bringe», räumte er erleichtert ein. Und betonte: «Für mich ist der Sieg wie eine Goldmedaille.»

Der deutlich distanzierte Hamilton schien sich am Finaltag der Olympischen Spiele über «Silber» beinahe ebenso zu freuen. «Ich kann mich über meinen zweiten Platz absolut nicht beklagen», sagte er. «Ich hatte einige gesundheitliche Probleme, aber es war dennoch ein erfolgreiches Wochenende für uns.» Teamchef Ron Dennis erklärte, McLaren-Mercedes habe «früh die WM-strategische Option gewählt und auf den zweiten Platz gesetzt», da Überholen auf dem «Valencia Street Circuit» praktisch nicht möglich gewesen sei.

Neben einer Erkältung plagte sich der Vizeweltmeister mit Nackenproblemen herum. «Massa ist größerer Schmerz für Hamilton», titelte der britische «Daily Express» sarkastisch. «Hamilton brauchte Spritzen, um sich von Nackenschmerzen zu befreien, aber Massa blieb ihm im Nacken sitzen und machte deutlich, dass er den britischen Fahrer bis zum Ende jagen werde.» Italiens Medien beurteilten dies genauso. «Das war die Wende: Jetzt ist Massa der Hamilton-Gegner», befand «La Gazzetta dello Sport» am Montag. «Der Finne ist ein Problem. Jetzt muss Ferrari eine Entscheidung treffen.» Und für den «Corriere dello Sport» steht sogar fest: «Massa triumphiert - Ferrari hat eine neue Nummer 1.» Von Elmar Dreher, dpa

dpa-infocom


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