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Olympische Sternstunden mit Phelps und Bolt

Peking Olympia suchte den Superstar - und hat gleich zwei gefunden.

Schwimm-Titan Michael Phelps mit seinen acht Goldmedaillen und Sprint-König Usain Bolt mit seiner extrovertierten Sieger-Show haben diesen Olympischen Spielen ihre großen, ihre magischen Momente geschenkt.

Erdrückend war die Dominanz des Amerikaners im «Wasserwürfel», außerirdisch die Distanz des Jamaikaners auf seine vermeintlichen Verfolger im «Vogelnest». «Sie waren die Ikonen der Spiele», sagte IOC-Präsident Jacques Rogge. Doch im Schatten der Überflieger wurden auch andere in den olympischen Stunden vom 8. bis 24. August zu Stars. Zu stillen Stars, zu bescheidenen Gewinnern, zu Helden für eine Nacht wie der deutsche Gewichtheber Matthias Steiner, dessen bewegendes Schicksal Millionen zu Tränen rührte.

«Der olympische Gott», schrieb die französische Zeitung «Nouvel Observateur» nach den Phelps-Festspielen. Das chinesische Sportblatt «Titan» ernannte den «fliegenden Fisch» - mit 14 Goldmedaillen der erfolgreichste Athlet der Olympia-Geschichte - sogar zur «königlichen Hoheit». Für die «New York Times» war der 23-Jährige aus Baltimore im US-Bundesstaat Maryland ein «olympischer Sonderbotschafter».

Wie sich die Schlagzeilen doch ähneln: Den dreimaligen Olympiasieger Bolt erhob die renommierte Zeitung aus New York zu «Jamaikas Wunderkind». «Du hast Menschen, die Ausnahmeerscheinungen sind», sagte Stephen Francis, der Trainer von Bolts Sprint-Rivalen und Landsmann Asafa Powell. «Du hast Einstein. Du hast Isaac Newton. Du hast Beethoven. Du hast Usain Bolt. Es ist einfach nicht erklärbar, was sie tun und wie.» Der Sprint-Dominator rannte Weltrekord über 100 Meter, er rannte Weltrekord über 200 Meter und dann rannte er auch noch Weltrekord mit der 4 x 100 Meter-Staffel.

Bolt und Phelps - die beiden Ausnahme-Athleten im Becken und auf der Bahn - haben mit ihren Sternstunden die funkelndsten Spuren in der olympischen Umlaufbahn hinterlassen. Doch auch um den Hals von Deutschlands Top-Schwimmerin Britta Steffen glänzte es gleich zweimal golden. Vierfaches Glück bescherten Äthiopiens Dauerläufer Kenenisa Bekele und Tirunesh Dibaba ihrem Land mit jeweils zwei Goldenen über 10 000 und 5000 Meter. Auch Protagonisten wie die dreimaligen Olympiasieger Zou Kai (China/Turnen), Stephanie Rice (Australien/Schwimmen) oder Chris Hoy (Großbritannien/Radsport) werden Eingang finden in die Galerie der olympischen Super-Stars.

Dort hat Li Ning seinen Platz längst gefunden. Mit drei Olympiasiegen, zweimal Silber und einmal Bronze krönte er sich 1984 in Los Angeles zum «Turnprinzen» - in den Abendstunden des 8. August 2008 wurde der nun 44-Jährige für einige atemlose Minuten erneut zum Star, als er in schwindelnder Höhe von mehr als 50 Metern über dem Stadionboden bei der Eröffnungsfeier um das «Vogelnest» flog.

Und wenn nach der Abschlussfeier am Sonntag das olympische Feuer erloschen sein wird, werden sich nicht wenige Menschen an einen eher stillen Star erinnern. «SUPERSTEINER» hatte die «China Daily» nach dem Gold-Coup des Superschwergewichtlers Matthias Steiners auf ihre Titelseite gedruckt. Der 145-Kilo-Hüne lachte auf dem Foto in der Zeitung mit dem Bild seiner 2007 tödlich verunglückten Frau Susann in der Hand. Und der gebürtige Österreicher schenkte diesen Spielen den vielleicht schönsten, den vielleicht bewegendsten Satz überhaupt: «Was soll man im Leben noch verlieren können? Das, was ich verloren habe, ist das Wertvollste, wertvoller als jede Goldmedaille.» Von Wolfgang Müller, dpa

dpa-infocom


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Blog aus Beijing zu den Olympischen Spiele 2008
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